Forschen an der THD

Innovativ & Lebendig

Gesundheitscampus Bad Kötzting

Gesundheitsprävention und -förderung

Die Aufgaben des Gesundheitscampus Bad Kötzting in Forschung und Lehre sind:

  • die Konzeptionierung, Umsetzung und Evaluation des kommunalen Gesundheitsmanagements in der Präventionsregion Bad Kötzting
  • die Entwicklung, Umsetzung und Evaluierung von Modellen und Konzepten des individuellen, betrieblichen und kommunalen Gesundheitsmanagements
  • die Entwicklung von anwendungsorientierten gesundheitswissenschaftlichen Studiengängen und Zertifikatslehrgängen

Eine weitere Aufgabe ist die Initiierung, der Aufbau und die Pflege von grenzüberschreitenden Beziehungen zu ausländischen Universitäten in Bezug auf die Gesundheitswissenschaften, vor allem zur Westböhmischen Universität Pilsen.

Über den Gesundheitscampus Bad Kötzting

 

Der Gesundheitscampus Bad Kötzting der Technischen Hochschule Deggendorf beschäftigt sich mit anwendungsorientierter  gesundheitswissenschaftlicher Forschung und Lehre.

Er wurde am 22. Oktober 2012 von dem bayerischen Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst Dr. Wolfgang Heubisch feierlich eröffnet.

Zur Erfüllung seiner Aufgaben hat die Hochschule unter Mithilfe privater Stifter am Gesundheitscampus folgende Institutionen eingerichtet:

  • Institute for Cross Border Health Care Management
    Leitung: Prof. Dr. Horst Kunhardt
  • Stiftungslehrstuhl für Gesundheitsförderung und Prävention
    Prof. Dr. Erich Wühr
  • Stiftungslehrstuhl für Telemedizin und medizinisches Medienmanagement

Kompetenzzentrum Bad Kötzting

Kultursensible Zusammenarbeit in Gesundheitsberufen

Das von der Technischen Hochschule Deggendorf durchgeführte Projekt‚ Kompetenzzentrum in Bad Kötzting für die Aus- und Weiterbildung von Pflegekräften und Gesundheitsberufen im bayerisch-tschechischen Grenzraum zielt sowohl auf die Stärkung der Grenzregion rund um Bad Kötzting ab. Dazu wurde ein Kompetenzzentrum aufgebaut, welches in den vom Landkreis Cham zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten in der ehemaligen Kreisberufsschule Cham in Bad Kötzting angesiedelt ist. Das Projekt wird in einer Laufzeit vom 22.03.2016 bis 31.12.2020 durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat gefördert.

 

 

Projektleitung

Birgit Rathwallner, BSc, MSc, MA                                                                        Mareike Hechinger, MScN

Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften                                      Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften

 

Die Gesamtleitung obliegt

Prof. Dr. biol. hum. Horst Kunhardt                                                                     Prof. Dr. rer. cur. Michael Boßle, MScN

Hochschulleitung                                                                                                       Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften
Vizepräsident für Gesundheit                                                                                Professor für Pflegepädagogik
Leiter Institut für Cross Border Health Care Management


Bisheriges Kursangebot

Die im Kompetenzzentrum angebotenen Kurse richten sich entsprechend an ein- oder mehrjährig ausgebildetes Personal im Gesundheitswesen aus dem In- und Ausland mit Fokussierung auf der Förderung von Fachexpertisen und Deutschkenntnissen im Rahmen der Anerkennung ausländischer pflegerischer Berufsabschlüsse, Unterstützung beim Absolvieren der dreijährigen Pflegeausbildung in Deutschland und Vermittlung von Kompetenzen zur Begegnung verschiedener Kulturkreise im Gesundheitswesen

 

Begleitkurs für Pflegefachkräfte mit ausländischen Berufsabschlüssen zur Unterstützung bei der Vorbereitung auf einen erfolgreichen Abschluss von Anerkennungsmaßnahmen

Der Begleitkurs bietet Fachwissen, Sprachförderung und praktisches Training. Er begleitet die Teilnehmer bei der eigenverantwortlichen Vorbereitung auf den erfolgreichen Abschluss von Anerkennungsmaßnahmen. Darüber hinaus sind auch Pflegefachkräfte sehr willkommen, die ihre berufliche Anerkennung bereits erhalten und Interesse an Seminaren im interkulturellen Austausch haben. Dank der Förderung entstehen derzeit keine Kursgebühren. Um bestmöglich profitieren zu können, empfehlen wir deutsche Sprachkenntnisse im Bereich B2 (das ja auch im beruflichen Anerkennungsverfahren relevant ist) oder gesichertem B1. 

Was uns beschäftigt

Gemeinsam bearbeiten wir realistische Pflegesituationen, das dafür notwendige Fachwissen und durchlaufen die Phasen des Pflegeprozesses. Sowohl die Bedarfe der KursteilnehmerInnen als auch die Erfahrungen der SeminarleiterInnen beeinflussen Auswahl und Reihenfolge der Themen, die theoretisch und praktisch vertieft werden.

Der Kurs enthält:

  • Vorträge, Gruppenarbeiten und Texte zu aktuellem Pflegewissen, nationalen Vorschriften und Gesetzen
  • begleitete praktische Übungen zur Vertiefung des Könnens
  • Reflexionen zum beruflichen Selbstverständnis und zu kulturellen Fragen
  • vor allem pflegefachbezogene Sprachförderung
  • zwei persönliche Lernberatungen
  • eine Seminarbegleitung in Anpassungslehrgängen und Unterstützung einer gezielten Vorbereitung auf Eignungs- und Kenntnisprüfungen nach den Vorgaben der jeweiligen Bezirksregierung.

Zusätzliche Angebote
Unterstützung zur Vereinbarung von Praktika und bei der Suche geeigneter Sprachkurse mit Zielniveau Deutsch B2

Das Projekt "Kompetenzzentrum Bad Kötzting" befindet sich momentan in der Evaluierungs- & Forschungphase.. Deshalb wird kein "Begleitkurs auf dem Weg zur Anerkennung" mehr angeboten.

 

 

Der Basislehrgang ‚Kulturbegleiter in Gesundheitsberufen‘ bietet Leitenden, Praxisanleitern und weiteren Multiplikatoren in der Pflege, die einen internationalen Blick in Pflegeverständnisse und Berufsidentitäten wagen, einen tiefgründigen Kurzlehrgang zur kultursensiblen Pflege und Teamarbeit.

Die bearbeiteten Inhalte und Methoden lassen sich in Eigenregie und/ oder in aufbauenden Seminaren später auf andere kulturelle Dimensionen hin übertragen und ausbauen – zum Beispiel im Hinblick auf Generationen, Absolventen aus Pflegeausbildung und -studium (im qualitätsorientierten Skill-& Grade-Mix), auf Fragen der Unternehmenskultur oder der Pflegeverständnisse.

Der Lehrgang umfasst 6 Seminartage in rund 3 Monaten. Sie werden durch praxisbegleitende Übungen verbunden. Die Seminare finden statt am Zentrum für akademische Weiterbildung statt. Nähere Infos zu:  https://www.th-deg.de/de/weiterbildung#hochschulzertifikate-seminare

 

 

Sie haben eine erfolgreich abgeschlossene Pflegefachhelferausbildung aus dem In- oder Ausland? Sie möchten damit Ihre Pflegeausbildung um 1 Jahr verkürzen? Dann bieten wir Ihnen eine Trainingsgruppe, Seminare und Begleitung bei Verkürzung der Pflegeausbildung. Durch die Förderung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat ist der Kurs derzeit kostenfrei.


Lebendiges Lernen in kleinen Gruppen
In insgesamt 18 Tagen wandern wir gemeinsam durch die Inhalte des 1. Ausbildungsjahres. Dabei erhalten Sie Seminare, in denen Sie prägnant das Wesentliche eines Themenfeldes erfassen, üben und zugleich Zusammenhänge zu Ihren Praxiserfahrungen herstellen können. Zusammen mit unserer kompetenten Lernberatung können Sie Ihre Ausbildungsverkürzung bereits im 2. Ausbildungsjahr bewältigen und haben so im 3. Jahr freie Kapazität zur Examensvorbereitung.

Das Projekt "Kompetenzzentrum Bad Kötzting" befindet sich momentan in der Evaluierungs- & Forschungphase. Deshalb wird kein "Begleitkurs zur Pflegeausbildung" mehr angeboten.

 

Neben den am Gesundheitscampus Bad Kötzting angebotenen Kursen wurde im Rahmen des Projekts ein regionales Netzwerk mit Akteuren im Gesundheitswesen gebildet. In Netzwerkkonferenzen werden die aktuellen Entwicklungen im Projekt diskutiert und Informationen ausgetauscht.

 

Nachfolgend finden Sie Auszüge aus der Vernetzungsarbeit:

Am 17. März 2017 fand die 1. Netzwerkkonferenz am Kompetenzzentrum Bad Kötzting statt.  Dazu eingeladen waren zentrale Akteuren der Pflege aus den Landkreisen Cham und Regen. Getagt wurde im Präventionszentrum ‚Sinocur‘, welches sich in der gleichen Stadt befindet. Dabei erfolgte ein Einblick in die Hintergründe und aktuellen Entwicklungen der Begleitkurse für (Kinder-) Krankenschwestern und -pfleger mit ausländischen Berufsabschlüssen, die in den regionalen Einrichtungen arbeiten (möchten) sowie des beiliegenden Lehrgangs zur kultursensiblen Pflege in Bezug auf die Bewohner/ Patienten & kultursensiblen Zusammenarbeit in internationalen Teams. Ein weiterer Bestandteil war die Vorstellung der Projektziele und Diskussion diesbezüglich aktueller Fragen und Herausforderungen zur Stärkung der Pflege in der Region.

Ein zweites Vernetzungstreffen wurde am 04. Mai 2018 mit regionalen Akteuren in der Pflege veranstaltet. Ort der Tagung war das ‚Sinocur‘ in Bad Kötzting. Hierbei konnten die Teilnehmer*innen aktuelles aus der Projektentwicklung erfahren. Im Anschluss daran, hielt Herr Bernhard Krautz, M.A. Leiter des Pflegedienstes am Klinikum Neumarkt, einen Vortrag zum Thema ‚Skill- und Grademix in der Pflege. Rahmenbedingungen und Ansatzpunkte für die praktische Umsetzung.‘ Danach tauschte man sich zum Thema Qualifikations-, Rollen- und Verantwortungsmix in der Pflege aus.

In den neuen Räumlichkeiten, im Untergeschoss der ehemaligen Kreisberufsschule Cham, fand am 10. Juli 2019, die 3. Netzwerkkonferenz am Kompetenzzentrum Bad Kötzting statt. Teilgenommen haben wie bereits bei den vorherigen Vernetzungstreffen regionale Akteure in der Pflege. Da sich das Kompetenzzentrum im letzten Jahr der Projektlaufzeit befindet, blickte man gemeinsam auf spannende Erfahrungen und Begegnungen zurück. Des Weiteren erhielten die Gäste erste Einblicke in die Evaluierungsergebnisse und der zukünftigen Entwicklung des Projekts.

Unter den Themenschwerpunkten: Reflexion der Kursinhalte, Gründung eines Expertenboards für die zukünftige Projektbegleitung und Berichte aus den jeweiligen Einrichtungen wurde die vierte Netzwerkkonferenz am 27.02.2020 abgehalten. So versammelten sich die Leitungs- und Führungspositionen in der Pflege, in den neuen Seminarräumen des Kompetenzzentrums. Interaktiv sind neue Perspektiven zur Weiterentwicklung erarbeitet worden. Selbstverständlich mit Einbezug der jeweiligen Erfahrungen und Meinungen.


Maßnahmen der 1-jährigen Projektverlängerung

Das Kompetenzzentrum Bad Kötzting befindet sich in der 2. Projektphase. Dazu werden aktuell drei Datenerhebungen durchgeführt:


Aktuelle Umfrage:                              Bedarfs-& Angebotserhebung am Kompetenzzentrum

Sehr geehrte Damen und Herren,

für das Kompetenzzentrum Bad Kötzting - gefördert vom 22.03.2016 bis 31.12.2020 durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat - führt die Technische Hochschule Deggendorf eine Onlinebefragung durch. Die Befragung richtet sich an Pflegedirektionen, Pflegedienstleitungen und Heimleitungen in der Projektregion (Niederbayern, Oberfranken und Oberpfalz). Das Ziel der Befragung ist die Gewinnung von Informationen zu bestehenden sowie zukünftigen Bildungsangeboten des Kompetenzzentrums in Bad Kötzting. Die Befragung dauert cirka 8 Minuten und ist bis 31.05.2020 geöffnet. 

Mit vielen Grüßen

Das Projektteam Bad Kötzting

Um zur Umfrage zu gelangen, klicken Sie bitte folgenden Link an:

https://survey.th-deg.de/index.php/462435?lang=de


Aktuelles


Pressefoto

Für die Zielgruppen, Pflegepersonen und Menschen im Pflegemanagement, fand am 05.03.2020 das zweite Forum Altenpflege statt. Es wurde von Frau Nerl und Frau Seidl, Mitarbeiterinnen der Regierung Niederbayern, veranstaltet. Der Veranstaltungsort war die Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften an der Technischen Hochschule Deggendorf. Der gut besuchte Fachtag befasste sich mit dem thematischen Schwerpunkt der Kommunikation in der Pflege und Betreuung. Dieser wurde mit einem vielfältigen Angebot bestehend aus Präsentationen und Workshops bearbeitet. In der Mittagszeit veranstaltete die Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften einen Markt der Möglichkeiten. Dabei wurden die Studiengänge der Fakultät, das Lern- und Transferzentrum sowie aktuelle Projekte vorgestellt. Das Projekt Kompetenzzentrum war mit einem Stand und einem Poster mit dabei. Präsentiert wurde das geplante Maßnahmenpaket der 1-jährigen Projektverlängerung

Pressefoto

Vizepräsident Prof. Dr. Horst Kunhardt und das wissenschaftliche Team des Kompetenzzentrums Bad Kötzting empfingen eine Delegation der Westböhmischen Universität Pilsen unter der Leitung von Mgr. Bc. Blanka Rybnerovà am Kompetenzzentrum. Vorgestellt wurden die Technische Hochschule Deggendorf und die Arbeit am Kompetenzzentrum. Zudem wurden verschiedene Möglichkeiten einer grenzüberschreitenden Kooperation erörtert und weitere Arbeitsschritte konkretisiert. Im Anschluss an den Austausch führte Herr Prof. Dr. Erich Wühr durch das SINOCUR® Präventionszentrum und die TCM- Klinik.

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20191018 tag der offenen tuer koetzting

Gemeinsam mit der Berufsfachschule für Altenpflege, Tourismusakademie Ostbayern, Gesundheitsakademie Ostbayern, Gesundheitsregion plus hielt das Kompetenzzentrum Bad Kötzting die Türen offen. In der Zeit von 9:00 bis 14:00 konnten sich Besucherinnen und Besucher über die aktuelle Arbeit und zukünftigen Schwerpunkte des Zentrums informieren.

So erhielten die Besucherinnen und Besucher Einblicke in den aktuellen Kurs ‚Kulturbegleiter in Gesundheitsberufen.‘ Daraus wurden verschiedene Angebote wie z.B. die Beschäftigung mit der Migrationsgeschichte in Deutschland und eine Pflegeintervention für Menschen mit Migrationshintergrund vorgestellt. ‚Eigenes und Fremdes‘ konnte in einer Selbstwahrnehmungsübung erspürt werden. Zudem konnten sich die Besucherinnen und Besucher an einem Büchertisch mit nationaler Literatur zum Themenfeld austauschen. Unter dem Motto ‚Ihre Meinung ist gefragt‘ wurden zukünftige Themen im Kompetenzzentrum anvisiert. Diese bezogen sich auf das erweiterte Kursangebot in der zweiten Förderphase sowie einer interaktiven Bedarfsanalyse zum Wiedereinstieg in den Pflegeberuf.

 

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Am 22. Juli 2019 veranstalte die Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften einen Tag der Offenen Tür unter dem Motto ‚Zukunft Gesundheit‘. Dabei sind die Studiengänge, aktuelle Projekte der Fakultät vorgestellt worden. Das Kompetenzzentrum Bad Kötzting war mit einem Infostand am Markt der Möglichkeiten vertreten. Zudem konnten sich die Gäste bei einem Impulsreferat über die Projektinhalte umfassend informieren.

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Neuer Kurs in Bad Kötzting unterstützt bei verkürzter Ausbildungszeit

Neun hochmotivierte TeilnehmerInnen begrüßte Projektleiterin Cordula Schmidt am Dienstag, 13. März, am Kompetenzzentrum Bad Kötzting. Für sie beginnt der vom Kompetenzzentrum neu angebotene Kurs „Begleitkurs bei Verkürzung der Pflegeausbildung“. Kompetente Pflegefachpersonen sind begehrt. „Die berufliche Pflege benötigt dringend nicht nur (helfende) Hände, sondern Menschen mit einer profunden und breiten Pflegekompetenz sowie Rahmenbedingungen, in denen diese auch zum Tragen kommen kann“, fasst Prof. Dr. Horst Kunhardt, Vizepräsident für Gesundheit an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), die aktuelle Situation der beruflichen Pflege zusammen.

Der neue Kurs richtet sich an Personen, die bereits eine erfolgreich abgeschlossene Pflegefachhelferausbildung vorweisen können. Im „Begleitkurs bei Verkürzung der Pflegeausbildung“ können TeilnehmerInnen in 19 Seminartagen die Inhalte des ersten Ausbildungsjahres vertiefen, trainieren und ergänzen. Im aktuellen Kurs verteilen sich die Seminartage bis September 2018. Dabei vernetzen sich die KursteilnehmerInnen in den Seminaren schon frühzeitig mit anderen SeminarbesucherInnen am Kompetenzzentrum Bad Kötzting. Zum Beispiel mit den TeilnehmerInnen des Kurses für Pflegefachkräfte mit entsprechenden Berufsabschlüssen aus dem Ausland, die in der Region leben und sich auf die Anerkennung ihrer Qualifikation in Deutschland vorbereiten. Unterstützt werden die Lehrgänge durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Dank der Förderung sind die Kurse derzeit gebührenfrei.

Das Kompetenzzentrum Bad Kötzting gehört dem Gesundheitscampus Bad Kötzing an, einer der Technologie Campus der Technischen Hochschule Deggendorf (THD). Mit dem Kompetenzzentrum wird die Stärkung der bayerisch-tschechischen Grenzregion hinsichtlich der Fachkräftequalifizierung in der Pflege angestrebt. Angesiedelt in den vom Landkreis Cham zur Verfügung gestellten Räumen in der ehemaligen Kreis-Berufsschule Bad Kötzting trägt das Kompetenzzentrum dazu bei, entsprechende Bildungsangebote zu entwickeln und umzusetzen. An dem Projekt sind neben der federführenden Technischen Hochschule Deggendorf die drei bayerischen Bezirke Oberpfalz, Niederbayern und Oberfranken beteiligt. Hinzu kommen Experten der regionalen, im Projektfokus relevanten Einrichtungen. Nähere Informationen zu den Angeboten sind unter www.th-deg.de/kompetenzzentrum-bad-koetzting zu finden.

16. März 2018 | THD-Pressestelle (TK)

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Lehrgang für Pflegekräfte am Gesundheitscampus Bad Kötzting

Das Kompetenzzentrum der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) in Bad Kötzting verabschiedete Ende September die ersten Absolventinnen des Basislehrgangs „Kulturbegleiter in Gesundheitsberufen“. Insgesamt sieben Teilnehmerinnen haben sich seit Juni 2017 für eine bessere Pflege und Teamarbeit mit Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen qualifiziert. Unterstützt wird der Lehrgang durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat.

Mit dem Basislehrgang „Kulturbegleiter in Gesundheitsberufen“ setzt das Kompetenzzentrum Bad Kötzting einen Schwerpunkt auf kulturelle Fragen, die in der pflegerischen Zusammenarbeit mit Patienten, Bewohnern, Angehörigen, Pflegekräften, Assistenten, Therapeuten und Ärzten aus verschiedenen Ländern entstehen. „Auch die Absolventinnen des ersten Lehrgangs sehen eine hohe Relevanz des Kurses für ihre Tätigkeitsbereiche in der stationären, ambulanten Pflege und den Pflegeschulen“, erklärt Cordula Schmidt, Projektleiterin in Bad Kötzting. Dank der Förderung durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat ist das Kursangebot derzeit gebührenfrei. Mit dem Kompetenzzentrum Bad Kötzting wird die Stärkung der bayerisch-tschechischen Grenzregion hinsichtlich der Unterstützung zur Fachkräftequalifizierung und der Förderung kultursensibler Teamarbeit in Gesundheitsberufen sowie kultursensibler Pflege angestrebt. Angesiedelt in den vom Landkreis Cham zur Verfügung gestellten Räumen des Gesundheitscampus in der Berufsschule Bad Kötzting trägt das Kompetenzzentrum dazu bei, entsprechende Bildungsangebote zu entwickeln und umzusetzen. Zugleich soll die tschechisch-bayerische Zusammenarbeit gefördert werden. An dem Projekt sind neben der federführenden TH Deggendorf die drei bayerischen Bezirke Oberpfalz, Niederbayern und Oberfranken beteiligt. Hinzu kommen Experten der regionalen, im Projektfokus relevanten Einrichtungen. Nähere Informationen zu den Angeboten sind hier zu finden.

24. Oktober 2017 | THD-Pressestelle (TK)        

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Neben dem bereits im Januar 2017 erfolgten Start der Begleitkurse für Pflegefachkräfte mit ausländischen Qualifikationen kam am 8. Juni 2017 die erste Lehrgangsgruppe „Kulturbegleiter in Gesundheitsberufen“ im Kompetenzzentrum Bad Kötzting zusammen. An insgesamt 6 Seminartagen bietet der Basislehrgang Praxisanleitern, Leitenden und weiteren Multiplikatoren in der Pflege einen tiefgründigen Kurzlehrgang zur kultursensiblen Pflege und Teamarbeit.

Vom ersten Seminartag an ist ein angeregter Austausch von Wissen, Erfahrungen und Einschätzungen für aktuelle Bedarfe entstanden. Das vielfältige Programm lädt zur Wissenserweiterung und Reflexion kultureller Fragen ein und ermöglicht eine hohe praktische Relevanz für die verschiedenen Tätigkeitsbereiche der Teilnehmerinnen.

Der zweite Basislehrgang beginnt am 22. November 2017. Die Seminare finden statt am 22.- 23. November 2017, 17.- 19. Januar 2018 und 22. März 2018.

Dank der Projektförderung ist die Kursteilnahme derzeit gebührenfrei. Wir freuen uns auf Ihre Anfragen und die Begegnung mit Ihnen.

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Begleitkurs zur Verkürzung der Pflegeausbildung

Sie haben eine erfolgreich abgeschlossene Pflegefachhelferausbildung aus dem In- oder Ausland? Sie möchten damit Ihre Pflegeausbildung um 1 Jahr verkürzen? Dann bieten wir Ihnen eine Trainingsgruppe, Seminare und Begleitung zur Ausbildungsverkürzung. Durch die Förderung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat ist der Kurs derzeit kostenfrei.

Lebendiges Lernen in kleinen Gruppen
In 19 Tagen wandern wir gemeinsam durch die Inhalte des 1. Ausbildungsjahres. Dabei erhalten Sie Seminare, in denen Sie prägnant das Wesentliche eines Themenfeldes erfassen, üben und zugleich Zusammenhänge zu Ihren Praxiserfahrungen herstellen können. Zusammen mit unserer kompetenten Lernberatung können Sie Ihre Ausbildungsverkürzung bereits im 2. Ausbildungsjahr bewältigen und haben so im 3. Jahr freie Kapazität zur Examensvorbereitung.


Wann wir uns treffen

13. - 16. März 2018 ganztags │ 13. & 20. April nachmittags │ 25. - 26. April 2018 ganztags │ 11. & 18. Mai 2018 nachmittags │  8., 15. & 22. Juni 2018 nachmittags │ 11. – 13. Juli 2018 ganztags │  20. Juli 2018 nachmittags │ 8.- 9. August 2018 ganztags │ 04. – 07. September 2018 ganztags

Änderungen bleiben vorbehalten. An den Tagen der Halbtagesseminare stehen die Räumlichkeiten und Materialien vormittags zum freien Lernen zur Verfügung.

Bitte nehmen Sie Ihre Anmeldung bis zum 13.02.2018 vor. Wenn Sie zuvor noch Ihre Anerkennung und / oder Ausbildungsverkürzung beantragen müssen, nehmen Sie bitte spätestens im Januar 2018 mit uns Kontakt auf.

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KOMPETENZZENTRUM BAD KÖTZTING -
Kultursensible Zusammenarbeit in Gesundheitsberufen

Das von der Technischen Hochschule Deggendorf durchgeführte Projekt‚ Kompetenzzentrum in Bad Kötzting für die Aus- und Weiterbildung von Pflegekräften und Gesundheitsberufen im bayerisch-tschechischen Grenzraum‘ zielt sowohl auf die Stärkung der Grenzregion rund um Bad Kötzting ab. Dazu wird ein Kompetenzzentrum aufgebaut, welches in den vom Landkreis Cham zur Verfügung gestellten Räumen des Gesundheitscampus in der Berufsschule Bad Kötzting regional angesiedelt ist. Das Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat gefördert. Innerhalb der dreijährigen Projektlaufzeit wurden drei Kurse entwickelt, durchgeführt und evaluiert:

  • Begleitkurs für Pflegepersonen mit ausländischen Berufsabschlüssen auf dem Weg zur Anerkennung in Deutschland
  • Begleitkurs zur Unterstützung bei der dreijährigen Pflegeausbildung
  • Basislehrgang und Aufbaumodul Kulturbegleiter*innen im Gesundheitsberufen

Die im Kompetenzzentrum angebotenen Kurse richteten sich entsprechend an ein- oder mehrjährig ausgebildetes Personal im Gesundheitswesen aus dem In- und Ausland mit Fokussierung auf der Förderung von Fachexpertisen und Deutschkenntnissen im Rahmen der Anerkennung ausländischer pflegerischer Berufsabschlüsse, Unterstützung beim Absolvieren der dreijährigen Pflegeausbildung in Deutschland und Vermittlung von Kompetenzen zur Begegnung verschiedener Kulturkreise im Gesundheitswesen.

Neben den angebotenen Kursen wurde im Rahmen des Projekts ein regionales Netzwerk mit Akteuren im Gesundheitswesen gebildet. In Netzwerkkonferenzen wurden die aktuellen Entwicklungen im Projekt diskutiert und Informationen ausgetauscht.

Kontakt:
Email: kompetenzzentrum@th-deg.de
Ort: Kompetenzzentrum Bad Kötzting, Landshuter Str. 1e, 93444 Bad Kötzting

Nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf! Weitere Kontaktdaten finden Sie auf der Seite Mitarbeiter.

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Begleitkurs für Pflegefachkräfte mit ausländischen Berufsabschlüssen zur Unterstützung bei der Vorbereitung auf einen erfolgreichen Abschluss von Anerkennungsmaßnahmen.

Der Begleitkurs bietet Fachwissen, Sprachförderung und praktisches Training. Er begleitet die Teilnehmer bei der eigenverantwortlichen Vorbereitung auf den erfolgreichen Abschluss von Anerkennungsmaßnahmen. Darüber hinaus sind auch Pflegefachkräfte sehr willkommen, die ihre berufliche Anerkennung bereits erhalten und Interesse an Seminaren im interkulturellen Austausch haben. Um bestmöglich profitieren zu können, empfehlen wir deutsche Sprachkenntnisse im Bereich B2 oder oberen B1.

Inhalte des Begleitkurses
  • Vorträge, Gruppenarbeiten und Texte zu aktuellem Pflegewissen, nationalen Vorschriften und Gesetzen
  • begleitete praktische Übungen zur Vertiefung des Könnens
  • Reflexionen zum beruflichen Selbstverständnis und zu kulturellen Fragen vor allem pflegefachbezogene Sprachförderung
  • zwei persönliche Lernberatungen
  • eine Seminarbegleitung in Anpassungslehrgängen und Unterstützung einer gezielten Vorbereitung auf Eignungs- und Kenntnisprüfungen nach den Vorgaben der jeweiligen Bezirksregierung
    Unterstützung zur Vereinbarung von Praktika und bei der Suche geeigneter Sprachkurse mit Zielniveau Deutsch B2 (zusätzliches Angebot)

Gemeinsam bearbeiten wir realistische Pflegesituationen, das dafür notwendige Fachwissen und durchlaufen die Phasen des Pflegeprozesses. Sowohl die Bedarfe der Kursteilnehmenden als auch die Erfahrungen der Kurslehrenden beeinflussen Auswahl und Reihenfolge der Themen, die theoretisch und praktisch vertieft werden.

Aktuell können wir keinen Kurs anbieten, da das Projekt im Dezember 2019 ausläuft. Wir arbeiten an einem Folgeantrag!

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Der Basislehrgang ‚Kulturbegleiter in Gesundheitsberufen‘ bietet Leitenden, Praxisanleitern und weiteren Multiplikatoren in der Pflege, die einen internationalen Blick in Pflegeverständnisse und Berufsidentitäten wagen, einen tiefgründigen Kurzlehrgang zur kultursensiblen Pflege und Teamarbeit.

Die bearbeiteten Inhalte und Methoden lassen sich in Eigenregie und/ oder in aufbauenden Seminaren später auf andere kulturelle Dimensionen hin übertragen und ausbauen - zum Beispiel im Hinblick auf Generationen, Absolventen aus Pflegeausbildung und -studium (im qualitätsorientierten Skill-& Grade-Mix), auf Fragen der Unternehmenskultur oder der Pflegeverständnisse.

Der Lehrgang umfasst 6 Seminartage in rund 3 Monaten. Sie werden durch praxisbegleitende Übungen verbunden. Die Seminare finden statt am Zentrum für akademische Weiterbildung statt.

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20160720 brk"Wir wollen grenzenlos helfen"

Zwischen Bayern und Böhmen wird intensiv Handel betrieben. Menschen treffen sich dies- und jenseits des einstigen Eisernen Vorhangs. Doch geht es um gegenseitige Hilfeleistung, stehen die Retter in Bayern und Böhmen vor hohen Barrieren. Das soll sich ändern. Das Bayerische Rote Kreuz, sein Pendant in Westböhmen sowie die Universität Pilsen und die Technische Hochschule Deggendorf starten ein Projekt, dessen Ziel es ist, im grenzüberschreitenden Rettungsdienst bisherige Schnitt- zu Nahtstellen zu machen.

So drückte es am Montagnachmittag BRK-Präsident Theo Zellner bei der Vorstellung im Beisein hochrangiger Vertreter von beiderseits der Grenze aus. „Wir wollen grenzenlos helfen.“ Es wird ein Konzept erarbeitet, wie schneller und effektiver geholfen werden kann. Begleitet und analysiert wird dies von der Uni Pilsen und der FH Deggendorf. Daraus werden sich Richtlinien ergeben, die in rund drei Jahren umgesetzt werden könnten. In der neuen Rettungswache in Furth im Wald entsteht dazu die Koordinierungsstelle für den grenzüberschreitenden Rettungsdienst mit zweieinhalb Planstellen. Eine Maßnahme, die von der Europäischen Union finanziell kräftig unterstützt wird.

18. Juli 2016 | Chamer Zeitung (Text+Bild Thomas Linsmeier)

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Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) informiert sich über Gesundheitsaktivitäten der THD

Sichtlich beeindruckt von den Gesundheitsaktivitäten der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), zeigte sich Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe am vergangenen Donnerstag (30. Oktober) in Bad Kötzting. Minister Gröhe war nach Bad Kötzting gekommen um sich vor Ort ein Bild über die Klinikversorgung und die TCM-Klinik zu machen.

 

Ausführlich informierte THD – Professor Dr. Horst Kunhardt dabei auch über die bisherige Arbeit der THD am Gesundheitscampus Bad Kötzting in der Prävention und Gesundheitsförderung. Auf großes Interesse stieß vor allem „IGM Campus“, ein am Gesundheitscampus angesiedeltes gemeinsames Forschungsprojekt der THD mit der TU München (TUM). Unter der Leitung von Prof. Dr. Dieter Melchart (TUM) werden hier auf Basis von blended-learning-Ansätzen zukunftsweisende Konzepte für ein individuelles Gesundheitsmanagement der bayerischen Kur- und Heilbäder entwickelt. Zusätzlich konnte Prof. Dr. Kunhardt die Gelegenheit nutzen, den Bundesgesundheitsminister über die weiteren Entwicklungen an der THD im Gesundheitsbereich zu informieren. Die Campus-Erweiterung in Metten kam dabei ebenso zur Sprache wie das neue Konzept für die geplanten internationalen Gesundheitsstudiengänge in Pfarrkirchen.

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Oliver Jörg vom Wissenschafts-Ausschuss im Landtag zeigt sich vom Gesundheits-Campus beeindruck und ermutig, die Zukunft zu planen.

Nach dem Besuch des Bundesgesundheitsministers rühren die Verantwortlichen für die Entwicklung Bad Kötztings zum Vorsorgekurort weiter kräftig die Werbetrommel: Am Montag kam mit Oliver Jörg innerhalb einer Woche bereits der zweite hochrangige Besucher aus der Politik in die Räume der Klinik für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Jörg ist kulturpolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst im Landesparlament.

 

Nach den Präsentationen der Klinik durch deren Geschäftsführer Anton Staudinger verdeutlichte Prof. Horst Kunhardt von der Technischen Hochschule Deggendorf, welche Ziele die THD mit dem Standort in Bad Kötzting verfolge. Denn während Jörg bei seinem Besuch wenige Stunden zuvor in Cham beim Technologie Campus bereits ein laufender Studienbetrieb präsentiert werden konnte, fehlt in Bad Kötzting die belebten Hörsäle, weshalb das Treffen in den Räumen der Klinik stattfand.

Großes privates Engagement

Das soll sich aber schon bald ändern. Denn schließlich hat der Campus mit Prof. Erich Wühr nicht nur bereits eine von zwei durch die Familie Staudinger finanzierten Stifts-Professuren besetzt, sondern durch den Landkreis auch Räume in der Berufsschule zur Verfügung gestellt bekommen. Dass die Familie Staudinger für die Professuren eine Million Euro in fünf Jahren zur Verfügung stellt, verdient das höchste Lob des Abgeordneten. Dazu noch drei Millionen für das Präventionszentrum am Kurpark und geschätzte 300 000 Euro im Jahr für das Konfuzius-Institut, in dem China-Studien betrieben werden können, lassen die 200 000 Euro, die der Freistaat als Anschubfinanzierung im selben Zeitraum zur Verfügung stellt, fast klein erscheinen.

Weiterer Studiengang in Planung

Dabei habe die THD in den kommenden Monaten noch viel vor in Bad Kötzting, erklärt Prof. Kunhardt: Die Einführung des berufsbegleitenden Master-Studienganges TCM werde in der kommenden Woche Thema für die Hochschule sein, der duale Studiengang Gesundheitsmanagement sowie der berufsbegleitende Bachelor Physiotherapie und der englischsprachige Physician Assistant würden bereits angeboten. „Wir haben in unserer Region überdurchschnittlich viele Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten – dann sollten wir die auch hier ausbilden“, lautet seine Überzeugung.

Quelle: Mittelbayerische Zeitung vom 04.11.2014
Autor: Stefan Weber

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Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch eröffnet den Gesundheitscampus der Hochschule Deggendorf in Bad Kötzting.

Das Projekt ist ebenso ehrgeizig wie einzigartig: Mit der Eröffnung des Gesundheitscampus in den Räumen der Berufsschule will das Heilbad Kötzting in Zusammenarbeit mit der Hochschule Deggendorf und der Technischen Universität München bayernweit Vorreiter in Sachen Prävention werden. Am Montag gab Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch den Startschuss für den Gesundheitscampus. Erster Schritt ist die Einrichtung von zwei Stiftungsprofessuren, die die Familie Staudinger zur Verfügung stellt.

Mit zünftiger Blasmusik wurden die Gäste aus Politik, Wissenschaften, Behörden und Gesundheitswirtschaft vor dem Eingang zum Haus des Gastes begrüßt. Prof. Dr. Horst Kunhardt von der Hochschule Deggendorf stellte zunächst Werdegang und Zielsetzung des Gesundheitscampus vor. Das wissenschaftlich-medizinische Konzept für die Neuausrichtung Bad Kötztings zum Vorsorgekurort stamme von Prof. Dr. Dieter Melchart von der TU München. Unter dem Begriff IGM-Campus könne jeder Bürger mit Hilfe eines Gesundheitsportals an einem maßgeschneiderten Lebensstiltraining teilnehmen. Bad Kötzting sei Pilotstandort, der Gesundheitscampus solle den Aufbau der Präventionsregion mit Schwerpunkt TCM wissenschaftlich begleiten und unterstützen.

"Jung, frisch und unglaublich entspannend" - mit diesen Worten wirbt das Heilbad Kötzting bei seinen Gästen. Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch wandelte diesen Slogan um: "Das, was hier in dem neuen Gesundheitscampus geleistet werden soll, ist ,jung, frisch und unglaublich spannend.'"

Lebensstil ändern

Ziel des Forschungsprojektes in Bad Kötzting sei eine moderne, vernetzte Gesundheitsförderung, die nicht auf die Großstädte beschränkt sei, sondern für jedermann zur Verfügung stehe, und das ohne lange Anreise. Das Projekt IGM-Campus, ein von der TU München entwickeltes Gesundheitsportal, solle Menschen helfen, ihren Lebensstil zu ändern, um Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Stress-Folge-Schäden vorzubeugen. "Damit sparen wir uns nicht nur viel Leid, sondern auch dem Gesundheitssystem enorme Kosten." Die Hochschule Deggendorf habe auf den Gebieten "Gesundheitsmanagement und Medizintourismus viel zu bieten, erst 2010 sei das Institut Cross Border Healthcare Management eröffnet worden, das nun nach Bad Kötzting umziehen werde. "Es freut mich, dass Bad Kötzting die Hochschule auf diesem Gebiet unterstützt."

"Große Chance"

Anton Staudinger, Geschäftsführer der TCM-Klinik, hatte zuvor die Beweggründe genannt, warum seine Familie die beiden Stiftungsprofessuren für den Gesundheitscampus zur Verfügung stellt. "Meine Eltern wollten sich immer in und für ihre Heimatstadt engagieren. Als ich meiner Mutter das Projekt Gesundheitscampus vorgestellt habe, war sie begeistert und hat sofort ihre Unterstützung zugesagt", so Anton Staudinger, der an die Anfänge des Projektes Vorsorgekurort vor einigen Jahren zurückblickte. Schnell sei damals klargeworden, dass die Stadt ein Projekt dieser Größenordnung nicht alleine schultern könne. Die Einbindung des Landkreises, die Schaffung von Strukturen, die wissenschaftliche Begleitung durch die TU München und die Hochschule Deggendorf habe die große Chance eröffnet, in Bad Kötzting einen Gesundheitscampus zu errichten. "Prävention wird immer wichtiger. Der Gesundheitscampus kann für unsere Stadt auf dem Weg zur Präventionsregion wichtige Impulse setzen und die nötige Vernetzung aller Beteiligten herstellen", so Staudinger. "Und genau hier will unsere Familie Unterstützung leisten", so der Klinikgeschäftsführer, der allen beteiligten Fachstellen und Ministerien für die Zusammenarbeit dankte.

"Region hat viel getan"

Im Gegensatz zu den Technologiecampi, die im ostbayerischen Raum bereits entstanden seien und die mit Industriebetrieben zusammenarbeiten, bekomme Bad Kötzting mit dem Gesundheitscampus eine einzigartige Forschungsstelle, die die Neuausrichtung des Kurortes auf Prävention in Verbindung mit TCM wissenschaftlich begleitet und evaluiert, sagte der Präsident der Hochschule Deggendorf, Prof. Dr. Peter Sperber. "Die Region hat enorm viel getan, dass der Gesundheitscampus in Bad Kötzting eingerichtet werden kann", sagte Prof. Sperber und bat bei dieser Gelegenheit den Staatsminister, die Hochschule in dieser Sache weiter zu unterstützen.

Kirta-Montag zum Feiern

"Für unsere Stadt, die in den letzten Jahren bei der Verwaltungs- und Behördenreform auf Bundes- und Landesebene viele Einrichtungen verloren hat, ist der heutige Kirchweih-Montag ein Grund zum Feiern", sagte Bürgermeister Wolfgang Ludwig. Der entscheidende Impuls für die Neuausrichtung des Kneippheilbads zum Vorsorgekurort sei von Anton Staudinger gekommen, dessen Familie Wolfgang Ludwig größten Dank aussprach.

Konsequenter Weg

"Mit dem Gesundheitscampus schaffen wir im Landkreis eine weitere Einrichtung, in der geforscht und Wissen vermittelt wird. Damit gestalten wir nachhaltig unsere Zukunft", betonte Landrat Franz Löffler. Es sei klar, dass man Wissenschaft nicht einfach in den ländlichen Raum "hineinverordnen" könne. In Bad Kötzting aber sei bereits vor über 30 Jahren in Zusammenarbeit mit Landkreis und Bezirk der Grundstein für die Entwicklung der Stadt zum Kurort gelegt worden. "Der Gesundheitscampus, der der gesamten Region zugute kommen wird, ist nun die logische Folge dessen, was vor vielen Jahren aufgebaut worden ist." Große Hoffnung setzt Löffler in das Konzept, im Rahmen der Prävention westliche und traditionelle chinesische Medizin zu vereinen.

Freundschaft mit China

Der Generalkonsul der Volksrepublik China, Wang Shunqing, stellte in seinem Grußwort die vielfältigen wirtschaftlichen Beziehungen seines Landes mit Deutschland heraus. Der Freistaat Bayern nehme dabei eine Vorreiterrolle ein. "Mit der Eröffnung des Gesundheitscampus wird ein neues Kapitel der guten Beziehungen aufgeschlagen", so der hohe Gast. Ohne das große Engagement der Familie Staudinger wäre der Gesundheitscampus nicht möglich geworden. Wang Shunqing stellte dabei die großen Möglichkeiten heraus, die die Vernetzung des Campus mit der TCM-Klinik als Außenstelle der TCM-Universität Peking bietet.

Die Festrede hielt Prof. Dr. Bernd Blobel von der Uni Regensburg zum Thema personalisierte Gesundheitsdienste und welche Möglichkeiten für die praktische Anwendung sich daraus ergeben können.

Quelle: Kötztinger Zeitung / Idowa
Foto: Dreher

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Neuer Professor am Gesundheitscampus der Hochschule Deggendorf in Bad Kötzting.

Der Bad Kötztinger Zahnarzt Dr. Erich Wühr wurde vom Präsidenten der Hochschule Deggendorf, Prof. Dr. Peter Sperber, zum 15. Oktober auf den Lehrstuhl Gesundheitsförderung und Prävention berufen.

Seine erste Aufgabe dort wird die Entwicklung und Studienleitung des berufsbegleitenden Bachelorstudiengangs Physiotherapie - mit dem Schwerpunkt Osteopathie - sein, der im März 2013 an der Hochschule Deggendorf und am Gesundheitscampus in Bad Kötzting starten soll. Darüber hinaus wird Prof. Wühr an Forschungsprojekten der Präventionsregion Bad Kötzting beteiligt sein.

Dr. Wühr ist als gebürtiger Kötztinger seit 1983 als Zahnarzt niedergelassen. Seit der Eröffnung der TCM-Klinik im Jahre 1991 hat er sich intensiv mit der Traditionellen Chinesischen Medizin beschäftigt und sich seit 1994 auf die Behandlung von Patienten mit Muskel- und Gelenkschmerzen innerhalb und außerhalb des Kausystems spezialisiert. Im Zuge dieser Spezialisierung hat er an der Wiener Schule für Osteopathie ein Studium der Osteopathie und an der Donau-Universität Krems ein Master-of-Science-Studium der Kieferorthopädie absolviert.

Der Bezug zu seinem Lehrgebiet Gesundheitsförderung und Prävention ergibt sich für Dr. Wühr aus der Tatsache, dass er seine Patienten mit chronischen Muskel- und Gelenkschmerzen von Anfang an über eine gesundheitsbildende und krankheitsvermeidende Lebensführung informiert und versucht, sie zu eigenverantwortlichen Lebenstiländerungen zu bewegen. Von besonderer Bedeutung sind für ihn dabei der angemessene Umgang mit Stress, die richtige Ernährung und ausreichende Bewegung. Zu diesen Themen sowie zur Traditionellen Chinesischen Medizin und Zahnmedizin hat Dr. Wühr sechs Fachbücher und ein Sachbuch veröffentlicht. Zwei weitere Fachbücher werden demnächst dazukommen. Darüber hinaus betreibt er mit Partnern seit elf Jahren eine Unternehmensberatung, die große und mittlere Unternehmen der ostbayerischen Region bei der Einführung und Umsetzung betrieblicher Gesundheitsförderungssysteme unterstützt.

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Die Hochschule Deggendorf eröffnet am Montag den Gesundheitscampus in Bad Kötzting.

Auf dem ehrgeizigen Weg des Kneipp-Heilbads Kötzting zur Präventionsregion ist ein weiteres Etappenziel erreicht. Am Montag wird in der Berufsschule an der Landshuter Straße der Gesundheitscampus Bad Kötzting eröffnet.

In der Außenstelle der Hochschule Deggendorf werden zunächst zwei Stiftungsprofessuren eingerichtet, die die Neuausrichtung der Stadt zu einem Vorsorgekurort mit Schwerpunkt TCM wissenschaftlich begleiten und auf verschiedenen Feldern Gesundheitsforschung betreiben sollen.

An der Weiterentwicklung des Heilbads Kötzting zu einer Präventionsregion arbeiten Hochschulen, Ministerien, Kommunen und regionale Gesundheitsakteure Hand in Hand. Das medizinische Konzept für die Neuausrichtung des Kurorts haben Wissenschaftler der TU München unter Federführung von Prof. Dr. Dieter Melchart entwickelt. Das Projekt IGM-Campus (IGM steht für individuelles Gesundheitsmanagement) soll Menschen helfen, ihren Lebensstil zu ändern, um damit Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Burn-out vorzubeugen. Mit Hilfe eines neuentwickelten Gesundheitsportals sollen Kurgäste oder Patienten Daten zu Vorerkrankungen, zu Bauchumfang, Bluthochdruck und Gewicht usw. eingeben. Der Patient absolviert dann ein Selbstbeobachtungsprogramm, an das sich ein Lebensstiltraining von zwölf Wochen anschließt. Ärztliche Untersuchungen, Beratungen und Kurse ergänzen das Programm.

In Bad Kötzting sollen die Teilnehmer zusätzlich erfahren, welche Möglichkeiten die Verbindung von TCM und westlicher Medizin für die Gesundheitsvorsorge bietet. Neben dem Pilotstandort Bad Kötzting wollen sich auch die Kurorte Bad Füssing, Bad Tölz, Bad Wörishofen, Bad Alexandersbad, Bad Griesbach und Treuchtlingen dem IGM-Campus-Projekt anschließen, eingebunden sind dabei jeweils niedergelassene Ärzte und Kliniken.

Quelle: Kötztinger Zeitung / idowa
Autor: Jürgen Hirtreiter 


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