Ab sofort steht unsere neue Hochschul-App myTHD zum Download bereit.
Ob unterwegs, in der Vorlesung oder in der Mensa – die App bietet schnellen Zugriff auf alle wichtigen Informationen rund ums Studium und die THD und vereint zahlreiche Funktionen, die den Studienalltag einfacher und übersichtlicher gestalten:
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Die aktuelle Auswertung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) zeigt, dass immer mehr Personen ohne Abitur erfolgreich ein Studium absolvieren. Laut den jüngsten verfügbaren Daten wurde im Jahr 2024 erstmals die 10.000er Marke überschritten. Auch die Zahl der Studierenden, die sich auf dem beruflichen Weg für eine akademische Ausbildung qualifiziert haben, bleibt konstant hoch. In Bayern zählt die Technische Hochschule Deggendorf (THD) dabei zu den drei nachgefragtesten Institutionen.
Prof. Waldemar Berg, Präsident der THD, lässt die Kirche trotz der wohlklingenden Botschaft im Dorf: „Dass wir in Bayern auch bei Leuten mit anderer Qualifikation als dem Abitur oder dem Fachabitur zu den beliebtesten Hochschulen zählen, freut uns natürlich sehr.“ Dennoch liege deren prozentualer Anteil an der Gesamtstudierendenzahl der THD derzeit bei unter einem Prozent. „Aber dennoch“, so Berg weiter, „in absoluten Zahlen sind das immerhin etwas mehr als 300 Studentinnen und Studenten, die auf beruflichen (Um)wegen an unsere Hochschule gefunden haben und hier erfolgreich lernen und studieren.“ Das sei beachtlich und aller Ehren wert. Auch sei dieses positive Beispiel eine Bestätigung der THD-Wachstumsstrategie. Denn die CHE-Studie zeigt, dass Studierende ohne allgemeine Hochschulreife und Fachhochschulreife große Hochschulen und insbesondere Fachhochschulen bzw. Hochschulen für angewandte Wissenschaften mit mehr als 7.000 Studierenden bevorzugen.
Die Studie des CHE offenbarte außerdem, dass bei der Wahl der Studienfächer die Ingenieurwissenschaften mit 19,1 Prozent und der Bereich Gesundheitswissenschaften mit 16,6 Prozent einen großen Anteil haben. Bei beiden könne laut Präsident Berg die THD punkten. Die Studienleiterin des CHE, Sigrun Nickel, erklärt: „Gerade im Bereich Gesundheit und Pflege beobachten wir eine starke Nachfrage von Studieninteressierten ohne Abitur. In den Fächern Pflegewissenschaft/-management und in der Gesundheitspädagogik hat sich mittlerweile sogar jede bzw. jeder Vierte über den Beruf für das Studium qualifiziert und nicht über den Schulabschluss.“
Berg hoffe, dass in Zukunft deutlich mehr Menschen diese zusätzliche Karriereoption bewusst werde. Die allgemein wachsenden Zahlen deuteten bereits darauf hin, dass das Interesse kontinuierlich wächst. Auch teilt der THD-Präsident die Ansicht des CHE, dass sich „das Studium ohne Abitur inzwischen als fester Bestandteil eines durchlässigen Hochschulsystems in Deutschland etabliert hat.
INFO
Aktuell sind rund 70.000 Studierende ohne Hochschul- und Fachhochschulreife an einer deutschen Hochschule eingeschrieben. Das entspricht, wie auch im Vorjahr, einem Anteil von 2,4 Prozent an allen Studierenden im Bundesgebiet. Ein leichter Anstieg zeigt sich bei den beruflich qualifizierten Erstsemestern. Deren Zahl liegt aktuell bei rund 13.000 Personen, was einem Anteil von 2,7 Prozent an allen Studienanfängerinnen entspricht. Einen neuen Höchststand hat die Zahl der Bachelor- und Masterabsolventen ohne (Fach-)Abitur mit 10.270 im Jahr 2024 erreicht. Damit haben insgesamt 104.941 beruflich Qualifizierte seit der bundesweiten Einführung des Studiums ohne Abitur im Jahr 2009 einen Hochschulabschluss erworben.
Im Rahmen der Digitalisierung schreitet die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) voran. Bei der kostenfreien Erwachsenen-Uni am European Campus Rottal-Inn (ECRI) der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) informierte Expertin Bernadette Busler über das Generieren und Aufbereiten von Daten sowie drohende Gefahren.
Gut 60 neugierige Besucher im bestens gefüllten Vorlesungssaal im Laborgebäude in Pfarrkirchen zeigten: Das Thema Künstliche Intelligenz interessiert die Menschen. Alle lernten: KI erkennt Muster und errechnet aus Daten Wahrscheinlichkeiten. Im Alltag wird die neue Technologie etwa bei Suchanfragen am Computer, der Handy-Kamera oder dem Navigationssystem im Auto genutzt. „Auch das unbefugte Betreten eines Grundstücks kann KI überwachen“, nennt Referentin Busler ein weiteres Beispiel.
Halluzinieren, Vorurteile, Deep Fakes
Bei allen Möglichkeiten verursachen die energieintensiven Anwendungen auch Probleme. So kann KI durch Datenlücken oder unklare Eingaben halluzinieren. Beispiel: Ein KI-generiertes Bild zeigt eine Katze mit Hundeohren, erfindet also etwas. Busler: „Je spezieller ein Thema, desto mehr Datenlücken gibt es, desto höher die Wahrscheinlichkeit des Halluzinierens.“ In diesem Fall trifft die KI Aussagen jenseits wissenschaftlicher Erkenntnisse. Rückmeldungen erhält die KI von Trainern wie Anwendern. Dadurch kann sie sich verbessern, also Wissenslücken schließen. Aus gutem Grund werden deshalb „Daten als das neue Gold“ bezeichnet.
Eine weitere Gefahr besteht darin, dass KI Vorurteile reproduziert. Beispiel: Ein Unternehmen, bei der KI bei Bewerbungen für eine IT-Stelle eine Vorauswahl trifft, könnte Frauen benachteiligen. Grund: Dass Männer in der Vergangenheit in diesem Bereich überrepräsentiert waren, bewertet KI aufgrund ermittelter Erfahrungswerte fälschlicherweise als normal und richtig.
Ein besonders gravierendes Problem stellen laut Referentin gezielte Manipulationen dar. Diese werden als Deepfakes bezeichnet, etwa wenn einer bekannten Persönlichkeit falsche Aussagen in den Mund gelegt werden. „Auch das schafft ein Vertrauensproblem“, so Busler.
KI unterstützt, der Mensch entscheidet
Unterm Strich machte die Expertin klar: „KI unterstützt. Verantwortung, Würde und Fairness müssen menschliche Aufgaben bleiben.“ Busler erinnerte daran: „KI basiert nicht auf Wahrheit, sondern Wahrscheinlichkeit.“ Der getätigte Input sollte möglichst präzise sein. Der erhaltene Output muss geprüft, bewertet, reflektiert und am besten durch zwei seriöse Quellen belegt werden.
Zu guter Letzt ermunterte Bernadette Busler dazu, „unser Hirn ständig zu trainieren“. Gerade bei Schülern, die KI nutzen, ohne dabei mitzudenken, droht ihr zufolge ein Kompetenzverlust. Der abschließende Tipp der Referentin: „Teilen sie im Netz keine sensiblen persönliche Daten.“ Organisiert wurde der 75-minütige Vortrag von Andrea Ebertseder vom MINT-Team.
Zum Beginn des Sommersemesters 2026 kommt mit Dr. Mischa Möstl ein Experte für sichere eingebettete Rechnersysteme für Echtzeitaufgaben an die Technische Hochschule Deggendorf (THD). Der gebürtige Oberpfälzer wird künftig an der Fakultät Angewandte Informatik im Fachgebiet „Autonome und eingebettete Systeme“ lehren und forschen, um bei Echtzeitanwendungen neben technischem Fortschritt insbesondere auch die allgemeine Sicherheit – und damit ein besseres und gesünderes Leben für uns alle – voranzutreiben.
Eingebettete Systeme sind alltägliche Dinge, die Computer oder sogar ganze Computernetze sind, aber meist nicht als solche bezeichnet werden. Sie heißen beispielsweise Auto, Smartphone, Insulinpumpe oder Drohne. Mischa Möstl ist auf den Rechnerbau selbst spezialisiert und widmet sich in seiner Arbeit der idealen Verknüpfung solcher Systeme mit Software, die dann die eigentliche Anwendung darstellt.
Geboren in Neustadt an der Waldnaab fand Mischa Möstl bereits während des Bachelor- und Masterstudiums in Braunschweig über Hilfskrafttätigkeiten den Einstieg in die Forschung im Bereich der Eingebetteten Systeme. Anschließend verbrachte er unter anderem ein halbes Jahr in Japan am Forschungs- und Entwicklungscenter von Toyota. 2021 besiegelte er dann seine Promotion: Dafür beschäftigte er sich intensiv mit technischen Sicherheitsnachweisen für Timing-Verhalten von teils auch verteilten eingebetteten Systemen. Mit dem anschließenden Einstieg bei der Volkswagen AG betreute er das Technologiefeld Schwarmdaten, das in Fahrerassistenzsystemen eingesetzt wird, und brachte diese mit in Serie und auf die Straße. Nach diesen Stationen in der Automobilbranche verschlägt es Mischa Möstl nun für seine Professur nach Niederbayern.
Für die THD hat sich Dr. Möstl ganz bewusst entschieden. Einerseits kann er hier seinen beiden Passionen, der Lehre und der Forschung, gleichermaßen nachgehen. Andererseits möchte er zur Weiterentwicklung des lösungsorientierten und forschungsstarken Umfelds der THD beitragen. Die Faszination für sein Fachgebiet beschreibt Möstl ganz einfach: „Spannend – durch stetigen Fortschritt. Herausfordernd – durch stets neu aufkommende Komplexität aufgrund des Fortschritts. Und sinnstiftend – für zuverlässige Sicherheit.“
Vorlesungen, die um die Ecke denken, und Forschung, die die großen und kleinen Computer im Alltag sicherer macht
Seine mitunter größte Stärke, die den Studierenden an der THD künftig zugutekommen wird, sei seine Geduld beim Erklären. „Sie dürfen sich auf Lehre freuen, die dazu animiert, auch mal um die Ecke zu denken“, gibt Mischa Möstl Ausblicke auf seine zukünftigen Vorlesungen an der THD.
Weiter beschreibt sich der 40-Jährige als offen für Neues. Er sucht lieber nach echten Lösungen für Probleme, als sich nur mit der Symptombekämpfung auseinanderzusetzen. Ein besonderes Augenmerk von Möstls Forschungsarbeit liegt im Bereich von KI-Beschleunigerarchitekturen für den Einsatz in funktional sicheren Systemen. Das sind Bereiche, wie etwa die Luftfahrt, die aufgrund des stringenten Sicherheitsgedankens große Herausforderungen haben, KI-Technik in ihrer Domäne nutzbar zu machen. Besonders wichtig ist ihm dabei der Blick für Teamarbeit, die es brauche, um Gutes zu bewegen. Lösungen brauchen Zeit, um einen für alle machbaren Weg zu finden. Dazu gehört für ihn auch, neue Kontakte in die Region für Forschung und Entwicklung aufzubauen.