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Grüner Wasserstoff gilt als Energieträger der Zukunft, besonders da die gewonnene Energie emissionsfrei erzeugt wird und längerfristig speicherbar ist. Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) gewinnt mit Dr. Bernd Kuhn einen wissenschaftlich und wirtschaftlich erfahrenen Experten auf diesem Fachgebiet. Am 1. März beginnt er seine Professur am Technologie Campus Wörth-Wiesent (TCWW).

Bernd Kuhns Laufbahn steht im Zeichen nachhaltiger Energie. Zunächst studierte er Umwelttechnik mit Schwerpunkt Energietechnik, wonach er als Technologiespezialist für Wasserstoff und Hochtemperaturbrennstoffzellen bei der BMW AG aktiv war. Während dieser Anstellung entwickelte er – abgeordnet ans Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und anschließend ans Forschungszentrum Jülich GmbH – Leichtbau-Hochtemperaturbrennstoffzellen für mobile Anwendungen. Diese erreichen einen hohen Wirkungsgrad bei vergleichsweise kleiner Bauweise und sind bei Betrieb mit Wasserstoff emissionsarm. Berufsparallel promovierte er an der Technischen Universität Clausthal vom Diplomingenieur zum Doktoringenieur. Vor seiner Berufung an der THD war er an der Hochschule RheinMain in Rüsselsheim bereits Professor für Wasserstofftechnologie und Energiespeicher.

Mit der Anstellung am TCWW kehrt der gebürtige Schwandorfer, der sich selbst als kreativ, intuitiv und humorvoll, aber manchmal etwas zu perfektionistisch beschreibt, in seine oberpfälzische Heimat zurück. Ein Plus für die Studierenden, denn sie erwarten innovative Inhalte und ein stehts offenes Ohr. Die THD als junge Hochschule bietet ihm ein dynamisches Umfeld für Innovation, so der 49-jährige. Er freut sich zudem auf die kreative Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen sowie den regionalen Unternehmenspartnern.

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Wer beim Shopping im Netz auf scheinbar maßgeschneiderte Produktempfehlungen trifft, begegnet Künstlicher Intelligenz (KI). Indem sie das Konsumverhalten von Usern analysiert und auswertet, können optimierte, individuelle Einkaufserlebnisse gestaltet werden. Dr. Michael Scholz ist Experte für E-Commerce und betriebswirtschaftliche Anwendung von KI-Systemen. Seit 2020 ist er am Technologiecampus Grafenau bereits Leiter des Bereichs Business Data Analytics and Optimization, zum 1. März beginnt er seine Professur an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD).

Der studierte Wirtschaftsinformatiker entschloss sich erst kurz vor seinem Abschluss für die Promotion. Ausschlaggebend war damals ein Generationenwechsel der Professorenschaft, der dazu führte, dass Studierende wesentlich stärker in Forschungsprojekte eingebunden und die Lehrangebote signifikant interaktiver wurden. Für Dr. Scholz lebt die Forschung durch die aktive Beteiligung von Studentinnen und Studenten, nicht nur als Mitarbeitende, sondern auch als Probanden. Dabei setzt er auf mehr als rein analytische Methoden: „Ich möchte die Strukturen für empirische Forschung an der THD stärken und Studierende dazu motivieren, sich an Studien zu beteiligen und die Forschung aktiv mitzugestalten.“ An der THD sieht der 43-jährige optimale Voraussetzungen, da sie eine der forschungsstärksten Hochschulen Deutschlands ist und gleichzeitig engen Wissensaustausch mit regionalen Unternehmen pflegt. Über seine Fakultät Angewandte Informatik hinaus, freut er sich zudem auf regen Diskurs mit verschiedenen Fachbereichen und Kulturen.

Die Professur ist nicht neu für den gebürtigen Sachsen-Anhalter: Acht Jahre lang war er bereits Juniorprofessor an der Universität Passau, währenddessen auch ein Jahr Gastprofessor an der Universität Innsbruck. Bevor er sich für den Technologiecampus Grafenau entschied, arbeitete er als Senior IT-Consultant für die msg systems AG. In mehreren Forschungsaufenthalten in Finnland – an der Univeristy of Jyväskyla und der University of Turku – forschte er ebenfalls im internationalen Umfeld.

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Im Erlebniszentrum Digitale Gesundheit der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) heißt es „Entdecken, Reinschnuppern und Ausprobieren“. Das Projektteam von DeinHaus 4.0 stellt ab März vor Ort in einer kostenlosen Vortragsreihe verschiedene Aspekte des Themas „Länger Leben Zuhause“ in den Fokus.

Den Anfang macht der Vortrag „Herz-Kreislauf – digitaler Treibstoff für den Motor des Lebens“ am Mittwoch, den 6. März. Am 25. April widmet sich das Team des Projekts DeinHaus 4.0 dem Thema „Ernährung / Diabetes – digital den Kurs ändern“. Am 12. Juni geht es um die Physiologie und richtige Bewegung im Vortrag zu bewegungsbezogener Gesundheitskompetenz. „Wundversorgung und Gesundheitsförderung – zu Hause pflegen leichter gemacht“ lautet der Titel der Veranstaltung am 11. Juli. Nach der Sommerpause widmen sich die Referenten am 25. September dem Thema „Demenz“ und präsentieren Alltagshelfer für Schutz, Spaß und Training. Den Abschluss der Vortragsreihe bildet am 24. Oktober die Veranstaltung „Einsamkeit – auch digital sozial“.

Die Vorträge finden jeweils von 17 bis 19 Uhr an der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften (AGW) statt. Nach einem einführenden Fachvortrag präsentiert das Projektteam von DeinHaus 4.0 zu den jeweiligen Schwerpunktthemen verschiedene technisch-digitale Geräte, die direkt getestet und ausprobiert werden können. Auch alle anderen Geräte im Erlebniszentrum Digitale Gesundheit stehen den Teilnehmenden an den Veranstaltungstagen zur Verfügung. So lernen die Anwesenden vielfältige Möglichkeiten kennen, um lange und selbstbestimmt Zuhause zu leben.

Weitere Informationen zur Vortragsreihe und Anmeldung unter www.deinhaus4-0.de/ezdg_vortragsreihe_anmeldung und telefonisch unter 0991/3615-615. Das Erlebniszentrum Digitale Gesundheit befindet sich in Deggendorf, Land-Au 27.

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Bei der Anfang Februar veröffentlichten Erhebung von hochschule dual, Bayerns Netzwerk für duales Studieren, schnitt die Technische Hochschule Deggendorf (THD) wieder sehr gut ab. Die erhobenen Daten beziehen sich auf Studierende in Bayern im Wintersemester 2023 / 24 und zeigen, dass die THD im Bereich des dualen Studiums zulegen konnte.

Von den insgesamt 8.500 Studierenden der THD sind derzeit knapp 10 Prozent, also über 800 junge Menschen dual Studierende. Als solche absolvieren sie entweder ein Verbundstudium oder ein Studium mit vertiefter Praxis. Beide Varianten sind eng mit der Wirtschaft verzahnt und bringen dadurch besonders gut ausgebildete Fachkräfte hervor. Egal ob als Verbundstudium, welches ein Vollzeitstudium an der THD mit einer gleichzeitigen Berufsausbildung im Betrieb verbindet, oder einem Studium mit vertiefter Praxis, in dem das Vollzeitstudium mit intensiven Praxisphasen im Unternehmen kombiniert wird, der Trend zum dualen Studium ist da. „Die Zahlen der Erhebung von hochschule dual belegen eindeutig den Erfolg des Formates an der THD und zeigen, dass der Bedarf für ein praxisorientiertes Studium in enger Verzahnung mit den Betrieben, sowohl bei Studierenden als auch in der Wirtschaft, da ist.“ so Stefanie Möginger vom Career Service der THD. „Das duale Studium, egal ob im Verbund oder mit intensivierter Praxis, bietet die perfekte Antwort auf den aktuell herrschenden Fachkräftemangel“, so Möginger weiter.

Sowohl Verbundstudium als auch das Studium mit vertiefter Praxis werden an der THD studiengangübergreifend an allen acht Fakultäten angeboten. Das bietet sowohl den Betrieben als auch den Studierenden eine Vielzahl an Möglichkeiten und Vorteilen. Interessierte Unternehmen oder Schülerinnen und Schüler können sich per E-Mail an dual@th-deg.de wenden. Weitere Informationen finden sich außerdem auf der Website der THD unter https://www.th-deg.de/duales-studium.

 

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Die 14. Internationale Konferenz zur Erforschung der Dienstleistungswissenschaft, die IESS 2.4, versammelte vom 7. bis 9. Februar Fachleute aus Wissenschaft und Dienstleistungsbranche in Brünn, Tschechische Republik. Unter dem Motto "Dienstleistungswissenschaft zur Förderung der Intelligenzsteigerung“ diskutierten die Teilnehmenden die steigende Relevanz von Dienstleistungssystemen und deren Auswirkung auf die Gesellschaft. Im Rahmen der Veranstaltung wurde eine wissenschaftliche Arbeit von Forschenden des European Campus Rottal-Inn (ECRI) ausgezeichnet.

Die Dienstleistungswissenschaft erforscht die Interaktion zwischen Anbietenden und Kunden, einem komplexen System aus Menschen, Prozessen, Technologien und Ressourcen, das den emotionalen Aspekt menschlicher Intelligenz mit den rationalen Methoden künstlicher Intelligenz verbindet. Neben Workshops und einer Plenumssitzung, bot das Programm Raum, wissenschaftliche Abhandlungen zu diskutieren und zu ehren. Den Best Paper Award erhielt eine Forschungsarbeit von Prof. Dr. Mouzhi Ge, Jessica Ohnesorg (wissenschaftliche Mitarbeiterin), Nazek Fakhoury und Noura Eltahawi (studentische Hilfskräfte) vom Pfarrkirchener Campus der Technologischen Hochschule Deggendorf. In "A Review of AI-Based Trust Management in Smart Cities" – eine Bewertung von KI-basiertem Vertrauensmanagement in Smart Cities – erläutert das vierköpfige Team, vor welchen Herausforderungen der Einsatz von KI im öffentlichen Raum steht und wie das Vertrauen darin gesteigert werden kann.

Die IESS 2.5 findet im Februar 2025 an der Universität Neapel Parthenope in Italien statt. Im Zentrum steht das Thema Towards socially conscious service systems design – Auf dem Weg zur sozial verantwortungsbewussten Gestaltung von Dienstleistungssystemen. Die Konferenz nimmt sich damit zur Aufgabe nicht nur den wirtschaftlichen Aspekt von Dienstleistungssystemen zu diskutieren, sondern auch deren soziale und ethische Bedeutung in den Fokus zu rücken.

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Am 29. Februar ab 10 Uhr lädt die Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften (AGW) der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) sämtliche Einrichtungen der Sozialen Arbeit zum Fachaustausch ein. Der niederbayerische Fachtag »G’sund & Sozial« findet auf dem Hauptcampus der THD statt und bietet die Gelegenheit, mehr über aktuelle Entwicklungen in der Sozialarbeit sowie über den Studiengang »Soziale Arbeit«, der zum Wintersemester 2024/25 an der Hochschule starten soll, zu erfahren.

Wie kann man dem enormen Fachkräftemangel in der Region entgegenwirken? Wie lassen sich Soziale Arbeit und Gesundheit verknüpfen? Wie kann die Zusammenarbeit der THD mit sozialen Einrichtungen im weiten Umfeld intensiviert werden? Zu diesen und anderen aktuellen Fragen erhalten die Teilnehmenden am Campus Deggendorf Einblicke in die neuesten Entwicklungen der Sozialen Arbeit. Darüber hinaus wird es ausreichend Raum für den Austausch mit Fachkolleginnen und -kollegen geben.

Hochkarätige Gäste aus der Politik wie Staatsministerin Ulrike Scharf und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich sowie interessante Impulsvorträge runden die Veranstaltung ab. Der Fachtag richtet sich an Einrichtungsleitungen aus dem breiten Spektrum der Sozialarbeit, beispielsweise Jugendämter, Beratungsstellen, Kindergärten, Behindertenhilfe oder Obdachlosenhilfe. Er wird in enger Kooperation mit der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG) Deggendorf ausgerichtet. In der Mittagspause gibt es ein Get-Together mit Catering für intensiven Austausch und Vernetzung.

Eine Anmeldung ist ab sofort kostenlos unter www.th-deg.de/gsund-sozial-anmeldung möglich. Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung: https://www.th-deg.de/de/veranstaltung?id=11227592

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Anfang März beginnen wieder zahlreiche junge Menschen ihr Studium an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), viele davon aus einem anderen Land und Kulturkreis. Damit die internationalen Studierenden Deggendorf und Umgebung sowie die hießigen Gepflogenheiten kennenlernen können, bietet die THD wieder das Host Family Programme an und sucht im Rahmen dessen Kulturbotschafter bzw. Gastfamilien.

Deggendorf hat viel zu bieten, besonders im Frühjahr und Sommer. Dass in der Strandbar an der Donau so richtig Urlaubsfeeling aufkommt oder was es mit der Knödlwerferin eigentlich auf sich hat, wissen gerade die internationalen Studierenden der THD jedoch nicht. Dafür braucht es Einheimische, die den jungen Menschen ihre Heimat und deren Bräuche näher bringen. Das Host Family Programme der THD macht genau das: Es bringt Menschen aus der Region mit Studierenden verschiedener Länder zusammen. Der Ablauf ist dabei ganz einfach. Die Hochschule stellt den Kontakt her und die Gastfamlien entscheiden selbst wie oft und in welchem Umfang sie sich mit den Studierenden treffen. Wichtig ist, dass es Spaß macht!

Die Studierenden haben alle ein Zimmer vor Ort, sie suchen also kein Quartier. Es geht einfach um den persönlichen Kontakt. Vor Sprachbarrieren brauchen die Gastfamilien keine Angst haben. Die meisten Studierdenden können sehr gut Deutsch und freuen sich, ihre Sprachkenntnisse im Gespräch mit Einheimischen anzuwenden. Die Gastfamilien wiederum lernen das jeweilige Land der Studiernden, seine Bewohner und deren Kultur kennen. Nicht zuletzt werden auch Freundschaften geschlossen und das Miteinander bereichert.

Weitere Informationen und das Antragsformular für das Host Family Programme finden sich auf der Website unter www.th-deg.de/hostfamily. Für Fragen steht Marion Löfflmann per Mail an marion.loefflmann@th-deg.de zur Verfügung.

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Mit der Vernissage der Ausstellung „Immersive PopUp Stories 2“ am Donnerstag, 15. Februar bietet die Technische Hochschule Deggendorf (THD) den Besucherinnen und Besuchern ein außergewöhnliches Erlebnis mitten in Deggendorf. Im V-Lab der Hochschule können sie Virtual Reality PopUp Stories selbst erleben. Los geht’s um 19 Uhr in der Veilchengasse in Deggendorf.

Die Ausstellung ist das Ergebnis von Projektarbeiten, welche Studierende im fünften Semester der Vorlesung Interaktive Medien im Studiengang Medientechnik der THD, umsetzten. Betreut durch Prof. Stephan Windischmann, Franziska Rieder und Lorenz Wintersperger transformierten sie die Idee eines PopUp Kinderbuchs in eine virtuelle und interaktiv erfahrbare dreidimensionale Szenographie. Dabei war die Entscheidung des Inhalts, des Storytelling und die Gestaltung der Szenen ganz der Kreativität der Studierenden überlassen. Herausgekommen ist eine einzigartige Sammlung von „Neuen Formen der Realität“, die die Besucher dazu einladen in fantastische virtuelle Welten einzutauchen und spielerisch zu erforschen. An den vier vollausgestatteten Spielstationen im V-Lab der THD können Besucherinnen und Besucher die „Immersiven Erfahrungen“ im Rahmen der Ausstellung „Immersive PopUp Stories 2“selbst erleben.

Die Vernissage findet am 15. Februar ab 19 Uhr in der Veilchengasse in Deggendorf statt. Für alle, die es am Donnerstag nicht zur Eröffnung schaffen, öffnet das V-Lab am Freitag, 16. Februar von 10 Uhr bis 17 Uhr nochmals die Türen und lädt alle Interessierten ein, die virtuellen Welten selbst zu erforschen.

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Das Potenzial von Reaktivierungen von Schienenwegen im ländlichen Raum wird längst nicht ausgeschöpft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) und des International Maglev Board, an der sich 115 Reaktivierungsprojekte in ganz Deutschland beteiligt haben. Bislang hat nur ein Zehntel der Initiativen erfolgreich eine Strecke wiederbeleben können.

Ziel der Studie war es, Faktoren für den Erfolg oder Misserfolg einer Reaktivierung herauszufinden, damit Strecken künftig schneller wiederbelebt werden können. Der wissenschaftliche Leiter der Studie, Prof. Johannes Klühspies, sagte: „Als größtes Hindernis bei den Projekten gilt die sogenannte Wirtschaftlichkeitshürde, also dass die Reaktivierung sich betriebswirtschaftlich rechnen müsse. In Bayern ist hierbei insbesondere das formale Kriterium der mindestens 1.000 Fahrgäste pro Werktag ein echtes Problem. Und auch die Sicherung von Anschlüssen an den neuen Haltepunkten ist im ländlichen Raum eine große Herausforderung. Hier wünschen sich die Akteure vor Ort eine stärkere Unterstützung vonseiten der Politik.“

Eine weitere Erkenntnis der Studie: Der Güterverkehr wird bei den Streckenreaktivierungen in der Regel von den Akteuren vor Ort vernachlässigt. Prof. Johannes Klühspies: „Die Initiativen vor Ort haben oft nur den Personenverkehr im Blick. Denn beim Güterverkehr sind häufig zusätzliche Investitionen erforderlich, weil es um höhere Lasten geht als im Personenverkehr. Auch Ladestraßen und Güterumschlagsflächen wären hier dringend einzuplanen. Es braucht also die richtigen Anreize, damit auch der Schienengüterverkehr bei den Reaktivierungen sinnvoll integriert wird.“

Die Studie ist unter dem Link https://www.researchgate.net/publication/376381172_Aspekte_des_Mobilitatsmanagements_Erfolgsfaktoren_fur_eine_Reaktivierung_regionaler_Bahnstrecken verfügbar

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Die Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften (AGW) an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), plant einen Studiengang Soziale Arbeit, um dem hohen Fachkräftemangel in der Region entgegenzuwirken. Der neue Bachelor-Studiengang soll bereits zum Wintersemester 2024/25 starten. Am 29. Februar findet dazu der Fachtag „G`sund und Sozial“ mit Fachvorträgen am Campus der THD statt.

Laut Institut der Deutschen Wirtschaft gilt die Soziale Arbeit als der Beruf mit den größten Fachkräftelücken, noch vor den Berufen der Kindererziehung und der Altenpflege. Die Gründe dafür sind vielfältig, da die Nachfrage nach Sozialarbeitern in vielen Bereichen gestiegen ist. In den letzten Jahren wurde die Schulsozialarbeit immer weiter ausgebaut und im Zuge der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes wurden mehr Einrichtungen der Behindertenhilfe bewilligt. Hinzu kamen die Auswirkungen der Corona-Krise sowie die Erweiterung der Flüchtlingshilfe.

Mehrere Bedarfsabfragen der THD, in Zusammenarbeit mit der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG) Deggendorf, haben die Dringlichkeit und Wichtigkeit eines Studiengangs Soziale Arbeit in Deggendorf verdeutlicht: Laut den befragten regionalen Einrichtungen gibt es derzeit knapp 100 unbesetzte Stellen, mit steigender Tendenz in den nächsten Jahren. Dem stehen circa 700 Schülerinnen und Schüler der zweiten beziehungsweise dritten Jahrgangsstufe im größeren Einzugsgebiet gegenüber, die derzeit die Fach- und Berufsoberschulen (FOS/BOS) mit dem Sozial-Zweig besuchen.

Geplant ist, den Studiengang zusätzlich in dualer Form anzubieten. Studierende sollen von vertiefter Praxiserfahrung profitieren und Einrichtungen von frühzeitigen Kontakten zu potenziellen Mitarbeitern.

Die Fakultät AGW plant am 29. Februar einen kostenlosen Fachtag mit dem Titel „G’sund und Sozial“ auf dem Campus der THD. Ziel ist es, die Kooperation mit sozialen Einrichtungen im weiten Umfeld zu intensivieren. Landrat Bernd Sibler und Dr. Olaf Heinrich werden ein Grußwort sprechen und der aktuelle Stand zum Studiengang Soziale Arbeit wird vorgestellt. Außerdem sind spannende Fachvorträge zum Thema geplant. Eine Anmeldung ist ab sofort kostenlos unter https://survey.th-deg.de/index.php/194273?lang=de möglich.

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Was haben Enzyme, Biokatalyse, Mikroplastik und Gesundheit gemeinsam? Sie alle fallen in den Fachbereich des Bioengineering-Experten Dr. Jeff Wilkesmann, der zum 1. März seine Professur für Bioengineering - Application, Industrialisation and Scaling an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) antritt. Der 51-jährige wird sein umfassendes Wissen künftig am BITZ II in Oberschneiding einbringen, wo er das Transformations Lab aufbauen sowie Forschung und Innovation aus dem Bereich der „Bioengineering“ unmittelbar in den Markt transformieren wird.

Bioengineering bedeutet, Prinzipien der Ingenieur- und Naturwissenschaften auf Gewebe, Zellen und Moleküle anzuwenden. Der Einsatzbereich ist daher breit und schließt Gesundheitswesen, Landwirtschaft und Umwelt ein. In seinem Forschungsgebiet fokussiert sich Dr. Jeff Wilkesmann bisher hauptsächlich auf Enzyme und Biokatalyse und untersuchte beispielsweise die Auswirkungen von Mikroplastik auf unsere Gesundheit. Den Grundstein für seine akademische Laufbahn legte der gebürtige Venezolaner an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Dort promovierte er 2002 in Biochemie, bevor er in sein Heimatland zurückkehrte, wo er 2012 an der University of Carabobo habilitierte und als Professor tätig war. Nach Stationen an der Durham University, der Hochschule Mannheim, der DHBW Mannheim und dem Europäischen Institut für Innovation und Technologie freut Wilkesmann sich besonders über die Professur an der THD. „Die Stelle habe ich sofort akzeptiert, und zwar aus vielfältigen Gründen. Die THD ist bekannt für ihre hervorragende Bildung und Forschung in verschiedenen technischen und wissenschaftlichen Bereichen. Darüber hinaus bietet sie ein sehr positives und unterstützendes Arbeitsumfeld. Man merkt schon, dass ein großer Wert auf Teamarbeit gelegt wird“, so Wilkesmann. Außerdem freut er sich über die günstige geographische Lage und dass Deggendorf eine so hohe Lebensqualität bietet.

„Zudem habe ich die Möglichkeit,“ so Dr. Jeff Wilkesmann das Transformation Lab Bioengineering am Bayerischen Innovations Transformations Zentrum (BITZ) Oberschneiding aufzubauen. Seit Mitte Oktober laufen bereits die Bauarbeiten in unmittelbarer Nachbarschaft zum BITZ I. Im Transformation Lab werden Innovationen aus dem Megatrend der »Sustainable Technology« mit fachgebietsübergreifenden, speziellen Versuchsanordnungen, wie zum Beispiel im Bereich der Herstellung synthetischer Proteine, für die Umsetzung erprobt und zu industrialisierungsfähigen Produkten standardisiert. Bei der Transformation innovativer Forschungsergebnisse in den Markt wollen wir die Geschwindigkeit garantieren, welche Disruption und klare Wettbewerbsvorteile im Bereich Bioengineering sichert. Dies wird nur in sehr enger Zusammenarbeit mit meinen Kollegen am BITZ gelingen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.“

Als Naturwissenschaftler liegt Neugierde in seinen Genen. Dazu gehören vor allem Beobachtung und Analyse, aber auch der Wille, Dinge zu bewegen. Er bringt die Sachen gerne auf den Punkt und zeichnet sich durch seine ruhige und freundliche Art aus. Davon profitieren besonders die Studierenden. Neben anspruchsvollen Vorlesungen liegt Professor Wilkesmann auch das Vermitteln von wichtigen Lebensaspekten und – werten am Herzen. Er will Kollaboration und offene Räume für Diskussion bieten. Der Austausch mit Studierenden und Kollegen prägen das Berufsleben von Jeff Wilkesmann immer wieder aufs Neue und er hört sich gerne auch Lebensgeschichten seiner Mitmenschen an. Die Erkenntnis, dass Freiheit ein kostbares Gut ist, das nicht allen Menschen offensteht, hat seine Perspektive als Naturwissenschaftler und Mensch nachhaltig geprägt.

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Die Radiologie ermöglicht den Blick auf krankheitsbedingte Gewebeveränderungen im menschlichen Inneren. Künstliche Intelligenz (KI) kann die Bildgebung ergänzen, um Abweichungen zu erkennen, bevor sie selbst erfahrenen Medizinern auffällig erscheinen. Experten wie Dr. Christian Rummel erforschen Methoden, um KI für Diagnosezwecke wie diese einzusetzen. Am 1. Februar beginnt er seine Professur am European Campus Rottal-Inn (ECRI).

„Ich interessiere mich dafür, wie man KI für die medizinische Diagnostik so einsetzen kann, dass die einzelne Patientin oder der einzelne Patient davon profitiert,“ so Dr. Rummel, der an der Technischen Universität München in Theoretischer Niederenergie-Kernphysik promovierte. In einem anschließenden Forschungsprojekt in Cuernavaca, Mexico richtete er seine Kompetenzen auf den Anwendungsbereich Medizin aus. Dort forschte er an mathematischen Formeln zur Analyse von Hirnsignalen in Epilepsiefällen. Am Inselspital, Universitätsklinikum Bern, spezialisierte er sich auf neuroradiologische Bildgebungsverfahren. Dazu arbeitete er unter anderem an der Akquise und Auswertung von simultan gewonnenen Daten aus Elektroenzephalogrammen (EEG) und Magnetresonanztomographien (MRT). Es prägte ihn zu sehen, wie ausgesprochen unterschiedlich die Voraussetzungen für die Gesundheitsversorgung global sein können. Deshalb möchte er über „den europäischen Tellerrand“ hinausdenken und seine Forschungsergebnisse barrierefrei zugänglich machen. Für ihn steht fest, dass KI die medizinische Versorgung weltweit verbessern kann, aber nur wenn man sich aktiv dafür einsetzt.

In Zukunft möchte er in seiner Position als Professor die Studierenden dafür begeistern, KI-Anwendungen für die Gesundheitsversorgung zu entwickeln. Den ECRI, der ihm bereits als Gastdozierender bekannt ist, betrachtet Rummel als großen kreativen Gestaltungsraum, um zukunftsweisende Forschungsprojekte zu realisieren.

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Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) ist von nun an eine der Gründungshochschulen des neuen Fachbereichstages Therapiewissenschaften (FBTT). Der Verein hat sich aus dem Hochschulverbund Gesundheitsfachberufe (HVG) herausgelöst und agiert nun völlig eigenständig. Dem FBTT gehören neben der THD 14 weitere Hochschulen aus ganz Deutschland an.

Die Unabhängigkeit des FBTT eröffnet den Gründungshochschulen neue Möglichkeiten, die hochschulische Qualifizierung in den Therapieberufen (Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie/Sprachtherapie) weiter voranzutreiben.

„Gerade für die Physiotherapie ist dies ein wichtiger Schritt, um den Beruf zu professionalisieren und die Qualität der Gesundheitsversorgung zu verbessern.“, so Prof. Dr. Stephanie Hecht, Studiengangsleiterin Physiotherapie an der THD. Die Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften habe in diesem Rahmen zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Physiotherapiewissenschaft (DGPTW) am "Qualifikationsprofil B.Sc. Physiotherapie" gearbeitet, um die Potenziale hochschulisch qualifizierter Physiotherapeuten und -therapeutinnen im Gesundheitswesen besser sichtbar zu machen. Das Qualifikationsprofil biete, so Hecht, nicht nur Orientierung für Studieninteressierte, sondern auch einen klaren Rahmen für Politik und Unternehmen, die auf hochqualifizierte Fachkräfte setzen.

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Community Health Care bezeichnet eine Form der Gesundheitsversorgung, die den Blick auf die spezifischen Bedürfnisse definierter Gruppen und Regionen richtet. Das in Deutschland noch junge Forschungsgebiet wird mit Dr. phil. Susanne Katharina Heininger zukünftig Teil des Forschungs- und Lehrplans an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD). Die Spezialistin für medizinische Professionalisierungsprozesse und Versorgungsstrukturen beginnt am 1. Februar ihre Professur am Gesundheitscampus Bad Kötzting.

Für die Hochschullehre bringt die gebürtige Bambergerin Erfahrungen aus zahlreichen nationalen und internationalen Forschungsprojekten mit. „Die zukunftsweisende Ausrichtung und forschungsstarken Strukturen der THD ermöglichen mir, an Lösungsansätzen für die Herausforderungen im Gesundheitswesen mitwirken zu dürfen,“ so Dr. Heininger. Ihr größtes Anliegen ist es, bereits vorhandenes Wissen praktisch nutzbar zu machen. Es ist ihr daher wichtig als Professorin die Studierenden der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften zu mutigen Ideen und innovativen Ansätzen zu motivieren.

Den Grundstein ihrer akademischen Laufbahn legte sie an der Technischen Universität München, wo sie Gesundheits- und Pflegewissenschaften sowie Berufspädagogik studierte. Dort schloss sie ebenfalls ihre Promotion in Empirischer Bildungsforschung zur Bewertung der Qualität wissenschaftlicher Evidenz ab. Mit einem Master in Health Business Administration an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg erweiterte sie ihr Profil in Richtung medizinische Versorgungsstrukturen. Aktuell ist sie in der Geschäftsführung des PSU-Akut e.V. (Psychosoziale Unterstützung für medizinisches Personal) tätig und engagiert sich in der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Privat steht jedoch die Zeit mit ihrer Familie und ihren Kindern an erster Stelle.

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Fehler entdecken, bevor sie passieren: Machine Learning macht es möglich. Mittels Algorithmen und Modellen können Systeme entwickelt werden, die Muster in Datensätzen erkennen und ihre Prozesse selbstständig weiterentwickeln. Mit Dr. Tim Weber gewinnt die Technische Hochschule Deggendorf (THD) einen Experten auf diesem Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz (KI). Am 1. März wird er am Campus Cham seine Professur antreten.

Seine ersten Forschungserfahrungen sammelte Dr. Weber in der Biomechanik, der Studie von Bewegungsapparaten lebender Organismen anhand mechanischer Prinzipien. Ausgehend von einem Praktikum am Royal College of Surgeons in Dublin, Irland, vertiefte er diese Forschung an der Ostbayerischen Technischen Hochschule in Regensburg, später auch in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Regensburg. Seine Spezialisierung auf maschinelles Lernen im Produktionsbereich entwickelte sich als Leiter der Werkstofftechnik der Zollner Elektronik AG. Dabei erregte besonders das große Potential „verborgener Datenschätze“ entlang des Produktlebenszyklus sein Interesse.

Mit den Studierenden der Fakultät Angewandte Naturwissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen wird der 38-jährige zukünftig sein Wissen teilen und die Forschung weiterführen. Dabei steht eines fest: Intelligente Maschinen und Systeme können nur so viel leisten, wie zuvor an fachlicher Kompetenz in die Algorithmik eingeflossen ist. Am Campus Cham, der eng mit regionalen Unternehmen zusammenarbeitet und einen intensiven Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Industrie betreibt, trifft er damit auf ein Forschungsumfeld mit optimalen Voraussetzungen.

Aber nicht alles im Leben des gebürtigen Hannoveraners, der seit 37 Jahren Bayern seine Heimat nennt, dreht sich um Wirtschaft und KI. Er bezeichnet sich selbst als empathischen Ingenieur mit viel Liebe zum Detail und absoluten Familienmensch. Privat ist er Vater einer siebenköpfigen Familie mit Kindern im Alter von zwei bis elf Jahren.

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Auf die Frage nach einem effizienten und nachhaltigen Verkehrskonzept gibt es keine allgemeingültige Antwort. Oft sind die Bedürfnisse so individuell wie die Hürden. Im Lehrgang Mobilitätsmanagement werden Mitarbeitende von Gemeinden, Städten und Landkreisen vorbereitet, die Entwicklung entsprechend aktiv und individuell zu steuern. Das Format ist eine Kooperation des Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz und der Technischen Hochschule Deggendorf (THD). Lehrgangsleiter ist Mobilitätsprofi und THD-Professor Johannes Klühspies.

Den Kommunen kommt bei der Planung neuer Mobilitätskonzepte eine Schlüsselrolle zu, denn vielmehr als standardisierten Vorgaben zu folgen, müssen individuelle Lösungen für die jeweilige Region erarbeitet werden. Sie sind vor Ort mit den betroffenen Gremien und den dort lebenden Menschen geschickt auszuhandeln. Um diesen Anforderungen gerecht werden zu können, bedarf es eines tiefen Verständnisses von Planung, Organisation, Umsetzung und Beeinflussung des Verkehrs. Welche Chancen und Herausforderungen bringt die Mobilitätswende und welche Möglichkeiten der Finanzierung gibt es? Auch für kleine Kommunen? Wie gestalten sich zukünftige Mobilitätstrends, wie entwickelt man eigene, passgenaue Lösungen und was kann man von Anderen lernen? All dies behandelt und beinhaltet der Lehrgang »Kommunales Mobilitätsmanagement«. Das Angebot richtet sich nicht nur an Mitarbeitende von Kommunen, Landratsämtern und weiteren Behörden, sondern grundsätzlich an alle Akteure, die sich fachlich für eine Zukunft mit innovativer Mobilität fit machen wollen.

Anmeldeschluss und Lehrgangsbeginn ist der 15. März. Das Grundlagenmodul kann online über die Virtuelle Hochschule Bayern (VHB) bis zum 15. Juli in Eigenstudium bearbeitet werden. Das erfolgreiche Bestehen qualifiziert für das Präsenzmodul am 7. und 8. November in Amberg. Vorab gibt es eine unverbindliche Infoveranstaltung am Freitag, 2. Februar, um 10.30 Uhr via ZOOM. Weitere Informationen unter www.zv-kvs.de/lehrgang/.

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In Davos wurde dieses Jahr parallel zum World Economic Forum das AI House, eine Plattform für den Wissensaustausch im Bereich Künstliche Intelligenz (KI), ins Leben gerufen. Als Experte für KI nahm auch Prof. Dr. Patrick Glauner von der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) an der Veranstaltung vom 15. bis 19. Januar teil. Die Events brachten weltweit führende Wirtschaftsexperten, Politiker, Wissenschaftler, gesellschaftliche Akteure und Journalisten zusammen, um über aktuelle globale Fragen zu diskutieren.

Als Teilnehmer an der Diskussionrunde zu KI und Bildung berichtete Glauner von seiner Arbeit an der THD und der engen Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Weiterhin stellte er vor, wie er regionale Schulen –  im Rahmen des vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus durchgeführten Fördermaßnahme »Profilschulen für Informatik und Zukunftstechnologien« – beim Aufbau von KI-Lehrangeboten unterstützt. Zudem konnte er in den Gesprächen seine Erfahrungen zu KI-Regulierung aus seiner Tätigkeit als Sachverständiger im Deutschen Bundestag, in der französischen Nationalversammlung und im luxemburgischen Parlament teilen.

In Davos traf er auch auf andere bayerische Vertreter wie beispielsweise den neuen Bayerischen Staatsminister für Digitales Dr. Fabian Mehring MdL. „Ich habe viele Impulse für meine zukünftige Arbeit mitgenommen“, fasst Glauner zufriedenstellend seine Woche im Expertenforum zusammen. Er freue sich auf viele Folgegespräche mit alten und neuen Kontakten und möchte im nächsten Jahr wieder nach Davos reisen.

Bei Fragen zu KI steht Prof. Dr. Glauner unter patrick.glauner@th-deg.de oder 0991/3615-453 auch gerne direkt als Ansprechpartner zur Verfügung.

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Was heißt Künstliche Intelligenz (KI) überhaupt? Und können KI-Systeme denken? Menschen sind sie jedenfalls nicht, doch was steckt dahinter? Wer „redet“ da mit uns? Wo finden wir KI-Systeme im Alltag? Genau diese Fragen möchte Informatik-Professor Dr. Markus Mayer in der nächsten Kinderuni der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) beantworten. Sie findet am Freitag, 26. Januar um 17 Uhr am THD-Campus statt. Alle Neugierigen ab acht Jahren sind herzlich eingeladen.

Die Kinderuni der THD wird vom MINT-Team der Hochschule organisiert. Die Veranstaltung findet im Raum B.004 am Campus der THD statt und dauert etwa eine Stunde. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Fleißige Besucherinnen und Besucher können Stempel für ihren Kinderuni-Pass sammeln. Erwachsene Begleitpersonen sind herzlich eingeladen, der Veranstaltung in den hinteren Reihen des Hörsaals zu folgen. Parkmöglichkeiten bestehen in der für diesen Zeitraum geöffneten Tiefgarage der THD am Ende der Edlmairstraße.

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Beinahe selbstverständlich nutzen Kinder immer früher elektronische Geräte wie Smartphones oder Tablets. Dabei ist ihnen oft nicht klar, was hinter der Steckdose eigentlich vor sich geht. Dieser und weiteren Fragen geht die nächste Kinderuni am European Campus Rottal-Inn (ECRI) auf die Spur. Die Vorlesung für Teilnehmende ab acht Jahren findet am Freitag, den 26. Januar um 17 Uhr statt.

In kindgerechter Sprache wird Stuart Daniel James, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ECRI, dem oft komplexen Thema Elektrizität nachgehen. Unter dem Titel „Der Strom kommt aus der Steckdose! Oder?“ widmet er sich Fragen zu Stromerzeugung, -übertragung und -wirkungsweise. Aufbauend auf Präsentationen werden die Kinder auf anschauliche Weise an das wissenschaftliche Thema herangeführt.

Die deutschsprachige Vorlesung dauert circa eine Stunde und kann ohne Voranmeldung besucht werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen beim Besuch der Vorlesung einen Kinderuni-Ausweis und dürfen sich nach fünf besuchten Vorlesungen über eine Überraschung freuen. Eltern oder Begleitpersonen sind ebenfalls herzlich willkommen. Organisiert wird die regelmäßige Kinderuni vom MINT-Team der Technischen Hochschule Deggendorf. Weitere Infos zur Kinderuni gibt es im Internet unter www.th-deg.de/kinderuni.

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Kaum eine Branche ist so alt wie der Bau und doch muss sie sich stets wandelnden Herausforderungen stellen. Das Ineinandergreifen von Umweltschutz, Politik und Wirtschaftlichkeit ist nur eine davon. Dr. Roland Augustin ist Experte auf diesem Fachgebiet, speziell Bauproduktentwicklung und -management. Ab dem 1. März 2024 wird er als Professor am European Campus Rottal-Inn (ECRI), einer Fakultät der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), sein Fachwissen weitergeben. 

Zu den Meilensteinen seiner Karriere zählt er den Aufbau der Nationalen Anti-Doping Agentur als deren erster Geschäftsführer sowie den weltweiten Aufbau einer Inspektions- und Zertifizierungsstelle für Eurofins Consumer Product Testing. Zuletzt war der 62-jährige verantwortlich für die Standort- und Prüfstellenleitung der Kiwa GmbH in Flörsheim-Wicker, das national und international als Baustoffprüflabor und unabhängiges Forschungsinstitut für polymere Baustoffe anerkannt ist. Als Professor möchte er in seinen zukünftigen Lehrveranstaltungen diesen Wissensschatz nicht nur in der Theorie teilen. Für ihn steht „fördern und fordern im Vordergrund“ und das bedeutet den regen Austausch mit den Studierenden. Diese werden sich auch in praktischen Studieneinheiten kreativ und ganzheitlich mit der Materie auseinandersetzen. Seine Industriekontakte hofft Dr. Augustin zu nutzen, um Möglichkeiten für vielseitige Praktika und Bachelorarbeiten zu schaffen. 

Mit dem Schritt an den ECRI kehrt der gebürtige Eggenfeldener zurück in seine Heimat Rottal-Inn. Die Entwicklung der THD in den letzten Jahren findet er nämlich bemerkenswert. Das internationale Umfeld der Studierenden und das Konzept der Universität in der Fläche betrachtet er als großes Potential einen modernen Studiengang zu gestalten und neue Forschungsthemen zu ergründen. Nachdem er lange Zeit im Rheinland wohnte und auch international tätig war, freut er sich zudem die Studierenden in Englisch zu unterrichten und sein „eingerostetes Bayrisch aufzufrischen“.  

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Das BITZ Oberschneiding beginnt das neue Jahr mit einem würdigen Auftakt der Reihe Innovationsforum BITZ OPEN. Am Donnerstag, 25. Januar spricht Svenja Lassen, Managing Director Germany des Startup-Investoren-Netzwerks GATEWAY VENTURES, zum Thema Warum wir alle von mehr Diversität in der Startup- und Investment-Szene profitieren. Beginn der Veranstaltung ist um 18 Uhr am BITZ in Oberschneiding.

In einer Welt, die von Innovation und Fortschritt getrieben wird, ist es unumgänglich, dass auch die Startup- und Investment-Landschaft vielfältiger wird. Darum ist Diversität nicht nur eine ethische Verpflichtung, sondern auch Motor für kreative Durchbrüche in der Startup-Welt. Dieser Gedanke steht im Fokus des Vortrags von Svenja Lassen. Dabei beleuchtet sie insbesondere, warum die Einbeziehung der weiblichen Perspektive bei der Entwicklung und Finanzierung von Innovationen von entscheidender Bedeutung ist. Die Besucher des BITZ OPEN erfahren von Svenja Lassen anhand konkreter Beispiele aus Wissenschaft, Medizin und Kultur, wie eine breitere Palette von Perspektiven nicht nur zu wirtschaftlichem Erfolg führt, sondern auch nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit hervorbringt. Außerdem bietet die Veranstaltung ausreichend Zeit für Fragen und gute Gespräche. Eine Anmeldung ist unter https://eveeno.com/220388378 möglich.

Svenja Lassen ist Managing Director Germany des Startup-Investoren-Netzwerks Gateway Ventures. Ihr Ziel ist es, den Anteil an Investorinnen nachhaltig zu erhöhen. Dafür gründete sie 2020 das Female Investors Network (FIN) für aktive wie angehende weibliche Business Angels und initiierte 2021 die Mission #25to25, um den Frauenanteil im Startup-Ökosystem bis 2025 auf 25% zu erhöhen. 2022 launchte sie die FIN-Academy, ein Online-Ausbildungs-Programm für angehende Business Angels. Dafür wurde sie 2023 mit dem ‘Female Finance Award’ von FOCUS Money ausgezeichnet.

Die Veranstaltungsreihe BITZ OPEN am Bayerischen Innovations Transformations Zentrum (BITZ) Oberschneiding der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) bietet Impulse zu den Themen Innovation und Transformation und Gelegenheit zum Netzwerken. Sie findet jeweils in ungeraden Monaten am BITZ statt.

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Ohne digitale Transformation keine Wettbewerbsfähigkeit. Doch wie können Unternehmen dieses Potential zielgerichtet nutzen? Durch aussagekräftige Datengrundlagen und lösungsorientierte Auswertungen. Genau das ist die Aufgabe der Shopfloor-Analytik, dem Fachgebiet von Dr. Nikolaus Urban, Experte für innovative Fertigungsverfahren mit langjähriger Industrieerfahrung. Ab dem 1. März verstärkt er die Technische Hochschule Deggendorf (THD) als Forschungsprofessor für Shopfloor-Analytik in der Unikatfertigung.

Als entscheidend für seinen Schritt nach Deggendorf nennt er die optimale Ausstattung der THD mit Laboren für Lehre und Forschung sowie starke, regionale Industriepartner. Darin sieht er ein großes Entwicklungspotenzial für seine eigene Forschung und für die Lehre seiner Studierenden. Diese möchte er mit einem „Werkzeugkoffer an digitalen Werkzeugen“ ausstatten, der sie nach ihrem Studium der Angewandten Naturwissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen (NuW) befähigt im Berufsleben fundierte Entscheidungen zu treffen.

Besondere Kompetenzen kann er auf seinem Fachgebiet Shopfloor-Analytik vorweisen – der Erfassung, Verarbeitung und Interpretation von Daten im Produktionsumfeld. Ziel ist es datengestützte, effiziente Prozesse zu gestalten, die die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens erhalten oder erhöhen. Mit seinen Forschungs- und Industrieprojekten möchte Dr. Urban dabei aktiv am Technologie- und Wissenschaftstransfer in der Region Deggendorf beitragen. Als besonders wichtig schätzt er es ein, eine Digitalisierungsstrategie zu entwickeln, die dem voraussichtlich steigenden Fachkräftemangel entgegenwirkt.

Nach seinem Studium des allgemeinen Maschinenbaus, arbeitete Dr. Urban als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Erlangen-Nürnberg und wurde dort nach nur drei Jahren Leiter des Technologiefeldes Additive Fertigung. Unter seiner Führung arbeiteten er und neun wissenschaftliche Mitarbeiter an insgesamt zwölf Forschungsprojekten. Es folgte die Promotion zum Doktor der Ingenieurwissenschaften mit dem Prädikat sehr gut bestanden. Außerhalb des universitären Umfelds ist der passionierte Jogger außerdem im Organisationskomitee der Elektromobilitätskonferenz IEEE – International Electric Drives Production Conference (E|DPC) – aktiv.

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Um internationale Austauschprogramme für Studierende und wissenschaftliches Personal der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) zu initiieren, ist Prof. Dr. Thiha Aung, Studiengangsleiter Physician Assistant, nach Bangkok gereist. Während seines Aufenthalts führte er unter anderem Kooperationsgespräche mit der Thonburi University und der Mahidol University.

Die medizinische Fakultät am Siriraj-Krankenhaus der Mahidol-Universität ist eine der beiden medizinischen Fakultäten der Mahidol-Universität und zugleich das älteste und größte Universitätsklinikum Thailands. Das Krankenhaus wurde 1888 von König Chulalongkorn gegründet. Aung vereinbarte vor Ort erste Maßnahmen für einen zukünftigen Austausch. So wurde zwischen der Thonburi University und der THD ein Letter of Intent zur Förderung von Austauschprogrammen unterzeichnet. Auch die zukünftigen Studierenden des Medizincampus Niederbayern sollen von dieser Kooperation profitieren.

Regelmäßige gemeinsame Online-Meetings im Rahmen eines deutsch-thailändischen Medizinforums zum wissenschaftlichen Austausch und zur Besprechung der nächsten Schritte beginnen Ende Januar.

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Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) veranstaltet zum dritten Mal das Fut3ch Symposium. Dieses findet am 10. und 11. Januar vor Ort in Deggendorf und virtuell über Zoom statt und vereint hochkarätige Redner aus führenden Unternehmen. Die Anmeldung zur Veranstaltung ist noch möglich.

Beim Fut3ch Symposium 2024 dreht sich alles um aktuelle und zukünftige Technologien und Entwicklungen der Branche, von Data Center Management bis hin zu Quantum Computing. Zwei Tage lang referieren Expertinnen und Experten aus führenden Unternehmen wie Intel, Siemens oder dem Leibnitz Supercomputing Zentrum in Vorträgen und Keynotes.

Ein Eckpfeiler des Fut3ch Symposiums wird wieder die Intel Quantum SDK Challenge sein, welche am Mittwoch, 10. Januar stattfindet und Tech-Enthusiasten, Akademiker und Studierende auf der spannenden Reise in die Quantenwelt zusammenbringt. Mit der anschließenden Abendveranstaltung findet der Tag seinen sozialen Höhepunkt bevor es am Donnerstag, 11. Januar mit Keynotes und Präsentationen weitergeht.

Das Fut3ch Symposium findet im Stadthotel Deggendorf (Östlicher Stadtgraben 13, 94469 Deggendorf) statt und ist kostenlos. Eine virtuelle Teilnahme über Zoom ist ebenfalls möglich. Informationen zu Programm und Anmeldung finden Interessierte unter: https://th-deg.de/fut3ch-symposium.

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Geschäftsführerwechsel in der ITC Innovations Technologie Campus GmbH. Zum 01.01.2024 tritt Prof. Dr. Veronika Fetzer die Nachfolge von Prof. Dr. Reinhard Höpfl an. Höpfl prägte den Wirtschaftsraum Deggendorf nicht nur als ehemaliger Präsident der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), sondern schuf auch als einer der Gründungsväter des ITC1 die Basis für ein vitales Gründungsökosystem. Nach über 20 Jahren erfolgreicher Tätigkeit am ITC1 verabschiedet sich Reinhard Höpfl zum Jahreswechsel in den verdienten Ruhestand und bleibt dem ITC1 als Beiratsvorsitzender erhalten. Gemeinsam mit dem langjährigen Geschäftsführer Thomas Keller wird Veronika Fetzer die Geschicke des ITC1 leiten.

Fetzer ist Bankkauffrau, promovierte Betriebswirtin und seit 2022 Professorin für das Fachgebiet Economy of Scale an der Technischen Hochschule Deggendorf. Neben der Lehre ist die Begleitung von aussichtsreichen Ventures zu skalierungsfähigen Unternehmen eine ihrer zentralen Aufgaben an der Technischen Hochschule Deggendorf. Zuvor war Fetzer in dem Regensburger Innovations- und Gründungszentrum Techbase für den Bereich Start-up-Förderung verantwortlich und leitete zudem das vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie Digitale geförderte Digitale Gründerzentrum Digitale Gründerinitiative Oberpfalz. Deggendorfs Oberbürgermeister Dr. Christian Moser freut sich: „Mit Veronika Fetzer gewinnen wir eine sehr erfahrene Kollegin, die sich in der Welt der Start-ups bestens auskennt und den ITC1 auf das nächste Level heben wird“.

„Der ITC1 ist DER zentrale Anlaufpunkt für technologieorientierte Unternehmen und Gründer:innen in der Region. Ich freue mich, dass ich gemeinsam mit dem gesamten Team des ITC1 dieses etablierte Ökosystem voranbringen darf. Zu den Themenschwerpunkten wird neben der Zusammenarbeit mit der Hochschule, der Ausbau des Unternehmensnetzwerks sowie der Ausbau des Investorennetzwerks gehören“, so Fetzer. Infos zum ITC1 finden Sie auf www.itc-deggendorf.de

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Die Bewerbungsfrist für die berufsbegleitenden Studiengänge am Zentrum für Akademische Weiterbildung der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) neigt sich dem Ende zu. Interessierte haben noch bis einschließlich 15. Januar 2024 die Gelegenheit, sich für berufsbegleitende Studiengänge aus verschiedenen Fachbereichen zu bewerben.

Die berufsbegleitenden Studiengänge am Zentrum für Akademische Weiterbildung der THD decken ein breites Spektrum an Fachbereichen ab, darunter Wirtschaft, Psychologie und Management, Technik und Informatik sowie Gesundheit und Pädagogik. Flexible Studienzeiten im Online- und Präsenzunterricht ermöglichen die Weiterbildung parallel zum Berufsalltag. So können die Studierenden ihr Fachwissen vertiefen, neue Kompetenzen erwerben und sich für den nächsten Karriereschritt qualifizieren, ohne dabei auf ihre aktuelle Berufstätigkeit verzichten zu müssen. „Besonders wichtig ist uns der Praxisbezug in den Vorlesungen, in denen die Studierenden angehalten sind, aktuelle Themen aus ihrem Berufsalltag mit einzubringen“, betont Corina Welsch, Leiterin des Weiterbildungszentrums. Eingeschriebene Studierende haben zudem die Möglichkeit, kostengünstig an karriererelevanten Zertifikatslehrgängen teilzunehmen, die direkt am Weiterbildungszentrum angeboten werden.

Weitere Informationen und aktuelle Termine zu Informationsveranstaltungen erhalten Sie auf der Website www.th-deg.de/weiterbildung oder telefonisch unter 0991/3615-8245.

Gut zu wissen: Die Bewerbungsfrist für die letzten offenen Vollzeit-Masterstudiengänge an der THD endet ebenfalls am 15. Januar 2024. Eine Übersicht über das Studienangebot finden Sie unter www.th-deg.de/masterstudiengaenge.

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Seit vielen Jahren ist der gemeinnützige Verein Interplast Germany in Entwicklungsländern tätig und unterstützt dort einheimische Patientinnen und Patienten mit Fehlbildungen durch plastisch-chirurgische Operationen. Diesen November durfte ein Team der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) des Studiengangs Physician Assistant (PA) die Arbeit von Interplast Germany unterstützen und das Rehema Centre Medical Hospital der Stadt Goma besuchen.

Das Team aus Deggendorf setzte sich aus dem PA-Studiengangsleiter Prof. Dr. med. habil. Thiha Aung und zwei Studentinnen, Nadine Reitberger und Anna Friedrich, zusammen. Aung ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und einer von zwölf zertifizierten plastisch-rekonstruktiven Tumorchirurgen in Deutschland. Er hat bereits zahlreiche humanitäre Hilfseinsätzen organisiert und selbst daran teilgenommen. „Ich konnte den Studierenden die chirurgische Anatomie bei so ausgeprägten Tumoren und Deformitäten beibringen, wie wir sie in den Büchern nicht mehr finden“, erklärt er.

Im letzten Jahr konnte durch die Arbeit von Interplast Germany in der Stadt Goma ein Hospital für die Einheimischen errichtet werden. Seither kommen regelmäßig Teams von Interplast Germany nach Goma, um die einheimischen Ärztinnen und Ärzte bei der Behandlung von diversen Krankheiten zu unterstützen – darunter auch das Team der THD. Vor Ort wurden jeden Tag zahlreiche Patientinnen und Patienten versorgt und operativ behandelt, was durch die Mitnahme von Materialien und Ausrüstung aus Deutschland gewährleistet werden konnte. „Das Krankheitsbild in afrikanischen Ländern weicht stark von den nördlichen Erscheinungen ab und beinhaltet vor allem unbehandelte Verbrennungen, diverse Tumorerkrankungen und einige Entwicklungsanomalitäten“, erklärt Prof. Aung. Beispielsweise wurde an einem kleinen Jungen, der schwerste Verbrennungen im Gesicht erlitt und durch Narbenbildung am Augenlied kaum noch sehen konnte, eine Hauttransplantation an den Lidern durchgeführt, um ihm das Sehen wieder zu ermöglichen.

„Eine Steigerung der Lebensqualität für die Patienten“, sagen die Studentinnen Nadine Reitberger und Anna Friedrich. Über einen Zeitraum von sieben Tagen konnten durch das Engagement vieler helfender Hände mehr als 50 Patientinnen und Patienten, darunter auch vielen Kinder, operativ geholfen und medizinisch versorgt werden.

PA-Studierende der THD sind unter Leitung von Professor Aung regelmäßig auf humanitären Hilfseinsätzen in diversen Entwicklungsländern unterwegs. Ab sofort können die Einsätze mit Spenden unterstützt werden. „Gemeinsam können wir einen positiven Unterschied im Leben derjenigen machen, die Unterstützung und Hilfe benötigen“, sagt Professor Thiha Aung. Nähere Informationen gibt es unter www.th-deg.de/de/hochschule/freunde-und-foerderer oder 0991/3615-238.

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Der Technologie Campus Cham bekam international hohen Besuch, welchen MdL Dr. Gerhard Hopp in den Landkreis Cham geholt hatte. Die amerikanische NCSL-Delegation (National Conference of State Legislatures), eine überparteiliche US-Parlamentariergruppe, angeführt von Brian Patrick Kennedy, Vizepräsident des Repräsentantenhauses von Rhode Island, führte dabei die amerikanische Gruppe an. Dr. Hopp hatte als Präsident der deutschen Partnerorganisation PdP (Partnerschaft der Parlamente) die hochkarätige Gruppe zu einem Besuch in Europa gewinnen können, um den Austausch zwischen den Regionen zu pflegen. Dabei durfte ein Besuch im Landkreis Cham auf dem Weg von Prag Richtung München nicht fehlen. Am Donnerstag stand ein Besuch bei der IHK Cham am Chamer Campus auf dem Programm, um sich über Wirtschaft und Wissenschaft als Innovationstreiber und über mögliche Kooperationen auszutauschen.

 

Zu Beginn zeichnete IHK-Geschäftsführer Richard Brunner die Entwicklung der deutsch-tschechischen Grenzregion seit dem Fall des Eisernen Vorhangs nach. Lag der Landkreis Cham zu Zeiten der Grenzschließung noch am „Rande Europas“, so hätte sich Ostbayern und die bayerisch-böhmische Grenzregion durch wegweisende politische Entscheidungen und mutiges Unternehmertum enorm entwickelt. „Herzlich willkommen im Herzen Europas!“, sagte Brunner daher treffend. Heute hätten in der Region viele innovative Unternehmen ihren Sitz, deutsche und tschechische Unternehmen würden eng zusammenarbeiten. Laut Brunner pendeln mittlerweile über 5.000 tschechische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein und helfen mit, Wohlstand zu generieren. Eine große Herausforderung für die Region stelle der Fachkräftemangel dar. Vor diesem Hintergrund komme guten Bildungschancen, von schulischer, beruflicher und akademischer Bildung, für junge Menschen eine zentrale Bedeutung zu.

Einen wichtigen Beitrag für die Sicherstellung von Fachkräften für den Landkreis Cham leiste der Chamer Technologiecampus, erläuterten die Professoren Matthias Hien und Studienstandortleiter Jürgen Wittmann. Die rund 500 Studierenden aus dreißig Länder, hätten die Möglichkeit, in Cham einen Bachelor- oder Masterabschluss zu erwerben. Auch habe sich die Bildungseinrichtung in den letzten Jahren hervorragend entwickelt. „Wir können jungen Menschen im Landkreis Cham eine erstklassige akademische Ausbildung bieten und gleichzeitig am Technologiecampus für unsere Firmen Forschungsprojekte betreiben“, unterstrich Prof. Wittmann. Ziel sei es, in der Region für die Region auszubilden. So habe sich der Landkreis Cham zwischenzeitlich zum hochentwickelten Produktions- und Forschungsstandort entwickelt.

Für diese Erfolgsgeschichte des Technologiecampus seien laut Dr. Hopp vor allem drei Faktoren ausschlaggebend: der Freistaat Bayern habe nach Kräften unterstützt, die heimische Wirtschaft habe kräftig in den Campus investiert und die Verantwortlichen vor Ort in Stadt und Landkreis hätten nach Kräften am Erfolg der Hochschule gearbeitet. Nun investiere schließlich auch der Freistaat Bayern in den Standort, so Hopp.

Weitere Erfolgsfaktoren stellten die Internationalität, die enge Verknüpfung mit der örtlichen Wirtschaft und die zukunftsfähigen Studienfächer dar. Als starkes Zeichen und richtigen Schritt bezeichnete Dr. Hopp das neue Studienangebot und den Erweiterungsbau im Rahmen der Hightech Agenda Bayern. „Der Freistaat steht zum Technologiecampus Cham, zu dezentralen Bildungseinrichtungen und zur Hochschule im ländlichen Raum“, unterstrich der CSU-Politiker. Im Anschluss tauschten sich die Gastgeber mit den amerikanischen Gästen über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Bildung, Arbeitsmarkt und Wirtschaft aus. Auch vereinbarten die Politiker, ihren Austausch intensivieren zu wollen. Eine Führung durch die Labore rundete den Besuch ab, wovon sich die amerikanischen Gäste sehr beeindruckt zeigten.

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Beim plötzlichen Einsturz der Morandi-Brücke, einer vierspurigen Autobahn in Italien, kamen 2018 43 Menschen ums Leben. Katastrophen wie diese zu verhindern, ist die Hauptmotivation von Bauingenieurin Dr. Sophia Kueres. Strapazierfähige Werkstoffe und zuverlässige Berechnungen im Bereich Massivbau stehen im Mittelpunkt ihrer Forschung. Am 1. Februar startet sie nun auch als Professorin für Bauingenieurwesen und Umwelttechnik an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD).

Kueres ist Expertin für nichtmetallische Bewehrung – der Verstärkung von Beton mit Faserverbundkunststoffen wie Carbon, Glas oder Aramid – im Massivbau. Während ihrer Zeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin und anschließend Promovierende von 2013 bis 2019 fokussierte sie sich auf Bemessungsansätze für Massivbrücken. Deutschland zählt mehr als 40.000 Brücken allein im Autobahnnetz, davon werden bereits dieses Jahr rund 8.000 als sanierungs- oder modernisierungsbedürftig eingestuft. Das stellt die deutsche Infrastruktur vor große finanzielle und organisatorische Herausforderungen. Die Lösung liegt in der Forschung nach passenden Werkstoffen für langlebige, nachhaltige Konstruktionen, dem Fachgebiet von Sophia Kueres.

Nachdem sie als Bauingenieurin in München tätig war, macht sie nun den Schritt in die Professur. In ihren Vorlesungen möchte sie den angehenden Bauingenieurinnen und -ingenieuren besonders den Wandel des Bauwesens vermitteln, beispielsweise durch aktuelle Fragestellungen nach Ressourcenoptimierung und Klimafreundlichkeit. Dabei legt sie großen Wert auf praxisbezogenes Lehren und Lernen, wofür die THD durch ihre gute Vernetzung mit weiteren Forschungseinrichtungen oder Unternehmen gut aufgestellt ist.

An der THD schätzt sie besonders die aussichtsreichen Entwicklungsmöglichkeiten und Angebote in der angewandten Forschung wie beispielsweise das Werkstoffkunde Labor, aber auch die familiäre und kollegiale Atmosphäre hat sie überzeugt. Die geborene Aachenerin engagiert sich zudem als Referentin in der Seminarreihe „Qualität in der Bauplanung“ der Betonverbände und Serviceorganisationen Baden-Württemberg.

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Erst seit einem Jahr gibt es den Bachelor-Studiengang Physician Assistant (PA) an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) – generell steckt das neue Berufsbild in Deutschland noch in den Startlöchern. In den USA hingegen ist der PA bereits seit den 1960er Jahren ein etablierter Beruf. Vor Kurzem hatten die THD-Studentinnen Julia Scherübl und Anna Ertl die Möglichkeit, im Rahmen eines Austausches mit der Boston University ein Praktikum am Boston Medical Center zu absolvieren.

Die Studentinnen des fünften Semesters begleiteten vier Wochen lang Masterstudierende des PA-Programms der Boston University. Dabei erhielten sie Einblicke in den Arbeitsalltag amerikanischer Physician Assistants in verschiedenen Fachbereichen. Für den genauen Arbeitsumfang im jeweiligen Tätigkeitsfeld des PA interessierten sich die beiden jungen Frauen besonders. „Wir haben an der THD eine sehr hohe Qualität in den Fächern Innere Medizin und Chirurgie. So konnten wir in den Master-Kursen auf unser Wissen zurückgreifen und mithelfen“, so Julia Scherübl und Anna Ertl stolz.

Durch das Austauschprogramm konnten die beiden angehenden PAs einen Blick in die Zukunft werfen und sehen, wie sich ihr Beruf auch in Deutschland entwickeln könnte. Der Austausch wurde durch Stipendien der Anton-Fink-Stiftung und des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus unterstützt. Auch der Studiengangsleiter Prof. Dr. Thiha Aung und der Förderverein der Freunde der THD trugen dazu bei.

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Sie sind beruflich an Ihre Grenzen gestoßen und möchten sich neu orientieren? Sie möchten sich neue Perspektiven erschließen, sich fachlich spezialisieren oder breiter aufstellen, aber Ihren Job nicht aufgeben? Dafür bietet das Zentrum für Akademische Weiterbildung der Technischen Hochschule Deggendorf die perfekte Lösung: berufsbegleitende Studiengänge, die Weiterbildung und Beruf optimal miteinander vereinen. Im März 2024 gehen wieder einige Bachelor- und Masterprogramme in den Bereichen Technik und Wirtschaft in die nächste Runde. Im Dezember finden hierzu Online-Informationsveranstaltungen statt.

Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung bietet das Zentrum für Akademische Weiterbildung der THD verschiedene berufsbegleitende Bachelor-, Master- und MBA-Programme sowie Hochschulzertifikatskurse in den Bereichen Wirtschaft & Management, IT & Technik und Gesundheit & Psychologie an.

Für Interessierte aus dem technischen Bereich bietet sich der berufsbegleitende Bachelor Technologiemanagement an. Hier werden die Bereiche Technik, Wirtschaft und Management miteinander verknüpft. Durch die Wahl eines spezifischen Schwerpunktes können Studierende in ihrer Ausbildung individuelle Akzente setzten, angepasst an ihre Zukunftswünsche und ihren Arbeitsbereich. Auch ohne Abitur studierbar! Am 19. Dezember um 18 Uhr findet eine Informationsveranstaltung zum Studienprogramm statt.

Für Akademiker, die sich eher generalistisch aufstellen wollen und im Bereich Leadership Experte werden möchten, eignet sich hervorragend der Master of Business Administration Schwerpunkt General Management.  Nach dem Studium Generale erlangen Studierende in den Schwerpunktsemestern eine breite, branchenunabhängige Führungskräfteausbildung. Interessierte können sich bei der Online-Info-Lunch-Break am 19. Dezember um 13 Uhr informieren.

Menschliche Verhaltensweisen verstehen und in verschiedenen Bereichen im Unternehmen gewinnbringend einbringen, darum und mehr geht es im Master Wirtschaftspsychologie. Absolvierende werden dabei vor allem in den Bereichen Personal, Marketing, Führung und Coaching ausgebildet und können das Wissen in diese Bereiche transferieren und im unternehmerischen Kontext anwenden. Am 14. Dezember um 18 Uhr findet hierzu eine Online-Informationsveranstaltung statt.
Das Zeitkonzept der Studiengänge ist so ausgerichtet, dass Studium und Beruf optimal miteinander verbunden werden können. Die Vorlesungen finden daher unter anderem Freitag nachmittags und samstags ganztätig im Hybrid-Format mit Online- und Präsenzanteilen statt. Eine Entscheidung zwischen Berufserfahrung sammeln und persönlicher Weiterbildung ist so nicht mehr notwendig. 

Für Fragen zu den einzelnen Programmen und zur Anmeldung für die Infoveranstaltungen steht Weiterbildungsreferentin Nina Schulz per E-Mail (nina.schulz@th-deg.de) oder telefonisch unter 0991 – 36 15 8245 jederzeit gerne zur Verfügung. 

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Vom 29.11.2023 – 01.12.2023 fand der 23. Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) statt.  Unter dem Motto „Interdisziplinarität stärken – Multiprofessionalität leben“ trafen sich über 6.000 Intensivpflegende und -mediziner in Hamburg. Auch Lydia Bauernfeind und Fritz Sterr von der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) waren dabei und präsentierten ihre Forschungsergebnisse zu verschiedenen Aspekten der Intensivpflege.

Lydia Bauernfeind stellte eine Literaturarbeit zu den familiären Belastungen bei der Versorgung beatmeter Kinder im häuslichen Setting vor und erläuterte dabei, womit Eltern und Geschwister in solchen Ausnahmesituationen konfrontiert sind. Dazu zählen der hohe zeitliche Aufwand, die psychischen und emotionalen Belastungen, verändertes Rollenerleben oder auch finanzielle Schwierigkeiten. Gesundheitsfachpersonen sind in zentraler Rolle, um den Bedarfen angemessen zu begegnen. Fritz Sterr beantwortete in seiner Arbeit die Frage, wie Patienten auf der Intensivstation ihre maschinelle Beatmung erleben. Dabei verwies er auf die Ergebnisse von 30 Originalstudien und sensibilisierte die Anwesenden auf die Bedürfnisse der Betroffenen. Dies ist von besonderer Bedeutung für Gesundheitsberufe, da die Betroffenen durch die Beatmung in ihrer Aktivität, Wahrnehmung und Kommunikation eingeschränkt sind.

Neben den Vorträgen gab es während der drei Tage ausreichend Zeit für Fachgespräche und Austausch. Durch die Teilnahme am Kongress konnten die beiden Wissenschaftler nicht nur die Netzwerke der Hochschule erweitern, sondern auch die THD als forschungsstarke Einrichtung im Bereich Gesundheit im deutschsprachigen Raum vertreten. In Zukunft wird die Zusammenarbeit mit zentralen Fachgesellschaften der Intensivpflege und -medizin weiter vorangebracht und gemeinsame Projekte initiiert.

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Das neue Pflegestudiumstärkungsgesetz (PflStudStG) ermöglicht Pflegestudierenden eine Bezahlung während des gesamten Studiums, analog zur klassischen Ausbildung. Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) stellt in Kooperation mit Partnern aus der Praxis die Weichen für das Gesetz, das zum Jahreswechsel in Kraft treten soll.

Die Studiengänge der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften (AGW) an der THD beinhalten einen hohen Praxisanteil. So arbeiten die Studierenden in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen mit und können theoretisches Wissen mit der Praxis verknüpfen. „Der Praxisanteil im Studium ist genauso hoch wie in der klassischen Ausbildung an einer Berufsfachschule“, erklärt Prof. Dr. Christian Rester, Studiengangskoordinator und Dekan der Fakultät. Bisher erhielten die Pflegestudierenden ein monatliches Stipendium in Höhe von 600 Euro. Die Praxiseinsätze durften jedoch nicht zusätzlich vergütet werden. Nun schließen die Studierenden einen Ausbildungsvertrag mit kooperierenden Einrichtungen ab und erhalten eine angemessene Vergütung. Außerdem soll die Heilkundeübertragung künftig Bestandteil der hochschulischen Pflegeausbildung sein. Demnach sollen Pflegekräfte im Bereich Wundversorgung, Demenz oder Diabetes eigenständig behandeln, beraten und Rezepte ausstellen können. Geplant ist ferner, dass sich bereits examinierte Pflegefachkräfte durch ein Modulstudium an der THD weiterqualifizieren können.

Bei einer Klausurtagung Ende November hat das Pflegenetzwerk Ostbayern, bestehend aus Vertretern der THD und verschiedenen Gesundheitseinrichtungen, über die Umsetzung des PflStudStG diskutiert. „Noch gibt es einige offene Fragen“, so Rester. Jedoch sei man sich sicher: Mit dem PflStudStG werde ein weiterer Schritt unternommen, um die Attraktivität des Pflegestudiums langfristig zu stärken.

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Am 9. und 10. November wurde der vierte DigiHealthDay am European Campus Rottal-Inn (ECRI) veranstaltet. Das internationale Wissenschaftssymposium erhielt eindrucksvolle 1,323 Registrierungen aus 105 Nationen und brachte mehr als 450 Teilnehmer vor Ort und Online zusammen. Akademiker:innen, Studierende, politische Entscheidungsträger:innen, Unternehmensvertretende und Digital Health Enthusiasten kamen zusammen, um gemeinsam über Technologienutzung in der Gesundheitsversorgung zu diskutieren. Die Menge an positivem Feedback kennzeichnet den DHD als führende Plattform für Forschung, Lehre und Networking.

 

Drei Plenumssitzungen, drei Online-Sitzungen, fünfzehn Keynote-Speeches und eine Podiumsdiskussion: Das Eventprogramm – dieses Jahr mit einem Fokus auf Ethik und Regulierungen, Innovation, Unternehmertum und KI-Forschung – gab der DigiHealth-Community eine Plattform, um Ideen auszutauschen, Herausforderungen zu besprechen und zukünftige Kollaborationen anzustoßen. Es war eine seltene Gelegenheit für die Teilnehmenden, deren Level an Expertise sich von persönlichem Interesse zu akademischen Hintergründen erstreckte, sich direkt mit einigen der weltweit führenden DigiHealth-Experten auszutauschen. Zu den internationalen Sprechern zählten Prof. Dipak Kalra (Vereinigtes Königreich), Prof. Rajendra Gupta (Indien), Prof. Anne Snowdon von HIMSS Analytics (Kanada), Prof. Miklós Szócska (Ungarn) und Dr. Lars Lindsköld (Schweden), um nur ein paar zu nennen.

 

Der DHD war besonders wirkungsreich für Studierende und angehende Berufstätige im Bereich Digitale Gesundheit, wie Ali Badran, Bachelor Health Informatics an der THD, der fand, dass „[der DHD] eine fantastische Gelegenheit war, Ideen auszutauschen, von anderen zu lernen, und Verbindungen aufzubauen, die zweifelsohne zu [seinen] Zukunftsplänen beitragen werden.“

 

Im Gegenzug waren die Redner:innen und Gäste hoch beeindruckt von der jugendlichen, diversen und inspirierenden Art der DigiHealth-Familie in Pfarrkirchen. „In meinem Kopf schwirren noch immer die Unterhaltungen und großartigen Einblicke, die während des DHD geteilt wurden. Die Energie der Studierenden war ansteckend, und stimmt mich sehr optimistisch, was die Zukunft der Digitalen Gesundheit angeht,“ merkte eine der Sprecherinnen, Pilar Fernandez Hermida (Vereinigtes Königreich und Vereinigte Arabische Emirate), an.

 

Die Planung für die Fünf-Jahres-Jubiläumskonferenz vom 4. bis 8. November 2024 hat bereits begonnen. Der DigiHealthDay – initiiert 2019 von Prof. Dr. Georgi Chaltikyan – ist Teil der Entschlossenheit des ECRI die Forschung, Lehre und Innovation im Bereich Digitale Gesundheit voranzutreiben.

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Weiterführende Informationen zum DigiHealthDay unter https://www.th-deg.de/digihealthday

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Am 23. November  fand am Bayerischen Innovations Transformations Zentrum (BITZ) Oberschneiding das Innovationsforum BITZ OPEN zum Thema „Venture-Studio-Ansatz als Supercharger für frühphasige Start-ups“ statt. Redner Manfred Tropper, CEO und Founder der mantro GmbH (Deutschlands erfahrenster Company Builder), ging dabei auf die Frage, wie aktive Unterstützung in der frühen Entwicklungsphase von Start-ups deren Erfolgswahrscheinlichkeit steigert, ein.

Manfred Tropper ist begeisterter Gründer und Unternehmer. Sein erstes Unternehmen gründete er bereits im Alter von 16 Jahren und hat mittlerweile alle Phasen der Start-up-Welt mehrmals selbst durchlaufen und ist deshalb ein herausragender Experte auf diesem Gebiet. In seinem Vortrag nannte Tropper die fünf häufigsten vermeidbaren Fehler junger Start-ups und zeigte Lösungen auf: „Nehmt Feedback und Kritik an und setzt beides gezielt um! Ihr müsst den Markt verstehen und Lösungen für die Probleme Eurer Kunden bereitstellen. Prüft immer wieder, ob Eure Teamkonstellation passt! Ohne das richtige Team wird Euer Unternehmen nicht erfolgreich sein. Lasst Euch von den richtigen Menschen beraten, wenn es um die passenden Investoren für Euch geht!“ Weshalb passt der Venture Studio-Ansatz perfekt für frühphasige Start-ups? Wann ist Skalierung richtig und welches Fundament braucht Ihr dafür? Wann empfiehlt es sich, mit strategischen Partnern zusammenzuarbeiten? All diese Themen stellte Manfred Tropper mit anschaulichen Beispielen aus seiner Praxis vor.

Gleichermaßen spannend für Gründer und etablierte Unternehmen waren die Details zum Venture Studio Konzept. Dazu Manfred Tropper: „Die Venture Studios, die gerade als Partner des BITZ Oberschneiding in Bayern etabliert werden, stellen eine große Erfolgschance für Unternehmen in der Region dar und unterstützen gerade frühphasige Start-ups ausgezeichnet.“ Tropper stellte die Pläne für die Region vor und beantworte im Anschluss alle Fragen der Gäste.

Wer mehr zu diesen Themen aus der Start-up-Welt erfahren möchte, kann sich gern an das Team des BITZ wenden (ww.th-deg.de/bitz). Das nächste BITZ OPEN findet am 25. Januar 2024 in Oberschneiding steht.

Die mantro GmbH ist nicht nur ein Unternehmen, sie bezeichnet sich selbst als »Ökosystem, Innovation und Transformation mit Company Building DNA« und ist Deutschlands erfahrenster Company Builder. mantro übernimmt dabei die Gründerrolle, gründet Start-ups für große Konzerne und baut die Organisation auf. Die Unternehmen profitieren von hoher Geschwindigkeit und neuen, digitalen Ideen – und lagern gleichzeitig einen Teil des Risikos aus. Denn die mantro GmbH ist an allen Unternehmen auch selbst beteiligt.

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Während die Akademisierung der Gesundheitsberufe in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt, ist sie in Island bereits seit knapp 50 Jahren Realität. Die drei Mitarbeiterinnen Dr. Christine Aumer, Anna Pahl und Elisa Johannsdottir – selbst gebürtige Isländerin – der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) waren Anfang November für fünf Tage vor Ort, um sich einen Einblick in das isländische Pflegesystem zu verschaffen. Schnell wurde den dreien klar: Pflege in Island ist, anders als in Deutschland, eine starke und eigenverantwortliche Profession.

Aumer, Pahl und Johannsdottir, Expertinnen im Fachbereich Pflege der Gesundheitsfakultät an der THD, wurden in Island von der Universität, dem Universitätsklinikum, zwei Gesundheitszentren und anderen Akteuren des Gesundheitswesens empfangen. Sie zeigten sich beeindruckt von den dortigen Prozessen und Abläufen. Seit 1986 ist die Pflegeausbildung in Island vollakademisiert. Das heißt im Detail: Jede Pflegekraft absolviert ein Bachelorstudium und kann anschließend ein Diplom- oder Masterstudium anschließen. Im Gesundheitswesen herrschen flache Hierarchien – Ärzte und Pflegekräfte arbeiten Hand in Hand zusammen. Jeder isländische Bürger und jede isländische Bürgerin ist in einem sogenannten Gesundheitszentrum registriert, wo Fachkräfte aus verschiedenen Gesundheitsberufen in multiprofessionellen Teams zusammenarbeiten. Das Resultat? Je nach Bedarf können jederzeit Sprechstunden besucht oder telefonische Beratungen in Anspruch genommen werden. 80 Prozent der Anfragen werden dabei direkt am Telefon geklärt. Die Sprechstunden werden nicht – wie in Deutschland – ausnahmslos von Hausärzten, sondern in erster Linie von Pflegekräften durchgeführt. Pflegerische Aufgaben zur Behandlung von Bagatellerkrankungen oder die Verordnung von nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten, Wundversorgung und das Ausstellen von Rezepten für Pflegehilfsmittel oder Physiotherapie übernehmen die sehr gut ausgebildeten Pflegefachkräfte in Island eigenverantwortlich. Spätestens zehn Tage nach der Geburt eines Kindes wird die Betreuung von der Hebamme an eine im Gesundheitszentrum tätige Pflegefachperson übergeben. Darüber hinaus gibt es in allen Schulen sogenannte „School Nurses“, die regelmäßig Untersuchungen, Entwicklungstests, Impfungen sowie die Gesundheitslehre übernehmen. Der Pflegeberuf ist in Island äußerst beliebt und angesehen, die Pflegekräfte agieren als eigene Profession und vertreten ihren Beruf mit Stolz. An der Universität von Island gebe es außerdem eine Zulassungsbeschränkung in Form eines Numerus clausus für den Bachelor-Studiengang, da zu viele Bewerbungen für zu wenige Studienplätze eingehen, erzählt Dr. Brynja Örlygsdóttir, Professorin für Primary Health Care.

Langfristig plant die Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften der THD eine ERASMUS-Kooperation mit der University of Iceland, um Austauschprogramme für Studierende zu ermöglichen. Die Exkursion der drei THD-Mitarbeiterinnen legte nicht nur den Grundstein dafür, sondern brachte auch positive Erkenntnisse für die Lehre hervor. Auch eine gemeinsame Publikation seitens THD und der isländischen Universität wird angestrebt.

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Bislang war es Abiturienten nicht möglich, ein Studium der Humanmedizin in Niederbayern aufzunehmen. Ab dem Wintersemester 2024/2025 können Medizinstudierende der Universität Regensburg einen Teil ihres Studiums nun an den Klinikstandorten Straubing, Landshut, Deggendorf/Mainkofen und Passau absolvieren. Im Beisein von Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume unterzeichneten alle beteiligten Projektpartner – so auch die Technische Hochschule Deggendorf (THD) – vergangenen Mittwoch an der Universität Regensburg den Kooperationsvertrag für den MedizinCampus Niederbayern (MCN).

Mit dem MCN sollen insgesamt 20 neue klinische Professuren für die medizinische Ausbildung in Niederbayern geschaffen werden. Zusätzlich werden sieben Profilprofessuren für das neue Institut für Gesundheitswissenschaften der Universität Passau in Zusammenarbeit mit der THD entstehen. Der Fokus liegt dabei auf Gesundheit im digitalen Zeitalter. In Passau wird beispielsweise das Zentrum für Digitale Medizinausbildung (ZeDiMA) errichtet, ein Zukunftslabor für spezifisch medizinische, digitale Lehrformate.

Die Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften (AGW) an der THD erhält im Rahmen des MCN eine Professur, sechs Mitarbeiterstellen sowie einen Raumbedarf von 300 Quadratmetern für Forschung und Transfer. Ziel der Professur ist es, den praktischen Studienabschnitt der Humanmedizin zu unterstützen. Dieser findet ab 2027 auch am Klinikum Deggendorf/Bezirksklinikum Mainkofen statt. Im Anschluss an den ersten Studienabschnitt an der medizinischen Fakultät der Universität Regensburg erhalten vier Gruppen von Medizinstudierenden fachspezifische praktische Ausbildungen an den Kliniken Passau, Landshut, Straubing und Deggendorf/Mainkofen. Somit hat nun auch Niederbayern eine eigene Medizinerausbildung.

Die AGW bietet Bachelor-Studiengänge in den Bereichen Pflege, Physiotherapie, Physician Assistant, Management im Gesundheits-, Sozial- und Rettungswesen, Management von Inklusion und Teilhabe sowie einen Masterstudiengang Psychische Gesundheit an. Zudem gibt es berufsbegleitende Studiengänge in Pflegepädagogik und Rettungspädagogik, sowie ein Master Berufspädagogik - Gesundheit und Pflege. Wichtig ist aus Sicht der THD-Fakultät, dass eine interdisziplinäre und multiprofessionelle Zusammenarbeit die Voraussetzung für eine gute und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung bildet. Gesundheitsförderung und Prävention sind heutzutage und zukünftig immer wichtiger, besonders wenn man den Anstieg von chronischen Erkrankungen aufgrund der demografischen Entwicklung und die wachsende Nachfrage in der Pflege bedenkt.

Das Konzept des MCN an mehreren Standorten sorgt für eine Ausbildung in der Nähe des Wohnorts und unterstützt das Verbleiben von Ärzten in der Region. Der MedizinCampus Niederbayern bietet zusätzliche Studienplätze im Fach Humanmedizin für Studieninteressierte und ermöglicht talentierten Abiturienten aus Niederbayern eine ausgezeichnete medizinische Ausbildung in der Heimat.

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Bereits zum 1. November hat die Technische Hochschule Deggendorf (THD) eine zwölfmonatige EXIST-Förderung für Gründerinnen erhalten. Das Programm nennt sich entsprechend »EXIST-Women. Insgesamt können fünf bis zehn Frauen mit einer Gründungsidee an der THD unterstützt werden. Bewerben können sich nicht nur aktive und ehemelige Studentinnen sowie Mitarbeiterinnen der Hochschule, sondern auch Frauen aus der freien Wirtschaft mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung, die sich für ein eigenes Startup begeistern können.

Für vier der zehn begehrten Plätze gibt es bereits Interessentinnen. Prof. Dr. Tom Geiß, Leiter des Zentrums für Gründungsförderung an der Deggendorfer Hochschule, erklärt: „Niemand muss jetzt schon ein fertiges Konzept in der Tasche haben, um sich bei uns für EXIST-Women zu bewerben. Wenn jemand bereits eine coole Idee hat, prima. Wenn nicht, auch OK. Denn erst mal reicht im Prinzip die grundsätzliche Lust auf eine Unternehmensgründung“. Der Startup Campus trifft am Ende die Entscheidung, wer die Förderung bekommen wird und so von EXIST-Women bis längstens zum 31. Otober 2024 profitieren kann. Zum Beispiel durch 2.000 Euro, die für das Prototyping oder auch für Reisekosten zu Projektpartnern oder Kongressen verwendet werden können. „Was wir den EXIST-Women anbieten, sind einerseits intensive Beratung und ein breites Netzwerk von Mentorinnen“, so Geiß. „Andererseits natürlich die zahlreichen Veranstaltungen und Workshops des Deggensdorfer Startup Campus sowie die dortige Infrastruktur, sprich Büros und Workingspaces“. Für Einzelne sei es sogar möglich, ein kurzes Stipendium von drei Monaten zu beantragen. „Für Studentinnen bedeutet dies 1.000 Euro im Monat, für Alumae 2.500 und für Forscherinnen sogar 3.000 Euro“, berichtet THD-Professor Geiß.

Interssierte an EXIST-Women bitte schnellst möglich und direkt beim Startup Campus der THD melden. Die Projektverantwortliche ist Barbara Trautmann (barbara.trautmann@th-deg.de). Worauf es bei der Bewerbung ankommt, kann dann in einem Gespräch erklärt.

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Am 16. November haben Prof. Dr. Horst Kunhardt und Prof. Dr. Dieter Melchart von der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) sowie Anton Staudinger von der TCM-Klinik Bad Kötzing in Peking ihren Kooperationsvertrag mit der Bejing University of Chinese Medicine erneuert und ratifiziert. Es geht dabei um die Identifizierung und Nutzung von Synergien. Und zwar sowohl in der Lehre als auch in der Forschung bzw. Anwendung von Chinesischer Medizin respektive von Komplementärmedizin.

Der Bereich Gesundheitsförderung und Prävention sowie die grenzüberschreitende Gesundheitsforschung sind bereits seit 2012 am Gesundheitscampus der THD in Bad Kötzting etabliert. Seit 2020 leitet dort Prof. Dr. med. Dieter Melchart das sogenannte KoKoNat-Institut. Die Abkürzung KoKoNat steht für »Kompetenzzentrum für Komplementärmedizin und Naturheilkunde«. Das Institut wurde 2020 mit der Berufung Melcharts als Honorarprofessor der THD von der TU München nach Bad Kötzting verlegt.   

Professor Kunhardt, Vizepräsident Gesundheit an der Deggendorfer Hochschule berichtet: „Vor mehr als zehn Jahren haben wir den Gesundheitscampus Bad Kötzting gegründet. Heute leite ich dort unter anderem EU-Forschungsprogramme zur digitalen Transformation der Pflege in Mitteleuropa“. Seit 2022 seien Kunhardt ebenso wie Melchart Gastprofessoren an eben jener Bejing University of Chinese Medicine. Zu jeweils zwei Vorlesungen über die bayerischen Forschungsthemen war man in diesem Jahr nach China eingeladen. „Spannenderweise hat auch unser neuer Studiengang »Bachelor Physician Assistant« in China großes Interesse hervorgerufen“, erzählt Kunhardt. Denn so etwas gebe es in dieser Form dort nicht. Dementsprechend wolle man auch in diesem Bereich enger zusammenarbeiten und beispielsweise Studierenden die Möglichkeit geben, das jeweils andere Gesundheitssystem live kennenzulernen. „Bereits ab dem Sommersemester 2024“ so Kunhardt, „könnten jeweils fünf bis zehn Studierende in den deutsch-chinesischen Austausch gehen“. Auch mit anderen Studiengängen der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften im Bereich der Pflege sei eine Zusammenarbeit möglich.

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In der Woche vom 6. bis 10. November fand am European Campus Rottal-Inn (ECRI) das erste Erasmus+ Blended Intensive Programme (BIP) statt. Dafür reisten Studierende und Dozierende aus den Partnerhochschulen in Schweden, Norwegen, Spanien und Tschechien nach Pfarrkirchen an. Die Woche stand unter dem Thema „Digi-Health-AI: Practice, Research, Ethics and Regulation“.

Das von Prof. Dr. Georgi Chaltikyan initiierte Programm startete mit einer Vorlesung zum Thema „Fundamentals of Machine Learning“ von Prof. Dr. Adewumi der Lulea University of Technology, Schweden. Tagsdarauf drehte sich alles um ChatGPT. Dazu referierte Prof. Dr. Celik von der University of Agder, Norwegen. Neben den Themen Datenqualität und Verlässlichkeit von Künstlicher Intelligenz wurden während des BIP auch Möglichkeiten bzw. Notwendigkeiten der Regulation gerade im medizinischen Bereich diskutiert. Den formalen Abschluss der Veranstaltung bildete der DigiHealthDay, der jährlich am ECRI stattfindet. Dort warteten Vorträge renommierter internationaler Expertinnen und Experten in Bereich Digital Health auf die Teilnehmenden. Beim anschließenden Abendempfang wurden wertvolle Kontakte für die Zukunft geknüpft.

Sowohl Campusleiter Prof. Dr. Horst Kunhardt, der die Teilnehmenden am Campus willkommen hieß, als auch Lisa Werner, Leiterin des International Office der Technischen Hochschule Deggendorf, zeigten sich zufrieden. Lisa Werner: „Wir freuen uns, dass viele Studierende den Weg zu uns nach Pfarrkirchen gefunden haben und sich motiviert an den Vorlesungen und dem bunten Rahmenprogramm beteiligt haben.“ Sie betonte, dass mit Kurzzeitaufenthalten die Partnerschaften der Hochschule intensiviert werden und ein regelmäßiger Austausch gefördert werden kann.

Neben fachlichem Austausch zwischen den internationalen Partnerhochschulen und dem ECRI bot das BIP ebenfalls ein kulturelles Rahmenprogramm. So lernten sich die Teilnehmenden bei einer typisch bayerischen Brotzeit besser kennen und gewannen bei einer Stadtführung in Passau Einblicke in die Geschichte der Stadt. Diese Mischung zeichnete die Woche sowohl für die Teilnehmenden als auch die Organisatoren aus. Alle sind sich einig: Es soll im nächsten Jahr eine Wiederholung geben. „Wir haben uns am ECRI sehr wohl und willkommen gefühlt. Für mich war es die erste Teilnahme an einem BIP und es gehört zu den besten Lehrerfahrungen, die ich bisher machen konnte. Die Organisation der Woche war sehr gut und wir freuen uns, dass wir hier sein durften“, so ein Teilnehmer aus Schweden. Lisa Werner vom International Office freut sich bereits auf die Wiederholung im nächsten Jahr und hofft, dass auch in anderen Fachbereichen bald weitere BIPs stattfinden werden.

Ein BIP setzt sich aus einer virtuellen Komponente und einer physischen Mobilität der Teilnehmenden zusammen und soll kurze Studienaufenthalte im Ausland ermöglichen. Die Lehre wird von allen Hochschulen, die im Konsortium vertreten sind, gemeinsam konzipiert und durchgeführt. Teilnehmende werden von den entsendenden Hochschulen mit einem Erasmusstipendium der EU gefördert. Erasmus+ ist das weltweit größte Austauschprogramm. Für die Technische Hochschule Deggendorf als internationalste Hochschule Bayerns und den European Campus Rottal-Inn als besonders internationalen Campus ist es daher ein sehr wichtiger Bestandteil der Internationalisierungsstrategie.

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Angehörige sind die tragende Säule der pflegerischen Versorgung in Deutschland. Für immer mehr Menschen, darunter mehrheitlich Frauen, wird die Pflege eines hilfebedürftigen Menschen zu einer alltäglichen Aufgabe. Die Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags und bei der sozialen Teilhabe kann viele positive Erfahrungen mit sich bringen, aber auch sehr belastend sein. Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) will pflegende Angehörige daher erneut ab Dezember mit einer kostenlosen Vortragsreihe informieren.

Welche Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten gibt es? Wie ist mit Demenzerkrankungen, Schlafproblemen oder Schmerzen umzugehen? Expertinnen und Experten der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften geben Antworten auf Fragen rund um das Thema Pflege.

Termine und Themen der Vortragsreihe

Am Dienstag, den 5. Dezember 2023 ist Referentin Sabrina Berger von der Pflegeberatung der AOK Bayern zu Gast und klärt zum Thema „Was steht mir zu? Aktuelles zu Pflegeleistungen“ auf.

Am Dienstag, den 20. Februar 2024 gibt Alexander Pflieger vom THD-Projekt „DeinHaus 4.0“ in seinem Vortrag „Schlafqualität - Vom Einschlafen zum Durchschlafen“ Einblick in den menschlichen Schlafrhythmus.

Am Dienstag, den 23. April 2024 werden mit Hilfe der Schauspielerin Elisabeth Rass Kommunikationssituationen nachgestellt und daraus praktische Handlungsanweisungen abgeleitet. Konkret handelt es sich hierbei um eine „Live-Simulation zur Kommunikation bei Demenz“.

Die letzte Veranstaltung der Vortragsreihe findet am Dienstag, den 25. Juni 2024 statt. An diesem Tag dreht sich alles um die Frage „Chronische und akute Schmerzen, was tun?“

Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung am 23. April von 13:00 bis 15:00 Uhr im Glashaus der THD stattfindet. Alle anderen Vorträge werden von 13:00 bis 14:00 Uhr online über Zoom durchgeführt. Eine Anmeldung ist jeweils ab vier Wochen vor der jeweiligen Veranstaltung über folgenden Link möglich: https://survey.th-deg.de/index.php/617497?lang=de. Für jede Veranstaltung ist eine separate Anmeldung notwendig.

Ansprechpartner zur Vortragsreihe ist Daniel Schümann (daniel.schuemann@th-deg.de), Experte aus dem Fachbereich Pflege der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften.

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Am 18. November fand im Filmtheater Zwiesel das Jugendfilmfestival Niederbayern statt. Veranstalter des im zweijährigen Rhythmus unter der Schirmherrschaft des Bezirkstagspräsidenten Dr. Olaf Heinrich stattfindenden Festivals war der Bezirksjugendring Niederbayern. 28 Kurzfilme von Filmemacherinnen und Filmmachern bis 26 Jahre waren im Programm, gleich drei Filme von Studierenden der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) wurden am Abend im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung ausgezeichnet.

Die meisten der jungen Nachwuchsfilmer waren persönlich nach Zwiesel gekommen, um ihre Werke dem Publikum vorzustellen. Den Anfang machte der Spielfilm "Was wir alle gemeinsam haben", der von der fünfköpfigen Fachjury mit einer »Lobenden Erwähnung« bedacht wurde. Es handelt sich um die Masterarbeit von vier Studentinnen des THD-Studiengangs Medientechnik und Produktion. Der Film spielt in der verlogenen Scheinwelt der Lifestyle-Influencerinnen. Die Kamerafrau Karolina Ottmers, die vor wenigen Tagen für ihre Arbeit bereits mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet worden war, nahm die Urkunde entgegen.

Den Jugendfilmpreis Niederbayern in der Kategorie Held*innen« erhielten Noah Gembala, Kilian Großmann, Frieder Pflock und Malik Yalniz für ihren Film "Wir sind ein Team", ein dokumentarisches Portrait der Fußball-Inklusionsmannschaft des TSV Metten. Das Team um Regisseur Ruben Hensel wurde für die dokumentarische Mini-Serie "All the fuzzy people" ebenfalls mit dem Jugendfilmpreis Niederbayern ausgezeichnet. Im Rahmen ihrer Bacherlor-Arbeit haben fünf Medientechnik-Studierende die ostbayerische Band Brew Berrymore ein Jahr lang bei Konzerten, der Produktion eines neuen Albums sowie bei ihren sozialpolitischen Aktivitäten und in ganz privaten Momenten begleitet. Kameramann Julius Lotter nahm den Preis stellvertretend für das ganze Team entgegen.
Die Preise sind mit jeweils 200 Euro dotiert. Die Preisträgerfilme sind automatisch nominiert für den Bayerischen Jugendfilmpreis, der dann im Juli 2024 in Passau verliehen wird.

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Ihre Abschlussarbeit hat überzeugt: Am Donnerstag (16. November) hat die Bayernwerk AG (Bayernwerk) Karolina Ottmers mit dem Kulturpreis Bayern in der Sparte Wissenschaft ausgezeichnet. Die in München lebende Absolventin wurde für ihre Masterarbeit im Studiengang Medientechnik und Produktion an der Technischen Hochschule Deggendorf geehrt. Insgesamt 33 Absolventinnen und Absolventen sowie Doktorandinnen und Doktoranden bayerischer Hochschulen, Universitäten und Kunsthochschulen erhielten den begehrten Preis, den das Bayernwerk jährlich in Partnerschaft mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht.

Rund 300 Gäste sind in die Münchner Eisbach Studios gekommen, mehrere Fernsehsender haben die fast zweistündige Preisverleihung übertragen. Das Kulturevent war eingebettet in ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Show Acts, durch das Moderatorin Nina Sonnenberg führte. Dr. Egon Leo Westphal, Vorstandsvorsitzender des Bayernwerks, erläuterte: „Wissenschaft und Forschung sind der Motor für Entwicklung und Fortschritt. Sie liefern wichtige Impulse, ohne sie wären wir den Herausforderungen unserer Zeit nicht gewachsen. Mit dem Kulturpreis möchten wir eine breite Öffentlichkeit genau darauf aufmerksam machen und herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler darin bestätigen, ihren Weg weiterzugehen.“ Der Bayerische Kunst- und Wissenschaftsminister Markus Blume betonte: „Die Preisträgerinnen und Preisträger stehen für die Bedeutung Bayerns als Wissenschaftsstandort. Unsere Hochschullandschaft ist breit aufgestellt, hält dem internationalen Vergleich stand und bringt auch in diesem Jahr wieder neue Sterne am Forschungshimmel hervor. Darauf sind wir sehr stolz.“

Fiktiver Kurzfilm „Was wir alle gemeinsam haben“

Im Rahmen ihrer Masterarbeit hat Karolina Ottmers gemeinsam mit drei Kommilitoninnen zwischen Sommer 2022 und Frühjahr 2023 einen fiktiven Kurzfilm gedreht. „Was wir alle gemeinsam haben“ befasst sich damit, wie Menschen nach außen hin häufig eine perfekte Fassade zeigen, um vermeintliche Defizite dahinter zu verstecken. Durch Social Media wird dieses Phänomen noch verstärkt, da sich in den digitalen Medien Menschen mit zum Teil unrealistischen Schönheitsidealen präsentieren. Ottmers war an der Vorproduktion, der Produktion und der Postproduktion des Films beteiligt und übernahm die Rolle der Kamerafrau, wodurch sie für den kinematischen Look und die Bildgestaltung des Films verantwortlich war. Darüber hinaus erstellte sie alle benötigten Grafiken, animierte diese und war für das Color Grading und die Color Correction der einzelnen Szenen zuständig.

Dieter Hanitzsch ist Sonderpreisträger

Am selben Abend hat das Bayernwerk auch den Kulturpreis Bayern in der Sparte Kunst verliehen. Die diesjährigen Preisträger sind die Schriftstellerin Rita Falk, die Künstler- und Kunstförderer Michaela und Bruno Wank, der Chefdirigent der Bamberger Symphoniker Jakub Hrůša, die Künstlerin Adidal Abou-Chamat sowie die Hip-Hop-Band „dicht & ergreifend“. Die Hip-Hop-Band hat in der Veranstaltung verkündet, den Preis nicht anzunehmen. Den diesjährigen Sonderpreis überreichte der Bayerische Kunst- und Wissenschaftsminister Markus Blume an den Karikaturisten Dieter Hanitzsch. Als Talkgäste oder mit Live-Auftritten wirkten mit: der KI-Wissenschaftler, Moderator und Autor Dr. Philip Häusser, die Pianisten Laetitia & Philip Hahn, die Kabarettistin Christl Sittenauer, die Künstlerin LOI sowie der Sänger und Songwriter Kamrad.

Auszeichnung mit Preisgeld und Statue

Die Preisträgerinnen und Preisträger in der Sparte Kunst werden von einer Fachjury ausgewählt, während die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von ihrer jeweiligen Hochschule, Universität oder Kunsthochschule benannt werden. Die Preise in der Sparte Kunst und der Sonderpreis sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert, der Wissenschaftspreis mit jeweils 2.000 Euro. Alle Preisträgerinnen und Preisträger erhalten außerdem die vom Schwandorfer Bildhauer Peter Mayer entworfene Bronzestatue „Gedankenblitz“.

Lange Tradition

Erstmals wurde der Kulturpreis Ostbayern im Jahr 1959 verliehen. Seit 2005 verleiht das Energieunternehmen Bayernwerk in Partnerschaft mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst den Bayerischen Kulturpreis.

Wer die Sendung verpasst hat, kann sie nachträglich unter https://bayernwerk-live.de/kulturpreis-bayern/ sehen. Dort sind auch die Steckbriefe aller Wissenschaftspreisträgerinnen und -preisträger zu finden.

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Von Plattling über Aiterhofen nach Pilsting und zurück: Mitten in Niederbayern will das BMW Group Werk Dingolfing gemeinsam mit der TH Deggendorf und b-plus technologies einen weiteren Meilenstein in Sachen automatisiertes Fahren setzen. Auf Straßen zwischen Deggendorf, Straubing und Landshut sowie im BMW Group Werk Dingolfing generiert das Forschungsprojekt Daten und Testkilometer, um automatisierte Fahrerassistenzsysteme von BMW Modellen noch attraktiver zu machen und werksseitig abzusichern. Das Besondere: Künstliche Intelligenz erweitert die regional erfahrenen Daten rechnerisch um ein Vielfaches, wodurch es gelingt, ein sehr breites Spektrum an Fahrsituationen und Fahrzeugausstattungen / -konfigurationen abzudecken – und so die Entwicklung in München zu unterstützen. Viele weitere Testfahrten, regional wie weltweit, können entfallen.

Insgesamt soll das Projekt rund 1,3 Mio. Euro kosten. Weil DaDriVe das Potenzial hat, den Standort Bayern zu stärken und die Digitalisierung vorantreibt, beteiligt sich auch der Freistaat Bayern mit einem Zuschuss von mehreren hunderttausend Euro. „Forschungsprojekte wie DaDriVe fördern die Digitalisierung, stärken die Kompetenz und das Knowhow im zielgerichteten, sinnvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz. So sichern wir qualitativ hochwertige Arbeitsplätze in der Region und stärken unsere Wirtschaftskraft. Wir unterstützen diese Forschung daher sehr, denn sie ist essenziell für die Zukunft unseres Bundeslandes“, erklärt Tobias Gotthardt, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

Digitale Methoden für das automatisierte Fahren der Zukunft

Data Driven Vehicle Validation, kurz DaDriVe, heißt das Projekt, mit dem das Dingolfinger BMW Group Fahrzeugwerk, die Technische Hochschule Deggendorf und der Systemspezialist b-plus den Einsatz Künstlicher Intelligenz für die Qualitäts-Absicherung von Fahrerassistenzsystemen erforschen und weiterentwickeln wollen. Innerhalb von drei Jahren soll ein großer Schritt in Richtung der effizienteren Absicherung automatisierter Fahrfunktionen gelingen. „Wir investieren werksseitig in die Forschung, um mit neuen digitalen Methoden die Qualität der Fahrerassistenzsysteme unserer Premiumfahrzeuge noch weiter zu optimieren“, erläutert Christoph Schröder, Leiter des BMW Group Werkes Dingolfing, das angestrebte Ziel.

Im Fokus des Projektes stehen drei wesentliche Innovationen, die aufeinander aufbauen. Das Ziel ist es, mit modernen KI-Verfahren auch minimale Abweichungen im realen Fahrbetrieb sichtbar zu machen und digital zu erfassen, auf dieser Basis mittels KI künstlich zusätzliche Fahrdaten zu erzeugen und diese Methoden zur verbesserten Absicherung der Systeme noch zu erweitern. Darüber hinaus sollen synthetisch Szenarien erzeugt werden, um verschiedene Wetter- und Umfeldbedingungen in die Absicherung einzubringen. Schröder: „Für uns als Produktionswerk sind das Schritte in eine noch digitalere Zukunft. Für unsere Kunden bedeuten sie vor allem mehr Komfort und Sicherheit.“

Schlüsselinnovation 1: Anomaliedetektion durch moderne KI-Verfahren

Ein bisschen kann man es sich vorstellen, als würde ein hochsensibler Beifahrer mit im Fahrzeug sitzen. Ein Beifahrer, der beim automatisiert fahrenden Fahrzeug jede noch so leichte Bewegung des Lenkrades registriert, eine etwas abrupte Bremsbewegung direkt spürt und auch minimale Beschleunigung wahrnimmt. Der immer vorhersagen kann, wie sich das Fahrzeug in einer bestimmten Situation verhalten sollte – und daher sofort weiß, wenn etwas anders ist. Ein Beifahrer, der dann all diese Wahrnehmungen detailgenau weitergeben kann, um das Verhalten des Fahrzeuges in Zukunft noch besser zu machen.

Natürlich sitzt bei einem Forschungsprojekt für digitale Messmethoden keine weitere Person im Fahrzeug. Vielmehr erfassen Messgeräte während der Erprobungsfahrten auf normalen Straßen vielfältige Bewegungsdaten des Fahrzeuges – von der Geschwindigkeit über den Lenkwinkel bis zum Bremsverhalten. Aus diesen Daten erkennt der Algorithmus dann Abweichungen und unplausibles Fahrzeugverhalten, Anomalien eben. So, wie der hochsensible Beifahrer, nur noch viel genauer. Und: Der Algorithmus kann auf Basis vorhandener Parameter prognostizieren, wie sich das automatisiert fahrende Fahrzeug normalerweise in der Abfolge bestimmter Situation verhalten müsste, so dass er auch hier feinste Abweichungen registriert. Alles Daten, die für die Analyse und Anlauftauglichkeit von Fahrerassistenzsystemen im BMW Group Werk Dingolfing extrem wertvoll sind. „Die Erprobungsstrecke haben wir bewusst danach ausgewählt, dass ein Spurwechsel, ein Abbremsen oder eine Beschleunigung auch mal nicht so rund und sanft verlaufen, wie es im Sinne des BMW Kunden und im Selbstverständnis der Premium-Qualität ist“, sagt Projektleiter Gerald Sagmeister. 

Schlüsselinnovation 2: KI-basierte Generierung von künstlichen Daten und Datenerweiterung

 Um zusätzlich zu den Erkenntnissen aus den Realdaten eine möglichst große Bandbreite an Ergebnissen zu erhalten und auch den Erkennungs-Algorithmus noch besser zu trainieren, entwickelt das Projekt DaDriVE Methoden, diese Daten künstlich zu erzeugen. Die KI rechnet dazu die gemessenen Daten hoch und konstruiert zusätzliche neue Datensätze, die leicht vom Original abweichen. Auf diese Weise erstellt das System aus einer in der Realität gemessenen Situation, in dem das Fahrerassistenzsystem zum Beispiel unerklärlich abrupt bremst, beliebig viele weitere Situationen. Die Fahrzeugabsicherung kann so das Fahrverhalten bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten oder Straßenverhältnissen untersuchen, ohne dass die Situation real auftreten muss. „Für unsere Forschung ist die erweiterte Datenanalyse mit KI besonders interessant“, erläutert Prof. Thomas Limbrunner, TH Deggendorf, den Ansatz, der auch viele Fahrkilometer spart. „Wir können uns nicht immer darauf verlassen, dass eine Sondersituation, die wir untersuchen wollen, auch wirklich eintritt. Mittels KI können wir diese Situation aber rechnerisch erzeugen – und sie dann optimal auswerten.“

Schlüsselinnovation 3: Nutzung synthetischer Szenarien zur Fahrzeugabsicherung

Um spezielle Situationen und Szenarien geht es auch in der dritten Schlüsselinnovation. Vom Wetter bis zur Straßenbeschilderung kann das Team durch Eingriffe in die Fahrzeugkommunikation andere Umfeldbedingungen simulieren als zum Zeitpunkt der Fahrt real vorhanden. Beispielsweise plant das Team, Daten ins Testfahrzeug einzuspielen, die dem Assistenzsystem signalisieren, es sei in den USA. So kann die korrekte Funktion mit der dortigen Gestaltung von Ampelanlagen ebenso geprüft werden wie die Erkennung der Straßenmarkierungen. Auch das Verhalten des Systems bei Starkregen lässt sich testen, obwohl die Sonne scheint.

Diese Form der Simulation verbessert die Planbarkeit von Testfahrten und ist vor allem für den Export wichtig. Die Entwicklungsfachstellen der BMW Group können so die Fahrerassistenzsysteme optimal auf länderspezifische Zulassungsanforderungen abstimmen, ohne dass zuvor ein Test vor Ort gelaufen sein muss. „Unser Ziel ist es, die Absicherung definierter Umfeldbedingungen im Rahmen der Absicherung der Anlauftauglichkeit schneller und mit reduziertem Aufwand handhabbar zu machen“, erläutert Dr. Franziska Wutz, Data Scientist und Projektleitung DaDriVe bei b-plus technologies.

Bewährte Partner

Bereits 2021 haben das BMW Group Werk Dingolfing, die TH Deggendorf und b-plus technologies erfolgreich ein gemeinsames Forschungsprojekt zur Absicherung automatisierter Fahrfunktionen abgeschlossen. „Die damals gewonnenen Erkenntnisse helfen uns für das neue Projekt natürlich enorm weiter“, erklärt Sagmeister. „In DaDriVe fahren wir jedoch einen völlig neuen Ansatz, indem wir verstärkt KI einsetzen und die neuen Methoden speziell für unsere werksseitigen Bedarfe aufgrund der Vielfalt an Fahrzeugvarianten und Sonderausstattungen nutzen.“

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Wer kennt den Lotuseffekt und den Klettverschluss? Ja, inzwischen fast jeder. Das sind ja auch tolle Erfindungen. Doch was hat man sich inzwischen außerdem von der Natur für die Technik abgeschaut? Und welche Tiere bzw. Mechanismen aus der Natur stecken dahinter? Kirsten Wommer, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bionik-Forschungsteam der THD, bringt zu dieser Kinderuni am Freitag, 24.11.2023 um 17 Uhr zahlreiche Beispiele mit. In einem interaktiven Quiz können diese entdeckt und kennengelernt werden. Quizfrage vorab: Was haben wir uns von Schmetterling und Eule abgeschaut? Komm und lass dich überraschen von den neuesten Entwicklungen der Bionik, am Campus der THD in Deggendorf, Hörsaal B.004.

Die Kinderuni der THD wird vom MINT-Team der Hochschule organisiert. Die Veranstaltung findet im Raum B.004 am Campus der THD statt und dauert etwa eine Stunde. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Fleißige Besucherinnen und Besucher können Stempel für ihren Kinderuni-Pass sammeln. Erwachsene Begleitpersonen sind herzlich eingeladen, der Veranstaltung in den hinteren Reihen des Hörsaals zu folgen. Parkmöglichkeiten bestehen in der für diesen Zeitraum geöffneten Tiefgarage der THD am Ende der Edlmairstraße.

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Auf Einladung des vom Bayerischen Staatsministerium geförderten Projekts „DeinHaus 4.0 Niederbayern“ der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) tauschten sich mehr als 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Gäste aus Ministerium und Landratsamt, über technisch-digitale Alltagshilfen aus. Mit dem Wandel unserer Gesellschaft werden die Plätze in den Pflegeheimen in den kommenden Jahren voraussichtlich nicht mehr ausreichen. Wie kann es dank intelligenter Technik gelingen, auch im Alter möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu leben? Genau mit dieser Frage beschäftigte sich das Projekt und damit auch der Fachtag am 26. und 27. Oktober in Deggendorf. Das Interesse und die Nachfrage waren enorm.

Im Rahmen einer 9-monatigen Studie wurden 75 Haushalte älterer Menschen mit Sensoren ausgestattet. Ende Oktober war es dann so weit: Gemeinsam mit den Studienteilnehmern wurden die Ergebnisse zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Fast 25 Millionen Datensätze – zum Beispiel über Schlaf, Bewegung oder die eigene Wohnung – wurden gesammelt. Die Ergebnisse führten bei vielen Teilnehmern zu einem Umdenken. Durch die Aufzeichnung des Schlafrhythmus konnten beispielsweise das Schnarchen und die Schlafqualität gemessen werden. Die smarte Körperwaage sammelte Daten über die Pulswellengeschwindigkeit. Bei einer Person zeigte sich schon während der Studie, dass die smarte Technik zuhause Leben retten kann. „Das Entscheidende ist, dass die Menschen damit gearbeitet haben. Also, dass sie gesagt haben, jetzt weiß ich Bescheid, jetzt ändere ich etwas. Ich ändere mein Verhalten, ich achte mehr auf meinen Schlaf und ich achte auf Bewegung.“, so Prof. Dr. Christian Rester, Dekan der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften an der THD.

Doch nicht nur Senioren können von den computergesteuerten Helfern profitieren: Das Projekt richtet sich an alle, die mit pflegebedürftigen Personen in Kontakt kommen, und auch an Familien mit Kindern. Dr. Thomas Huber vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege betont: „Ich denke, dass wir sehr viele Möglichkeiten auf dem Markt haben. Aber es fehlt zum einen an der Finanzierbarkeit. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass die Pflegeversicherung stärker in die Finanzierung einsteigt. Zum anderen setzt ein smartes Bayern voraus, dass die Menschen wissen, was es alles gibt und dass sie sich dann auch trauen, es zu nutzen.“ Mit dem Projekt DeinHaus 4.0 ist der Grundstein dafür bereits gelegt. Ältere Menschen haben den Nutzen intelligenter Technik erkannt und sind neugierig geworden. Das große Ziel ist es, ein Frühwarnsystem zu entwickeln, um Pflegebedürftige oder auch Ärzte rechtzeitig zu informieren. Dafür müssen die gesammelten Datensätze noch genauer analysiert werden. „Big Data - made in Niederbayern“ könnte also schon bald das Leben zuhause erleichtern.

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Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) hat einen neuen Hochschulrat. Am 31. Oktober haben sich die Mitglieder zur ersten Sitzung getroffen. Als neuer Vorsitzender des amtierenden Hochschulrats wurde Dr. Georg Haber, Präsident der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz einstimmig gewählt. Die Amtszeit des Gremiums endet am 31. September 2027.

Der Hochschulrat übernimmt im Hochschulgeschehen eine bedeutende Funktion. Hochschulräte geben Empfehlungen zur Profilbildung der Hochschule, zur Schwerpunktsetzung in Forschung und Lehre sowie zur Weiterentwicklung des Studienangebotes. Der Hochschulrat ist zudem für die Wahl des Präsidenten zuständig, nimmt Stellung zu Ziel- und Leistungsvereinbarungen der Hochschule mit dem Ministerium und beschließt unter anderem über die Grundordnung, also über das Grundgesetz der Hochschule. Ferner nimmt er den Jahresbericht des Präsidiums entgegen. Es ist das einzige Organ, an dem nicht-hochschulangehörige Personen mitwirken. Die Grundordnung der THD sieht zehn Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und insbesondere aus Wirtschaft und beruflicher Praxis für das Amt vor. Dem Hochschulrat gehören außerdem die Mitglieder des Senats an. Miteinander sind sie beratend und kontrollierend tätig, vergleichbar mit einem Aufsichtsrat.

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Trotz kurzfristiger Verletzungs – und Krankheitsausfälle konnte die Technische Hochschule Deggendorf (THD) bei den diesjährigen Kämpfen um den Bayerischen Volleyball-Hochschulpokal mit gleich zwei Mixed-Teams in der Rosenheimer Gabor-Halle antreten. Und am Ende einmal mehr den Titel einheimsen.

Das große Interesse am Hochschulsport an der THD ist auch im aktuellem Wintersemester ungebrochen. Zur Freude der beiden Verantwortlichen, Carolin Stadler und Laura Wiedemann: „Bei diesem Wettbewerb der bayerischen Hochschulen und Universitäten bis 10.000 Studierende mit zwei Teams an den Start gehen zu können, dass ist super!“. Zumal die Gegner nicht nur zahlreich, sondern auch richtig stark waren, wie etwa die Universität der Bundeswehr München. Neben der bayerischen Landeshauptstadt und den Gastgebern standen auch gute Teams aus Ansbach oder Eichstätt-Ingolstadt mit auf dem Court. Dennoch gelang es dem einem Deggendorfer Team sich im Mittelfeld zu platzieren und während das andere nach anfänglichen Startschwierigkeiten einen fantastischen Lauf hatte und am Ende auf Platz 1 landete. Gegen die Volleyballerinnen und Volleyballer der Bundeswehr-Uni München entschied das THD-Hochschulteam im Finale zwei Sätze mit jeweils 25:14 (2:0) sehr deutlich für sich. Mit großartigem Teamspirit und herausragender Motivation wurde einmal mehr Erfolgsgeschichte geschrieben und der Siegerpokal abgeräumt.

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Am Freitag, 17. November findet die nächste Ausgabe der Kinderuni am European Campus Rottal-Inn (ECRI) statt. Dabei werden die jungen Nachwuchsforscherinnen und –forscher am Beispiel von Smoothies erfahren, warum mittlerweile Druck statt Hitze verwendet wird, um Lebensmittel zu konservieren und was das mit deren Preis zu tun hat. Die Vorlesung beginnt um 17 Uhr am Campus in Pfarrkirchen.

Unter dem Titel "Hochdruckkonservierung von Lebensmitteln - Totdrücken statt Totkochen?" zeigt Professor Dr. Markus Hainthaler den kleinen Akademikern den Weg von der heutigen Konservierung mit Hitze bis hin zu aktuellen Forschungsergebnissen in der Hochdruckkonservierung. Das neue Verfahren der Hochdruckkonservierung ist nachhaltiger, da es wertvolle Ressourcen spart, ist dafür aber teurer. Warum das so ist und wie die sogenannte Pascalisation funktioniert, werden die Kinder zusammen mit Prof. Hainthaler in der Kinderuni aufdecken.

Alle wissbegierigen Nachwuchs-Studierenden zwischen acht und 13 Jahren sind herzlich eingeladen dabei zu sein. Begleitpersonen dürfen wie immer gerne mitkommen und von den hinteren Reihen aus zuhören. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen beim Besuch der Vorlesung einen Kinderuni-Ausweis und dürfen sich nach fünf besuchten Vorlesungen über eine Medaille freuen. Weitere Infos zur Kinderuni gibt es im Internet unter www.th-deg.de/kinderuni.

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Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) hat am 31. Oktober zum achten Mal das „Römer-Stipendium“ vergeben. Für Thomas Wölfl, Mechatronik Student an der THD, gibt es nun ein Unterstützungsbudget von insgesamt 4.800 Euro. Monatlicher wird er in den ersten vier Semestern einen Zuschuss von 200 Euro erhalten. So kann Wölfl seinem Studienalltag noch intensiver nachgehen.

Das Stipendium der J.C. Römer-Stiftung aus Grafenau richtet sich an Studierende, die sich durch ihre berufliche Erfahrung oder Meisterprüfung für ein ingenieurwissenschaftliches Studium qualifiziert haben. Für sie ist die Veränderung aus dem Beruf zu einem Vollzeitstudium finanziell ein besonders großer Schritt. Seit 2015 profitierten insgesamt 16 Studierende vom Stipendium der J.C. Römer-Stiftung. Bei der Vergabe wurde die Stiftung vom Career Service der THD unterstützt.

Seit 2009 ist in Deutschland ein Studium auch ohne Abitur möglich. Mit einer Meisterprüfung oder beruflicher Erfahrung können sich junge Menschen für eine akademische Laufbahn qualifizieren. An der THD sind es jährlich rund 40 Studierende, die so zu ihrem Studium finden.

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Vom 11. bis 13. Oktober fand in Bad Gleichenberg, Österreich, die internationale ATLAS-Jahrestagung statt, die von der FH JOANNEUM ausgerichtet wurde. Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Veronika Jánová und Linn Albert vom European-Campus Rottal-Inn (ECRI) stellten dort zwei Projekte vor.

Die Konferenz stand unter dem Motto “Quality of Life: Health, Tourism and Climate” und bot einen multiperspektivischen Blick auf den Tourismus und eine Vielzahl von aktuellen Herausforderungen. Im Special Track "Quality of Life, Well-Being, Climate Change: Bridging the Theory-Action Gap" stellte Veronika Jánová das Interreg-Alpenraumprojekt BeyondSnow vor. Das Projekt wird von Prof. Dr. Marcus Herntrei geleitet und zielt darauf ab, die sozio-ökologische Klimaresilienz kleiner Schneetourismusdestinationen und -gemeinden in mittleren Höhenlagen zu erhöhen, damit diese ihre Attraktivität für Bewohner:innen und Tourist:innen erhalten können. In zehn Pilotregionen im Alpenraum werden unter breiter Beteiligung von lokalen Leistungsträgern Anpassungsstrategien an den Klimawandel erarbeitet. Damit wird zum ersten Mal ein digitales Tool eingesetzt, das datenbasierte Lösungen und konkrete Vorschläge liefert und somit den alpinen Tourismusregionen ermöglicht, ihr Tourismusangebot unter Berücksichtigung des ökologischen Wandels anzupassen und zu revitalisieren. Das so genannte Resilience Decision Making Digital Tool wird Empfehlungen für den Übergang zu nachhaltigen Tourismusmodellen generieren und dazu beitragen, wertvolle regionale Ressourcen zu erhalten.

Im Rahmen des Special Track “Good Practice in Learning and Teaching Tourism in Higher Education” stellte Linn Albert das medien- und didaktikorientierte Projekt XtraveL vor. Unter Leitung von Prof. Dr. Sascha Kreiskott entwickelt das XtraveL-Team ein innovatives und übertragbares Lehrmodul, das sich auf praktische und theoretische Kompetenzen für nachhaltige Reiseplanung und hybride Exkursionen in der Hochschulbildung konzentriert. Einzelne Elemente können von verschiedenen Akteuren in der Hochschulbildung für die Planung von Exkursionen, die Dokumentation von Veranstaltungen oder Exkursionen oder für das Lehren und Lernen von praxisnahen und zukunftsrelevanten Kompetenzen verwendet werden.

Die ATLAS Jahreskonferenz fand dieses Jahr erstmals hybrid statt und bot insgesamt sieben Special Tracks, bestehend aus wissenschaftlichen Vorträgen, Planspielen und Workshops. Es wurden die Themen Circular Economy in the Space of Tourism and Hospitality, Cultural Routes, Sustainable Transport in Rural Areas, Urban Tourism and Well-Being, Quality of Life and Climate Change, Good Practice in Learning and Teaching Tourism in Higher Education und Event Crisis Management von Teilnehmern aus mehr als 20 Ländern intensiv diskutiert.

Die Association for Tourism and Leisure Education and Research (ATLAS) ist eine mitgliederbasierte Netzwerk- und Forschungsorganisation. Ihr Hauptziel ist die Förderung von Bildung und Forschung im Bereich Tourismus und Freizeit durch regelmäßige Treffen und Informationsaustausch zwischen den Mitgliedsinstitutionen.

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Die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) ist eine Großforschungseinrichtung von Weltruf in der Nähe von Genf. Jährlich veranstaltet sie ein Seminar aus Informatikvorlesungen, den CERN Spring Campus, in einem ihrer 23 Mitgliedstaaten. Im März 2024 findet dieser an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) statt.

„Der CERN Spring Campus wurde im Jahr 2014 ins Leben gerufen und bringt Hightech-Wissen des CERN in die Mitgliedstaaten. An vier Tagen unterrichten Experten des CERN Informatikvorlesungen und teilen ihr Wissen“, berichtet Prof. Dr. Patrick Glauner, KI-Professor an der THD. Weitere Schwerpunkte der Veranstaltung seien ein Hackathon und der kulturelle Austausch.

Im kommenden Jahr wird der CERN Spring Campus vom 11. bis 14. März an der THD stattfinden. Themen der Vorlesungen sind unter anderem Künstliche Intelligenz, IT-Sicherheit, Usability, verteilte Systeme und Soft Skills. Die Zielgruppe sind in erster Linie Bachelor- und Masterstudenten der Informatik oder verwandter Studiengänge. Darüber hinaus gibt es auch eine begrenzte Anzahl von Plätzen für Hochschulabsolventen.

Aufmerksam auf die THD als Veranstaltungsort wurde das CERN durch Professor Glauner. Der ehemalige CERN-Mitarbeiter freut sich über die weitere Zusammenarbeit: „Bisher konnte ich mehrere meiner Studierenden für ein Praktikum an das CERN vermitteln. Jetzt machen wir mit dem CERN Spring Campus einen weiteren Schritt und bringen das Hightech-Wissen des CERN nach Niederbayern.“ Zudem bestehe für die Teilnehmer die Möglichkeit, nach erfolgreichem Abschluss einer Prüfung ein Zertifikat im Umfang von 2 ECTS zu erhalten.

Weitergehende Informationen zum CERN Spring Campus sind unter www.cern.ch/springcampus verfügbar. Bewerbungen auf einen Platz sind ab sofort möglich. Bei Fragen dazu steht außerdem Prof. Glauner unter patrick.glauner@th-deg.de oder 0991/3615-453 gerne direkt als Ansprechpartner zur Verfügung.

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Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) wurde am 31. Oktober von Brigitte Zypries, Bundeswirtschaftsministerin a. D. und Schirmherrin der Initiative „Arbeitgeber der Zukunft!“, ausgezeichnet. Die Deggendorfer Hochschule zählt damit zu den Vorreitern im Wettbewerb um die besten Talente auf dem Arbeitsmarkt.

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, hat die THD umfassende Maßnahmen ergriffen: Die gezielte Ansprache geeigneter Profile, Willkommensveranstaltungen für neue Mitarbeitende und die Darstellung der Vorteile des öffentlichen Dienstes gepaart mit modernen Arbeitsbedingungen. Die Hochschule setzt auf Präventionsmaßnahmen, flexible Arbeitszeitmodelle, Führungskräfte-Entwicklungsprogramme und Nachwuchsprofessuren.

Das Siegel „Arbeitgeber der Zukunft“ wurde der THD vom Deutschen Innovationsinstitut für Nachhaltigkeit und Digitalisierung (DIND) in Kooperation mit dem DUB UNTERNEHMER Magazin verliehen. Die Auszeichnung betont die Bedeutung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit für den langfristigen Erfolg von Unternehmen. Der Auswahlprozess beinhaltet ein zweistufiges Prüfverfahren: den Smart Company Check, einen Online-Fragebogen in Zusammenarbeit mit Experten, und den Digitalen Außencheck, eine Touch-Point-Analyse durch Professionelles Social Listening. Im Fall der THD war der Erfolg im Digitalen Außencheck ausschlaggebend.

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Am 12. und 13. Oktober fand in Wien der „pflegekongress23“ statt. Experten und Expertinnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz teilten dort vor Fachpublikum ihr Wissen. Auch die Technische Hochschule Deggendorf (THD) war durch die wissenschaftlichen Mitarbeiter Lydia Bauernfeind und Daniel Schümann von der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften vertreten.

Lydia Bauernfeind war eingeladen, einen Vortrag über ihr Forschungsthema „Pediatric Palliative Critical Care Nursing“ zu halten. Dabei beschäftigt sie sich mit der Frage, wie eine würdevolle Palliativ-Versorgung von sterbenden Kindern und die gleichzeitige Betreuung der Eltern im Setting einer Intensivstation möglich ist. In einer qualitativen Erhebung haben Eltern, deren Kinder bereits auf Intensivstationen verstorben sind, ihre Erfahrungen mit Lydia Bauernfeind geteilt. Daraus entwickelte sie Handlungsempfehlungen für Pflegepersonal auf Intensivstationen, die sie den Zuhörerinnen und Zuhörern ihres Vortrags mit auf den Weg gab. Die ausgesprochenen Empfehlungen beinhalteten die Anpassung organisatorischer und struktureller Rahmenbedingungen, Möglichkeiten zur Erinnerungssammlung, Aspekte zum Symptommanagement mit Fokus auf Erhöhung der Lebensqualität und Ermöglichen eines würdevollen Sterbens. Auch wurden Informationen zum hohen Stellenwert der Kommunikation und Möglichkeiten zur Trauerarbeit übermittelt.

Daniel Schümann präsentierte die Begleitstudie zum Projekt DeinHaus 4.0, das vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördert wird. In der Posterausstellung des Kongresses und bei einem Posterwalk hatte Daniel Schümann die Gelegenheit, erste Ergebnisse der Studie näher auszuführen. In dieser testeten Seniorinnen und Senioren über mehrere Monate digitale Unterstützungsangebote in ihrem eigenen Zuhause. Regelmäßig waren die Probanden aufgerufen, von ihren Erfahrungen zu berichten. Diese reichten von den individuellen Hoffnungen und Bedürfnissen der Studienteilnehmer, dem Bewusstwerden des persönlichen Nutzens der Technik sowie dem Lernprozess, mit der Sensorik umzugehen. Sehr deutlich kam heraus, dass den teilnehmenden Personen die Begleitung und Schulung durch Fachpersonal besonders wichtig war.

Während des Kongresses konnte auch mit den Referenten und Referentinnen und den Teilnehmenden in den Austausch gegangen und Kontakte geknüpft werden. Der „pflegekongress23“ in Wien war eine gute Möglichkeit, die THD zu repräsentieren und auf die Forschungsarbeiten der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften aufmerksam zu machen.

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Welche Studiengänge gibt es an der THD? Welche Fächer finde ich interessant? Wie läuft das Studium ab? Und wie sieht es überhaupt so aus, am Campus, in den Hörsälen und den Laboren der THD? Am 2. November finden Studieninteressierte die Antworten dazu. Von 10 bis 16 Uhr lädt die Technische Hochschule Deggendorf (THD) alle Schülerinnen und Schüler ab der zehnten Klasse zum Schnupperstudium an den Campus ein.

„Studienwahl ist natürlich die Wahl des richtigen Studiengangs. Aber nicht nur. Mit unserem Schnupperstudium möchten wir unseren Campus in Deggendorf erlebbar machen. Unser Studienangebot ist dann genauso Thema wie unser Studienort. Wohlfühlen soll man sich ja auch“, erklärt Tatjana Peintinger von der Studienorientierung. Peintinger und ihre Kolleginnen und Kollegen haben zusammen mit den Fakultäten und weiteren Referaten der THD ein abwechslungsreiches Programm für alle Studieninteressierten zusammengestellt. Aus den einzelnen Veranstaltungen kann jeder frei wählen. Persönlichen Austausch zu Themen wie Bewerbungsverfahren, Auslandssemester und Orientierungsstudium finden die Besucherinnen und Besucher bei der Infomesse. Vorlesungen und Laborführungen an den einzelnen Fakultäten erzeugen ein erstes Hochschul-Feeling. Zudem sind die Firmen Caverion, Streicher, und Rhode & Schwarz vor Ort und informieren über Berufs- und Einstiegsmöglichkeiten im Rahmen eines dualen Studiums. Eine Anmeldung zum Schnupperstudium ist nicht notwendig. Auch Eltern sind herzlich willkommen. Weitere Infos zum Ablauf und zum Programm unter www.th-deg.de/schnupperstudium

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Eine Gruppe kolumbianischer Studierender besuchte Ende Oktober die Fakultät Elektrotechnik und Medientechnik an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD). Eine Initiative der THD und der kolumbianischen Universität Del Valle ermöglichte den Besuch. Die Gäste aus Kolumbien wurden von der Fakultät und den Studierenden des Studiengangs Elektrotechnik herzlich empfangen und mit Spitzenforschung und aufstrebenden Technologien vertraut gemacht.

Höhepunkte des Besuchs waren die Besichtigung mehrerer Labore, ein Treffen mit Studierenden während eines Laborpraktikums sowie Vorlesungen und Workshops von Professoren. Für Prof. Dr.-Ing. Nikolaus Müller, Studienfachberater der Fakultät Elektrotechnik und Medientechnik sind internationale Austauschprogramme wie diese von unschätzbarem Wert: „Wir freuen uns sehr, diese talentierten Studierenden aus Kolumbien bei uns zu haben. Diese Erfahrung wird nicht nur ihnen, sondern auch unserer akademischen Gemeinschaft zugutekommen."

Natürlich erkundeten die kolumbianischen Studierenden auch die Altstadt Deggendorfs, kosteten traditionelle bayerische Küche und schlossen erste Freundschaften. Für Juan Pablo Lasso Jaramillo war die Reise nach Deutschland eine unvergessliche Erfahrung: „An der Fakultät Elektrotechnik und Medientechnik wird in top ausgestatten Laboren die praktische Umsetzung des theoretisch Gelernten ermöglicht. So versteht man alles besser und lernt viel schneller. Die Menschen, die wir in der kurzen Zeit kennengelernt haben, waren so gastfreundlich, und wir werden diese Erinnerungen für immer in unseren Herzen tragen."

Die Fakultät Elektrotechnik und Medientechnik will in Zukunft mehr internationale Studierende willkommen heißen und globale Beziehungen im Bereich Elektrotechnik fördern. Der Bildungsaustausch zwischen der THD und der Universidad Del Valle markierte dafür den Anfang.

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Am 12. Oktober wurde auf dem Campus der Universität Augsburg der jährliche BayWISS-Preis für herausragende oder zukunftsweisende Forschungsleistung im jeweiligen Wissenschaftsbereich verliehen. Im Rahmen des Jahreskolloquiums wurde mit Eric Pion auch ein junger Wissenschaftler ausgezeichnet, der gemeinschaftlich von Prof. Dr. Thiha Aung von der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) sowie von Prof. Dr. Silke Härteis, Professorin für Molekulare und Zelluläre Anatomie an der Universität, Regensburg betreut wird.

Eric Pion ist seit April diesen Jahres Mitglied des Kollegs. Er beschäftigt sich als medizinischer Doktorand seit 2020 mit der Entwicklung eines CAM-Modells für ein 3D-in-vivo-Tumormodell. „Eric Pion hat mit Hilfe der sogenannten Laser-Speckle-Kontrast-Analyse maßgeblich zur Digitalisierung der Messung der Gefäßentwicklung in Tumoren beigetragen“, wie THD-Professor Aung berichtet. Diese sogenannte Tumor-Angiogenese spiele beim Wachstum der Tumore eine enorm wichtige Rolle. Dank Pions Arbeit konnte eine Software zur automatisierten Bildanalyse und Quantifizierung der Tumorgefäße entwickelt und nachfolgend auch optimiert werden.

Bewerben für den BayWiss-Preis konnten sich die promovierenden Mitglieder sämtlicher Verbundkollegs. Eine Jury, bestehend aus sechs Sprecherinnen und Sprecher der Verbundkollegs, begutachtete die eingegangenen Bewerbungen. Erster Sieger wurde Ulli Heinlein vom Verbundkolleg Infrastruktur, Bauen und Urbanisierung. Dahinter landete nach Eric Pion auch Oliver Haas (OTH Amberg-Weiden / FAU Erlangen-Nürnberg), der zweite Kandidat, den das Verbundkolleg Gesundheit ins Rennen geschickt hatte.

BayWISS ist die Kooperationsplattform aller elf bayerischen Universitäten und 19 Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWs) sowie der Hochschule für Philosophie München.

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„Dive into a new life” – Dieses Motto prägte die diesjährige Graduiertenfeier am Campus Cham, die von der Schulband des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums unter Leitung von Andreas Ernst musikalisch untermalt wurde. Professor Jürgen Wittmann, Lehrstandortleitung des Campus Cham, betonte: „Sie können stolz darauf sein, durch harte Arbeit, Köpfchen und Durchhaltevermögen Ihren Abschluss geschafft zu haben. Die Hochschule hat die Basis für Ihre berufliche Zukunft gelegt und Ihnen das notwendige Handwerkszeug vermittelt. Nun kommt der nächste Schritt: Lernen Sie in den Unternehmen weiter und bleiben Sie offen für Neues. Nehmen Sie Ihre Zukunft in Ihre Hände!“ Auch Martin Stoiber, erster Bürgermeister der Stadt Cham und Klaus Schedlbauer, Leiter der Wirtschaftsförderung des Landkreis Cham und stellvertretender Sprecher für Landrat Franz Löffler, gratulieren den Absolvia und bezeichnen in ihren Grußworten den Campus als Aushängeschild in einer dynamischen Wirtschaftsregion. Mit dem neuen Modulbau werde die erfolgreiche Zukunft des Campus in Stein gemeißelt werden.

In Vertretung für die Ensinger GmbH überreichte Prof. Wittmann die mit jeweils 1.000 Euro dotierten Preise der Wilfried-und-Martha-Ensinger-Stiftung an Michael Stöckl von der F.EE GmbH für seine Bachelorarbeit „Erstellung einer Applikation zur Kollisionsvermeidung für NC-Schraubachsen“ und an Ýash Karpe für seine Masterarbeit: „Entwicklung und Implementierung eines IR-gestützten Echtzeit-Verkehrsüberwachungssystems“.

Anschließend gratulierte Theo Schneidhuber, erster Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Campus Cham, nochmal insbesondere den beiden Absolventen Ashit und Mayank, die mittlerweile zwei große Stützen im IT-Bereich der hiesigen Sparkasse seien. Die drei Preise für die besten Studienabschlüsse, jeweils mit 200 Euro dotiert, gingen an Michael Holzapfel Edward André Olivera-Apaza  und Rohit Ranjane. Die Absolventenrede hielt Preisträger Olivera-Apaza aus Peru und schließt diese emotional mit den Worten „Obrigado, Obrigado, Obrigado“ ab: dem Dank an alle, die ihm das Gefühl gaben, zu Hause zu sein und ihm die Türen für seinen Berufseinstieg geöffnet haben sowie an seine Freunde und Familie hier oder in der Ferne. Schließlich verlieh Prof. Wittmann die Urkunden an die Graduierten: 14 im Studiengang „Bachelor Mechatronik – Digitale Produktion“, 29 im „Master Mechatronic and Cyber-Physical Systems“ sowie 6 im „Master Artificial Intelligence for Smart Sensors and Actuators“. Das traditionelle „Shift the Tassle“ und Hütewerfen symbolisiert den Abschluss des Studiums und den Übergang in die Berufswelt, in die 54 junge Menschen nun eintauchen.

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Die Code Week ist eine von der Europäischen Kommission ins Leben gerufene Initiative, mit dem Ziel Kinder, Jugendliche und Erwachsene in ganz Europa für das Programmieren und Tüfteln zu begeistern und das Verständnis für eine zunehmend digitalisierte Welt zu fördern.

Das MINT-Team der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) hatte letztes Jahr zusammen mit den MINT-Labs Regensburg e.V. die Code Week in die Region geholt und auch dieses Jahr zahlreiche Aktionen an der THD initiiert. Natürlich macht da auch der Technologie Campus Vilshofen gerne mit, um Schüler:innen in der Region spielerisch an das Thema heran zu führen. So haben sich die Verantwortlichen am Campus ein ganz besonderes Rahmenprogramm einfallen lassen – den Cyber Security – Erlebnistag. Der Q12 Informatikkurs des Gymnasiums Vilshofen besuchte mit Lehrer Ludwig Danner das Cyber Security Team.

Im Vordergrund stand der Spaß am Programmieren und die Sensibilisierung junger Menschen für das Thema Cybersicherheit.

Zwei Gruppen konnten sich abwechselnd in einem extra hierfür programmierten „Capture the Flag“ -Spiel mit Wissen und Geschick durch verschiedene Levels manövrieren. Auf die punkthöchsten Teilnehmer warteten Gold, Silber und Bronzemedaillen frisch aus dem 3D-Drucker.

Zeitgleich konnte die andere Gruppe im Escape-Room in die stereotype Rolle eines Hackers schlüpfen und knifflige Rätsel lösen um den Escape Room zu knacken. Nach einer kurzen Stärkungspause wurde getauscht.

Die Schüler waren sich einig: es war richtig toll!

Im Escape-Room hat ihnen vor allem die stringente Cyber-Verbindung in allen Details gefallen. Ein Hacker ist im Campus Vilshofen eben noch ein richtiger Hacker. Im „Capture the Flag“ – Teil wurde nicht minder der Ehrgeiz geweckt. Die Schüler zockten sich durch alle Levels mit bahnbrechenden Punkterekorden.

Woher das Interesse am Thema stammt? Da hört man die unterschiedlichsten Stimmen: Eine davon wollte zuerst einfach das „geringste Übel“ der Fächerauswahl nehmen und hat so seine Begeisterung zu diesem Fach entdeckt, eine andere hat sich schon immer dafür interessiert. Das Interesse wurde durch den Opa, der in der Rente nun über die nötige Zeit verfügt, um sich dem Thema gebührend zu widmen, so verstärkt, dass sie sogar Softwareingenieurin werden möchte.

Egal welche Berufsvorstellung auch vorherrschte, ob Wirtschaftsinformatiker, Geophysikerin oder auch noch überhaupt keine Ahnung, wohin es mal gehen sollte – in einem waren sie sich alle einig – ein Praktikum am Campus Vilshofen würde ihnen bestimmt Spaß machen.

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Prof. Peter Schmieder, Direktor und wissenschaftlicher Leiter des Bayerischen Innovations Transformations Zentrum (BITZ) der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), hielt am 17. Oktober auf dem World Young Scientist Summit (WYSS) in Brüssel eine Eröffnungs-Keynote zum Thema »Die dritte Mission der Hochschulen – eine Aufgabe für junge Wissenschaftler«.

Schmieder schilderte vor über 150 Teilnehmern, wie gut genau das im niederbayerischen Wissenschafts- und Gründerökosystem bereits funktioniert. „Nicht ohne Grund wurden die THD und das BITZ Oberschneiding als weltweit bestes Ökosystem im internationalen »World University Rankings for Innovation« gekürt“, so der THD-Professor. Laut Schmieder ist es entscheidend, die richtigen Netzwerke zu etablieren, damit junge Wissenschaftler an jeder Stelle ihres Weges die besten Unterstützer bekommen. Nur so erhalten sie die Möglichkeit, wissenschaftliche Neuerungen erfolgreich in den Markt zu bringen und innovative Produkte auf nationalen und internationalen Märkten bestmöglich zu platzieren. „Dies ist aus unserer Sicht inzwischen ein wichtiger Aspekt der sogenannten »Third Mission« der Hochschulen geworden. In enger Vernetzung mit der Wirtschaft, mit unternehmerischem Denken und Handeln, so soll maximale Marktdurchdringung erreicht werden“, sagt Schmieder.

Als Moderator des Forums „Aktuelle Trends und Herausforderungen in der Hochschulbildung“ sprach Schmieder mit Rektoren und Dekanen renommierter internationaler Universitäten über Innovation und Technologie in der Bildung. Es ging um den Einsatz von KI bei der Gestaltung der modernen Universität und um starke Partnerschaften mit Industrie, Regierung und lokalen Gemeinden. „Diese sind von wesentlicher Bedeutung, wenn es darum geht, die wirtschaftliche Entwicklung, Forschungs- und Produktinnovation sowie soziale Auswirkungen voranzutreiben.“

Für einen globalen Netzwerker wie Schmieder ist das ein ganz persönliches Anliegen. Er lebe genau dies vor und begleite am BITZ Menschen und Organisationen mit herausragenden Inventionen auf ihrem Weg zu einem skalierungsfähigen Unternehmen.

Das WYSS verfolgt die Vision, die Talente der Welt für eine bessere Zukunft zu vereinen und eine globale Gemeinschaft zu fördern. Im Fokus des WYSS 2023 European Event standen diesmal „Innovation und Zusammenarbeit für Fortschritte bei der Verwirklichung der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen“. Themen waren dabei die Rolle der Universität in Innovationsökosystemen, Innovationen junger Wissenschaftler, die Stärkung der Frauen im Innovationsprozess sowie Technologie und neue Trends der Wissenschaft. Mehr als 60 angesehene Persönlichkeiten - Professoren, Expertinnen, Forschende und junge Studierende bis hin zu Unternehmern – vertraten 20 Länder und Regionen beim Kongress in Brüssel.

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Mit Augenmerk auf den internationalen Austausch besuchten THD-Präsident Prof. Dr. Peter Sperber und THD-Kanzlerin Birgit Augustin vom 11. bis 25. Oktober den Süden Afrikas. Auf ihrer Reise nach Südafrika und Botswana besuchten sie Schulen und Universitäten, um die Technische Hochschule Deggendorf (THD) vorzustellen, neue Kontakte zu knüpfen und die Gegebenheiten vor Ort besser kennenzulernen.

Eine mögliche Kooperation besprachen Peter Sperber und Birgit Augustin mit der Rektorin der Botho University, Dr. Sheela Raja Ram in Gaborone, Botswana und der deutschen Botschafterin Margit Hellwig-Bötte. Ihre Zukunftspläne hielten die beiden Hochschulen in einer gegenseitigen Absichtserklärung fest. Von beiden Seiten besteht großes Interesse am Austausch von Studierenden, Wissenschaftlern und Dozierenden sowie gemeinsamen Lehr- und Forschungsaktivitäten.

Einen Eindruck des Lebensgefühls in Botswana vermittelte die Graduiertenfeier der Botho University, deren Gäste Peter Sperber und Birgit Augustin waren. Als Hochschulpräsident war Peter Sperber eingeladen, einen Preis auf der Bühne zu überreichen. Birgit Augustin berichtet von der beeindruckenden Ansprache der Rektorin, die den Absolventinnen und Absolventen Mut für die Zukunft zusprach, sowie von der Preisverleihung mit mitreißender Musik und Tanzeinlagen. Vergleichbar mit der THD erhielten die besten Studierenden Sponsorenpreise. An der Botho University bestehen diese meistens aus einem Geldpreis und einem Praktikumsplatz.

Auch an der BUAN University in Gaborone entstanden konkretere Gespräche mit dem Rektor Prof. Ketlhatlogile Mosepele, der sehr an neuen Technologien für die Lebensmittelproduktion interessiert ist. Die THD möchte in Form von Studierenden- und Dozentenaustausch zusammenarbeiten. Außerdem sollen gemeinsame Studiengänge aufgebaut werden, die einen Double-Degree ermöglichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unterzeichnung der Absichtserklärung: (vorne v.l.) Dr. Sheela Raja Ram, Rektorin der Botho University, THD-Präsident Prof. Dr. Peter Sperber, (hinten v.l.) THD-Kanzerlin Birgit Augustin, Botschafterin Margit Hellwig-Bötte

 

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Digitale Systeme, die Menge an Daten wie auch die Anzahl an Cyberangriffen entwickeln sich ständig weiter, die Überwachung der Datenströme stößt an ihre Grenzen. Deshalb hat sich ein Team Forschender ein neues Ziel gesetzt: Im Projekt CAIDAN wollen sie ein hybrides Signatur- und Angriffserkennungssystem entwickeln. Angesiedelt ist das Vorhaben am Technologie Campus Vilshofen, einem Forschungsstandort der Technischen Hochschule Deggendorf (THD). Unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Heigl wird das Institut ProtectIT der THD in den nächsten drei Jahren die Umsetzung wissenschaftlich begleiten. Mitte Oktober trafen sich die Forschenden der THD mit den Projektpartnern VDI/VDE Innovation und Technik GmbH, Trufflepig IT-Forensics GmbH, CIM Logistics GmbH und TG alpha GmbH in Deggendorf, um zusammen den Grundstein für das Forschungsvorhaben zu legen.

Mithilfe Künstlicher Intelligenz soll das System in unterschiedlichen Datenquellen nach Anomalien suchen. Ist CAIDAN fündig geworden, schlägt es Alarm und das Forschungsteam kann komplexe Cyberangriffe oder angehende Systemausfälle frühzeitig erkennen und geeignete Reaktionsmaßnahmen entwickeln.

Klassische Angriffserkennungssysteme (IDS) erkennen oft nur bereits bekannte Angriffe, während KI-basierte Methoden zwar die neuesten Versionen erkennen können, es aber oft zu Fehlalarmen führt. Das Projektteam möchte eine eindeutige und unstrittige Zuordnung neuartiger Cyberangriffe schaffen, die automatisch in eine Datenbank übertragen werden. Die Aufarbeitung des Vorfalls und die einfachere Entwicklung geeigneter Reaktionsmaßnahmen ist ein weiterer wichtiger Baustein des Projekts. Künftig wird der Bedarf an solchen Lösungen weiterwachsen, da immer mehr Behörden und Unternehmen in die Kategorie „Kritische Infrastruktur“ fallen und gleichzeitig von einer stetig steigenden Anzahl an Cyberangriffen auszugehen ist. Nun sollen Lösungen entstehen, die eine innovative, kostengünstige und effektive Mischung aus IT- und Betriebstechnologieüberwachung schaffen.

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Das gemeinsame Interesse für Erneuerbare Energien, Innovationen und die Gründerszene führte 35 Studierende der Universidad de Concepción in Chile und der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) aus unterschiedlichen Studiengängen zusammen, um an der Summer School „Game Changers“ der THD teilzunehmen. Das Angebot der Hochschule fand bereits in der letzten Septemberwoche statt. Um ihre Erfahrung und ihr Wissen zu erweitern, besuchten die Studierenden mehrere Firmen, Informationsveranstaltungen und arbeiteten an eigenen Projekten.

In Windberg besichtigte die Gruppe das Biomasseheizwerk und Nahwärmenetz. Im Rottal ging es an den Forschungscampus TZE und zur Firma Stoiber Photovoltaik. Dort bekamen die Studierenden Informationen über Solarenergie und Biomasse sowie das Wasserkraftwerk direkt vor Ort. Auch das firmeneigene Startup Vision2Future, das sich mit Stromspeichern beschäftigt, wurde vorgestellt.

Im Verlauf der Woche präsentierten außerdem das Start-up Ecoligo, Siemens Energy Latin America, lumianEnergy, MAN Deggendorf, IFOX Systems in Kooperation mit der Thomas-Krenn.AG und Globemee ihre Tätigkeiten im Bereich der Nachhaltigen Energie.

Das interkulturelle Verständnis und die interdisziplinäre Zusammenarbeit waren ein weiterer wichtiger Teil der Summer School. Am Ende der Woche stellten die Teams ihre Gruppenarbeiten einer Jury aus Hochschul- und Firmenvertretern vor. Die Bayerische Kultur lernten die Studierenden aus Chile bei einem Bayerischen Abend kennen. Vor ihrem Abflug stand noch einen Besuch der Bits & Pretzels und des Oktoberfests in München an.

Die Organisatoren Prof. Dr. Javier Valdes und Kathrin Auer planen einen dauerhaften Austausch zwischen Deggendorf und Chile zu erhalten. Erste Kontakte zwischen Professor:innen, Forschungslaboren und Studierenden sind geknüpft.

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„Besser kann man sich den Start in die Kinderuni zum aktuellen Schuljahr nicht wünschen“, freut sich die Organisatorin der Kinderuni an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) Angelika Hable. Mehr als einhundert Kinder mit einigen Erwachsenen im Schlepptau waren der Einladung des MINT-Teams der THD gefolgt, das jährlich fünf bis sechs Kinderunitermine anbietet.

Passend zum aktuellen Wissenschaftsjahr hieß das Thema zum Auftakt „Unser Universum“. Dozent Sigmund Leitl, erster Vorstand der Volkssternwarte Winzer, fragte gleich zu Beginn, was den jungen Forschenden zu dem Thema einfallen würde. Viele Begriffe wurden in den Raum geworfen, von Meteorit bis Schwarzes Loch. Herr Leitl kam kaum nach mit dem Notieren an der Tafel. Und dann ging’s auch schon los mit dem Urknall. Die Kinder hörten von Elektronen, Neutronen und Wasserstoff, welche Elemente aus Helium in der Sonne hergestellt werden können und welche Sterne die uns nächsten sind. Mit beeindruckenden Farbbildern, die die Größenunterschiede der Sterne verdeutlichten, brachte Sigmund Leitl die Kinderaugen zum Strahlen und gingen erstaunte Ahs und Ohs durch die Reihen. Zum Abschluss erfuhren die Kinder, wie sich Sterne verbrauchen, ausdehnen und schließlich implodieren. Dann war es Zeit für die Fragen der Kinder. Viele Hände schossen in die Höhe. „Was passiert, wenn zwei Galaxien zusammenstoßen?“, „Warum dauert ein Flug zum Mars so lang?“ und vieles mehr, wollten die Kinder wissen. Um den zeitlichen Rahmen nicht zu sprengen, lud Kinderuniorganisatorin Angelika Hable alle zur nächsten Kinderuni am 24.11. ein und diejenigen, die noch Fragen hatten, nach vorn zum Dozenten, wo sie sich noch weiter mit ihm im kleineren Kreis austauschen konnten.

Die nächste Kinderuni findet am Freitag, 24. November zum Thema Bionik statt. Wer hierbei an Lotusblume und Klettverschluss denkt, liegt nicht falsch, wird aber bei der Kinderuni viel mehr in Sachen Abschauen bei der Natur für die Technik kennenlernen. Alles Infos und weiteren Termine sind zu finden unter www.th-deg.de/kinderuni.

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Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) soll in Südafrika und Botsuana als internationale Hochschule bekannter werden. Präsident Peter Sperber und Kanzlerin Birgit Augustin haben sich dafür auf eine mehrwöchige Reise begeben. An Colleges, deutschen und internationalen Schulen stellten sie die THD als internationale Institution vor. Sperber und Augustin berichteten über das Bewerbungsverfahren, die Studiengänge, das Leben in Deggendorf, Pfarrkirchen und Cham und die Jobmöglichkeiten in Bayern.

Zur Hälfte der Reise stand ein Besuch der deutschen Botschafterin in Botsuana an. Margit Hellwig-Bötte erklärte die Mentalität der Botsuanischen Bevölkerung und berichtete über großzügige Fördermöglichkeiten der Auslandsaufenthalte der Studierenden durch die Botsuanische Regierung. Und auch, dass Studentenvisa unproblematisch ausgestellt werden. Zusammen mit der Botschafterin standen zudem Besuche mehrerer Universitäten in Gabarone an. Auf ihrer Reise führten Sperber und Augustin mehrere Kooperationsgespräche.

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Vom 5. bis 8. Oktober fand in Berlin die 15. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie statt. Von der Grundlagenforschung bis hin zu Sessions „From Bench to Bedside“ wurde eines sehr deutlich: Die Zeiten von der Umsetzung experimenteller Daten aus dem Labor bis hin zur Therapie am Patienten haben sich dramatisch verkürzt. Jan Schüler, naturwissenschaftlicher Doktorand von Prof. Dr. med. Thiha Aung, Professor für Operative Medizin an der THD, hatte in Berlin ebenfalls die Gelegenheit seine aktuellen Ergebnisse zu polyzystischen Nierenerkrankungen vorzustellen. Diese eröffnen neue Möglichkeiten auf der Suche nach wirksamen Therapieoptionen.

Mit Professor Aung und seinen medizinischen Forschungskooperationen mit der Universität Regensburg bzw. seinen ärztlichen Aktivitäten in der Region sowie seinem THD-Studiengang Physician Assistant hinterlässt das Thema Medizin an der Deggendorfer Hochschule erste Spuren. „Ich bin sehr stolz auf meine universitären Doktoranden wie Herrn Schüler, aber auch auf meine Studentinnen und Studenten in Deggendorf“, erklärt Aung. Ihm ist auch zu verdanken, dass mit Prof. Dr. Armin Kurtz, der früher an der Uni in Regensburg den Physiologie-Lehrstuhl inne hatte, ein überaus renommierter Forscher als Lehrbeauftragter für den Physician Assistant-Studiengang gewonnen werden konnte. „Hier wächst etwas sehr Spannendes zusammen und das ist großartig“, findet der Experte für Operative Medizin. Aung leitet außerdem zusammen mit Prof. Dr. Silke Härteis von der Universität Regensburg und Privatdozent Dr. Björn Buchholz vom Universitätsklinikum Erlangen ein Projekt in der Nierenforschung.

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Super Jobaussichten, vielseitig und immer spannend: Als Ingenieurin oder Ingenieur stehen einem viele Türen offen. Das zeigt die Technische Hochschule Deggendorf (THD) auch dieses Jahr wieder in den Herbstferien. Das beliebte Programm TastING findet am 2. und 3. November statt. An diesen Tagen dürfen sich interessierte Schülerinnen und Schüler ab der zehnten Jahrgangsstufe umsehen und ausprobieren in der Welt der Ingenieursstudiengänge. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.

Physik im Crashtest, ein Kunstwerk programmieren oder seine eigenen Fähigkeiten als Produktdesigner testen – nur eine kleine Auswahl der verschiedenen Mitmach-Workshops, die die Fakultäten der Deggendorfer Hochschule an diesen Tagen bieten. Und doch zeigt sie bereits die Vielfalt ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge und Berufsfelder. Darüber hinaus im Programm: die mitreißende Session von Prof. Dr. Veronika Fetzer „Perfect Pitch - wie du in drei Minuten jede:n überzeugst“ – eine neue coole Art des Präsentierens sowie das Round-Table-Dating mit Ingenieurinnen und Ingenieuren aus den Unternehmen der MINT-Region. Im Rahmen des parallel stattfindenden Schnupperstudiums können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von TastING über alle an der THD gebotenen Studiengänge informieren. Organisatorin Tanja Zellner vom MINT-Team der THD freut sich schon darauf, den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, „wie abwechslungsreich, interessant und bunt ein MINT-Beruf sein kann und vor allem, dass er für jede und jeden geeignet ist, wenn man sich nur traut“. Getraut haben sich bisher einige. Ein Viertel aller TastING-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer hat über dieses Format das Wunschstudium an der THD gefunden. So auch Julian Lorenz, der 2017 bei TastING dabei war und mittlerweile dual Elektrotechnik an der THD studiert: „An TastING hat mir so ziemlich alles gefallen. Von den spannenden Vorträgen der Professoren bis hin zum selbstständigen Arbeiten in den Laboren. Spätestens beim Löten im E-Technik-Labor wusste ich, was ich will. TastING hat mir die großen „Barrieren“ vom Ingenieursstudium genommen“, erinnert sich Julian.

TastING wird vom MINT-Team der Technischen Hochschule Deggendorf organisiert. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der zehnten Jahrgangsstufe aller Schularten. Jeweils von 8 Uhr bis ca. 16.30 Uhr bekommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in exklusiv angebotenen Workshops, Vorträgen und Laborpraktika Einblick in verschiedene Studiengänge. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.th-deg.de/tasting.

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Den ersten Europäischen Verbund für Territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) in Bayern gründete Prof. Dr. Horst Kunhardt 2020 für die Technische Hochschule Deggendorf (THD) zusammen mit der FH Oberösterreich. Bei einem people2people Workshop am 16. Oktober in Linz trafen sich verschiedene Fachbereiche der THD und FH Oberösterreich, Vertreterinnen und Vertreter der Euregiones, des Niederbayern-Marketings sowie der Wirtschaftskammern.

Um internationale Studierende für den Arbeitsmarkt in Oberösterreich und Niederbayern verfügbar zu machen, müssen einerseits Hemmschwellen auf Seiten der Unternehmen abgebaut, andererseits Studierende besser und gezielter auf die Bedürfnisse der regionalen Wirtschaft vorbereitet werden. Dazu gehören zum Beispiel Sprachkenntnisse oder auch Erwartungshaltungen. Über den EVTZ könnte in dieser Hinsicht eine gemeinsame Art von Agentur als "Single Point of Contact "entwickelt werden. Diese sollte das Angebot beider Hochschulen gezielt in Richtung der Unternehmen vermarkten und auch als Servicestelle für Interessierte und Studierende dienen.

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Am 15. November findet der achte Deggendorfer Gründungstag statt. Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) und der Innovations Technologie Campus (ITC1) suchen kreative Ideen und Start-ups aus dem Landkreis Deggendorf. Der Wettbewerb befindet sich in der heißen Phase. Eine Bewerbung ist noch bis zum 29. Oktober möglich. Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung können sich jetzt schon anmelden und dürfen sich auf die Keynote des bekannten Startups Langhaarmädchen freuen.

Beim Gründungstag der THD und des ITC1 steht die lokale Gründungsszene im Mittelpunkt. Die besten Ideenträgerinnen und Ideenträger sollen ausgezeichnet und andere motiviert werden, ihren Traum eines eigenen Unternehmens anzupacken. Prämiert werden die ersten Plätze in zwei Kategorien: Beginner und Starter. Also Ideenträger und Gründungsinteressierte, die noch nicht offiziell gegründet haben oder Start-ups, deren Gründung nicht länger als fünf Jahre zurückliegt. Ganz offen ist auch, aus welcher Branche die Bewerberinnen und Bewerber kommen. Die Preisgelder liegen bei 500 bzw. 1.000 Euro.
Für diejenigen, die als Besucher am Gründungstag teilnehmen, ist es eine ideale Gelegenheit, die besten Nachwuchsunternehmen und Gründungsexperten aus der Region kennenzulernen. Ein Highlight auf der Bühne werden die beiden Gründerinnen von Langhaarmädchen sein. Mit ihren Haarpflegeprodukten sind sie das erste Start-up, das mit der Drogeriemarkt-Kette dm eine eigene Exklusivmarke entwickeln durfte. Unter anderem wurden sie 2018 als Top Gründer im Handwerk ausgezeichnet.

Informationen für Bewerber, das ausführliche Programm zum Gründungstag sowie der Anmeldelink für Besucher sind unter www.deggendorfer-gründungspreis.de zu finden. Der Eintritt ist kostenlos.

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Die Fakultät Maschinenbau und Mechatronik der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) startet am 23. Oktober um 17.30 Uhr wieder mit ihrer Kolloquienreihe für das Wintersemester 2023/24. Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Unternehmen zu intensivieren. Auch soll den Studierenden sowie dem Hochschulpersonal ein zusätzlicher Einblick in die Ingenieurspraxis und persönliche Kontakte ermöglicht werden. Los geht’s mit Thu Jennifer Ngo-Anh, M.D., Ph.D. von der European Space Agency in Noordwijk, Niederlande. Ihr Thema im THD-Hörsaal C 001: „Wissenschaft unter Weltraumbedingungen“.

Was enorm spannend klingt, ist es auch. „Der Weltraum“, so Prof. Dr.-Ing. Franz Bergbauer von der THD, „bietet eine einzigartige Umgebung für wissenschaftliche Experimente.“ Das Forschungsspektrum der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency) ESA sei breit gefächert und reiche von der physikalischen Forschung mit Materialwissenschaften, Flüssigkeits-, Quanten- und Astrophysik und Erforschung von Verbrennungsvorgängen über die Lebenswissenschaften mit Medizin, Biologie / Biotechnologie, Astrobiologie, Fernerkundung, Klimatologie, Technologieerprobungen bis hin zu vielfältigen Bildungsinitiativen.

Zukünftige Explorationsmissionen stellen zudem bisher nie dagewesene Anforderungen an die Entwicklung der Raumfahrt, die intensiv erforscht, erprobt und validiert werden müssen. Die Internationale Raumstation ISS sowie andere bodengebundene Forschungsplattformen sind in Forschung und Entwicklung eine unverzichtbare Brücke zwischen Erde und der Exploration unseres Sonnensystems. Dr. Dr. Thu Jennifer Ngo-Anh wird mit ihrem Vortrag einen spannenden Ein- und

Überblick über das Wissenschaftsprogramm »Science in the Space Environment (SciSpacE)« der Europäischen Weltraumagentur (ESA) geben.

THD-Professor Bergbauer: „Wir erhoffen uns durch diesen und auch die drei folgenden Kolloquienvorträge einen Erfahrungs- und Gedankenaustausch sowie Anregungen und Innovationen, die in die zukünftige Lehre an der Deggendorfer Hochschule positiv einfließen können.“ Via ZOOM können Interessierte die Kolloquien der THD-Maschinenbauer auch online mitverfolgen und gerne virtuell mitdiskutieren: https://th-deg-de.zoom.us/j/65231606539?pwd=dFdrSUlNeEFmQlhzb1p2VEhzUTZZZz09
 

Weitere Termine und Themen

Montag, 20.11.23

Andreas Hubert

Geschäftsführer/Managing Director

Aerostack GmbH

Dettingen an der Erms

Fuel Cells For Aeronautic

Applications

Montag, 11.12.23

Christian Schuhbauer

Head of New Technologies

MAN Energy Solutions SE

New Technologies Deggendorf

Power-to-X Technologies for a Sustainable Future

Montag, 15.01.24

Reinhold Gietl

Ehemaliger Werkleiter Pilkington

Deutschland AG – NSG Group

Grafenwöhr

Die menschliche Führungskraft in

Zeiten von Industrie 4.0 und künstlicher Intelligenz: Warum Herz und Verstand unverzichtbar bleiben

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Die OTH Regensburg, die Technische Hochschule Deggendorf (THD), die R-Tech GmbH sowie die Bayerische KI-Agentur unterstützen mit dem „Digital Innovation Ostbayern“-Hub kleine und mittlere Unternehmen sowie öffentliche Verwaltungen bei der Digitalisierung.

Am 6. November von 10 bis 15 Uhr eröffnet in der TechBase Regensburg ein besonderer DInO Park. Am Start sind die Technische Hochschule Deggendorf (THD), die OTH Regensburg, die R-Tech GmbH mit dem Cluster Mobility & Logistics und der Digitalen Gründerinitiative Oberpfalz sowie die Bayerische KI Agentur aus München. DInO steht für „Digital Innovation Ostbayern“. Es handelt sich hierbei neben „Bayern Innovativ“ in Nürnberg und dem „DigiHealthHub“ des Medical Valleys in Erlangen um einen von drei europäischen Hubs in Bayern.

Innovative Ideen und Automatisierung von Prozessen

Der Fokus des DInO-Hubs liegt klar auf kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie öffentlichen Verwaltungen – und zwar bevorzugt in ländlichen Regionen. „Dabei bewegen wir uns also in einer anderen Umgebung, als die digitale Transformation üblicherweise gedacht wird und unsere Aufgabe ist es, bei der Digitalisierung, der Entwicklung innovativer Ideen und der Automatisierung von Unternehmensprozessen und -produkten zu unterstützen“, erklärt Projektleiterin Dr. Jane Wuth vom Technologie Campus Freyung der THD.

Bei der Veranstaltung am 6. November sind Teilnehmende aus Unternehmen aller Branchen sowie der öffentlichen Verwaltung herzlich willkommen. Das Motto dabei lautet: „Wir, gemeinsam, digital“. Ziel sei es, den Wirtschaftsstandort Ostbayern weiter zu stärken und für die digitalen Herausforderungen der Zukunft als Netzwerk zu gestalten. Dafür wolle man den Gästen die Beratungs- und Weiterbildungsangebote sowie die zur Verfügung stehenden Labore und Techniken vorstellen. Nach der Begrüßung durch das DInO-Team wird der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ein Grußwort sprechen.

Anmeldung bis 30. Oktober

Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung bis zum 30. Oktober wird gebeten: https://survey.th-deg.de/index.php/758356. Das vollständige Programm finden Sie hier: https://www.mobilitylogistics.de/news-events/events/detail/6/11/2023/digital-innovation-ostbayern-dino-auftaktveranstaltung

Das DInO-Gesamtprojektvolumen liegt bei gut fünf Millionen Euro. Etwa die Hälfte des Budgets stammt aus EU-Fördertöpfen, weitere 1,25 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und nochmals 1,25 Mio. Euro aus einem Eigenanteil der OTH Regensburg, der R-Tech GmbH und der Bayerischen KI Agentur.

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Wie erkennt man krankheitsauslösende Veränderungen im Erbgut oder anhand von Genprodukten (RNAs)? Welche Techniken gibt es? Und wieso ist die Bioinformatik ein essenzieller Bestandteil für die Forschung rund um zielgerichtete Therapien, den sogenannten „Targeting Therapies“ – vor allem im Kampf gegen Krebs? Mit all diesen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11b des Comenius Gymnasium Deggendorf am 4. Oktober im Zuge der bayernweiten Code Week. An der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) tauchten sie unter Anleitung des Teams von Prof. Dr. Melanie Kappelmann-Fenzl (Fakultät Angewandte Informatik) in die Welt der Bioinformatik ein. Der Tag stand ganz unter dem Motto „Puzzeln mit dem Codes des Lebens“.

Die insgesamt 18 Schülerinnen und Schüler starteten den Tag im Labor für translationale Biomedizin der THD. Nach einer kurzen Einführung in die molekulare Genetik, bei der den Schülern die Zusammenhänge sowie Unterschiede zwischen DNA, RNA und Proteine erklärt wurden, konnten sie im Anschluss mit dem Workshop im Labor, der RNA-Isolation, beginnen. Vom sauberen Arbeiten im Labor, über das richtige und genaue Handling der Pipetten und Zentrifugen bis hin zur eigenständigen RNA-Isolation aus Zellen und der abschließenden RNA- Konzentrationsmessung mittels Spektralphotometer wurden die Schülerinnen und Schüler von Prof. Dr. Kappelmann-Fenzl und ihrem Team sowie dem MINT-Team der Hochschule begleitet. Mit viel Spaß und Engagement erzielten sie hervorragende Ergebnisse.

Anschließend tauchten die Schülerinnen und Schüler in einem Workshop in die Welt der Biomedizinischen Datenanalyse ein. Das Ziel war es, die Unterschiede in der Aktivität von Genen zwischen normalen Zellen und Krebszellen zu untersuchen und darzustellen. In der Bioinformatik wird dafür ein Verfahren angewendet, die differenzielle Genexpression. Hiermit werden „Schlüsselgene“ identifiziert, welche spezifisch für Krebszellen sind. In den ersten Schritten haben die Schülerinnen und Schüler die gesammelten Sequenzierungsdaten auf ihre Qualität überprüft und anschließend diese Daten mit dem menschliche Genom abgeglichen. Um diesen komplexen Prozess zu verdeutlichen, führten sie diese Verfahren anhand eines DNA-RNA-Puzzles beispielhalft durch. Basierend auf den Ergebnissen aus dem Abgleich lässt sich eine Quantifizierung durchführen, mit der man feststellen kann, wie stark ein bestimmtes Gen in der Zelle genutzt wird.

Die Code Week an der THD mit dem Thema „Puzzeln mit dem Code des Lebens“ – RNA-Isolation im Labor und biomedizinische Datenanalyse“ fand bei den Schülerinnen und Schülern großen Anklang. Durchgeführt worden war das Programm von Prof. Dr. Melanie Kappelmann-Fenzl, Dr. rer. Nat. Stefan Fischer, Zubeir El Ahmad und Sabrina Auer von der Fakultät Angewandte Informatik der THD. Die Organisation hatte Angelika Hable vom MINT-Team der Hochschule übernommen.

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Ferne Galaxien, Sterne und Planeten - unser Universum ist Thema des Wissenschaftsjahres 2023. Passend dazu widmet sich die erste Kinderuni der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) im neuen Semester diesem Thema. Am Freitag, 20. Oktober um 17 Uhr steht der Hörsaal der Hochschule wieder allen Wissbegierigen zwischen acht und 13 Jahren offen. Als Experten konnten die Organisatorinnen Siegmund Leitl von der Sternwarte Winzer gewinnen. Er kennt sich bestens aus, kann allerlei Interessantes und Wissenswertes über unser Universum berichten und freut sich auf die Fragen seiner neugierigen Gäste.

Die Kinderuni der THD wird vom MINT-Team der Hochschule organisiert. Die Veranstaltung findet dieses Mal im Raum I.101 am Campus der THD statt und dauert etwa eine Stunde. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Fleißige Besucherinnen und Besucher können Stempel für ihren Kinderuni-Pass sammeln. Erwachsene Begleitpersonen sind herzlich eingeladen, der Veranstaltung in den hinteren Reihen des Hörsaals zu folgen. Parkmöglichkeiten bestehen in der für diesen Zeitraum geöffneten Tiefgarage der THD am Ende der Edlmairstraße.

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Dmitrii Dobriborsci verstärkt seit Wintersemester 2023/2024 die Lehre in den Fachbereichen Robotik und Künstlicher Intelligenz am Campus Cham. Ursprünglich in Moldawien geboren, kristallisierte sich seine Leidenschaft für Mathematik und Physik bereits in frühen Jahren heraus. „Autonome Robotik ist für mich ein faszinierendes Gebiet: die Schnittstelle zwischen innovativer Technologie und endlosen Möglichkeiten. Wo Science-Fiction zur Realität wird, inspiriert uns die Robotik dazu, unsere Industrielandschaft aktiv umzugestalten und unsere Lebensqualität nachhaltig zu verbessern“, so Prof. Dobriborsci. An der ITMO-Universität St. Petersburg in Russland absolvierte er sowohl seinen Bachelorabschluss in Automatisierung und Regelungstechnik als auch den konsekutiven Masterabschluss in intelligente Technologien in der Robotik.

Nach seiner Promotion mit der Dissertation „Ausgangsadaptive und robuste Regelung für lineare Systeme unter externen Störungen und abgetasteten Daten“ erforschte er zunächst als Postdoktorand die Überschneidung von Reinforcement Learning (zu Deutsch: verstärkendes Lernen) und Robotik, woraufhin er im Herbst 2021 die Leitung des Labors für Intelligente Robotik sowie eine Assistenzprofessur an der National University of Science and Technology (MISIS) übernahm.  

Nach maßgeblichen Forschungsaktivitäten in der Robotik, nahm Dobriborsci schließlich im Frühjahr 2022 seine Funktion als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Technologie Campus Cham, einem Forschungsstandort der Technischen Hochschule Deggendorf, an. „Ich glaube, dass autonome Roboter zukunftsweisende Technologien sind, die z. B. das Gesundheits- oder Transportwesen revolutionieren sowie Effizienz, Sicherheit und Barrierefreiheit nachhaltig verbessern. Es geht nicht darum, Maschinen zu konstruieren. Es geht darum, ein besseres Morgen zu gestalten.“ Seine versierte Forschungsarbeit zu KI-basierten Steuerungssystemen in der Robotik wurde schließlich in zahlreichen renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht und auf internationalen Konferenzen präsentiert. Am Campus Cham, einem Lehrstandort der Technischen Hochschule Deggendorf, wurde Prof. Dobriborsci schließlich im September 2023 zum Professor für Autonome Robotik berufen. „Als Professor am Campus Cham möchte ich meine Studierenden mit Wissen, Fertigkeiten und Methoden, für die die sich rasant entwickelnde Welt der Robotik wappnen. Ich will sie zu Wegbereitern und Problemlösern der Zukunft ausbilden, die bedeutsame Beiträge zur akademischen wie auch beruflichen Welt leisten.“

Neben seinen Vorlesungen baut Dobriborsci aktuell auch ein eigenes Lehr- und Forschungslabor für Intelligente Robotik am Campus auf, wo er sein umfangreiches Wissen über KI-Applikationen in der Robotik praxisorientiert den Studierenden vermittelt. TurtleBots, UR3s und Greifer wurden bereits erfolgreich ins neue Robotik-Labor integriert. Zusätzlich wird noch ein Unitree-Go2-EDU-Plus angeschafft: ein mobiler vierbeiniger Roboterhund, womit sich Studierende selbstständig an der Simulation und Programmierung mechatronischer Systeme versuchen können. „Was ich am meisten an meiner Tätigkeit als Professor am Campus Cham liebe, ist die dynamische Lernumgebung und der Enthusiasmus der Studierenden, Professorenschaft und Mitarbeitenden. Unglaublich bereichernd für mich ist es, deren persönliches Wachstum zu beobachten, während ich sie dabei unterstütze, den Herausforderungen und Möglichkeiten in der Welt der Robotik mit offenen Armen, Augen und Ohren zu begegnen.“ Dmitrii Dobriborsci lebt mit seiner Frau und ihrer gemeinsamen Tochter in Cham. Den sportbegeisterten Professor trifft man in seiner Freizeit sehr wahrscheinlich auf der Skipiste, beim Wandern, im Fitnessstudio oder in der Vorlesungspause bei einer Partie Tischtennis am Campus Cham.

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Die medizinische Grundversorgung ist in vielen afrikanischen Ländern mangelhaft. Das kann auch Dr. med. Thiha Aung, Professor für Operative Medizin an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), bestätigen. Er war bereits in mehreren afrikanischen Ländern und hat dort an zahlreichen humanitären Hilfseinsätzen teilgenommen. Aus diesen Einsätzen weiß er, dass größere Operationen vor Ort nicht möglich sind. Die Folge: Patienten leben oft jahrzehntelang mit ihren unbehandelten, oft nicht einmal diagnostizierten Krankheiten. So erging es auch einer 28-jährigen Frau aus Uganda. Nun konnte ihr geholfen und der Startschuss für eine institutionelle Zusammenarbeit in Uganda vollzogen werden.

Die Patientinnen und Patienten in Uganda werden überwiegend auf Bananenplantagen visitiert und behandelt. Zur Diagnose von Lymphödemen werden einfache Handultraschallgeräte eingesetzt. Der Schwerpunkt der Behandlung mit den vor Ort vorhandenen Möglichkeiten liegt im Bereich der konservativen Therapie mit manueller Lymphdrainage und Kompressionstherapie sowie entsprechender Wundversorgung.

Eine der Betroffenen ist Lawin Kushaba. Sie leidet seit einigen Jahren an einem sehr ausgeprägten Lymphödem (Stadium III) am rechten Bein und kann nun dank THD-Professor Aung wieder optimistisch in die Zukunft blicken. Vor Kurzem führte der Mediziner im Klinikum Freyung bei der Patientin eine sogenannte autologe vaskularisierte Lymphknotentransplantation (VNLT) durch, um ihr Beinlymphödem zu reduzieren. Bereits wenige Tage nach der sechsstündigen Operation hat sich der Umfang des betroffenen Beines deutlich verringert. Seitdem ist eine weitere deutliche Verbesserung des Lymphödems und eine Steigerung der Lebensqualität und der Bewegungsmöglichkeiten der Patientin zu verzeichnen.

Rainer Klaus, 1. Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Lymphoedemtherapie e.V., hatte den Kontakt zu dem THD-Professor hergestellt, um Lawin den Aufenthalt in Deutschland zu ermöglichen. Aung ist Leiter des Studiengangs „Physician Assistant“ an der THD und Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Translationale Sarkomforschung und Lymph-(Angiogenese)“ an der Universität Regensburg.

Um die medizinische Versorgung von Lymphödem-Patientinnen in Uganda zu verbessern, sind weitere gegenseitige Besuche und gemeinsame Drittmittelanträge geplant. So strebt der THD-Professor beispielsweise eine Kooperation mit der Universitätsklinik „Bugema University“ in Kampala an. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Behandlung von Lymphödemen unterschiedlichen Ursprungs. Aung diskutierte mit den zuständigen Ärzten vor Ort diverse Optimierungsvorschläge der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten. Bereits 2007 leistete der erfahrene Chirurg, der selbst aus Myanmar stammt, im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit seinen ersten humanitären Einsatz in Myanmar. Seitdem führt er mit Teams aus Ärzten, Studierenden, Pflegekräften und Orthopädietechnikern regelmäßig Einsätze in Entwicklungsländern in Asien und Afrika durch. Dabei werden vor allem fortgeschrittene Tumore im Bereich der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, der Orthopädie und Gynäkologie operiert.

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Zwei Studierende der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) haben sich in „Die Höhle der Löwen“ getraut. Wer die Sendung regelmäßig verfolgt, hat Thomas Wiederer und Daniel Schreiner am 2. Oktober gesehen. Mit ihrer Idee für komplett natürliche Badezusätze sicherten sich die Bayerwaldler einen Deal in Höhe von 30.000 Euro. Den Grundstein für diesen Erfolg haben sie nach eigener Aussage an der TH Deggendorf gelegt. Denn hier haben die Gründer nicht nur ihr Wunschstudium gefunden, sondern auch viele Tipps und individuelle Beratung zu ihrem Startup erhalten.

Die Idee für das Unternehmen „Herbal Spa“ hatte Thomas Wiederer schon während seines Studiums an der THD. Inspiriert hat ihn sein verstorbener Vater, der ein spezielles Heubad anbot. Zusammen mit Daniel Schreiner beschloss Wiederer, diese Idee fortzuführen und ein Startup zu gründen. Denn die besten Freunde ergänzen sich auch beruflich sehr gut. Thomas konzentriert sich als BWLer auf das Marketing und den Vertrieb, während Daniel den gesamten Produktbereich von der Entwicklung über die Produktion bis zur Zertifizierung verantwortet.

Über ihre Startup-Idee und ihre Vorgehensweise tauschten sich die heute 26-Jährigen im Studium laufend mit Professoren aus: „So kamen wir auch an einige interessante Kontakte. Alles in allem war die Infrastruktur mit dem Startup Campus und vielen praktischen Einblicken durch die Dozenten an der THD sehr hilfreich, damit unser Startup entstehen und in die praktische Umsetzung kommen konnte.“ Das Produkt, die Marke, den Web-Shop usw. bauten die beiden nebenberuflich auf. 2022 starteten sie nach der erfolgreichen Zertifizierung des Produkts mit einer klein angelegten Testphase.

Der wirtschaftliche Erfolg brauchte nun noch einen Motor. Mit ihrer Bewerbung bei „Die Höhle der Löwen“ haben die Niederbayern diesen vollkommen unerwartet gefunden. Nach einigen Produktverbesserungen und Zusammenarbeit mit dem Team rund um ihren Investor Ralf Dümmel, ist für Wiederer und Schreiner jetzt der Fokus, die Badezusätze und die Marke „Herbal Spa“ zu etablieren. Langfristig wollen sie ihr Unternehmen im Bereich der natürlichen Körperpflegeprodukte positionieren.

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Der Bitkom Summit, das jährliche Gipfeltreffen der IT-Branche, versammelte am 20. und 21. September über 1.000 führende Entscheidungsträger aus der Informationstechnologie in Berlin. Mit dabei, Prof. Dr. Helena Liebelt von der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), die dort das Institut für Zukunftstechnologien leitet sowie ihr Kollege Prof. Dr. Rui Li, ebenfalls von der Fakultät Angewandte Informatik und ebenso Fachmann für Quantum Computing.

In der Hauptstadt war die Deggendorferin Liebelt am 21. September als Referentin wie auch als Expertin während einer Podiumsdiskussion zum Thema »Bewältigung des Fachkräftemangels« gefragt. In ihrem Vortrag stellte Professorin Liebelt den Masterstudiengang für Quantum Computing der Hochschule in Deggendorf vor. Diesen hatte sie auf Basis ihrer umfangreichen Industrieerfahrung selbst konzipiert, „von Partnern und Arbeitgebern wurde er erfreulicherweise als der Goldstandard in der Ausbildung des Quantum Computings gefeiert“, wie Liebelt aus Berlin berichtet. Die Erfolge könnten sich denn auch sehen lassen. Die THD-Professorin präsentierte beim Bitkom Summit neueste Entwicklungen und betonte „das immense Potenzial dieses Studiengangs für den Quantum Arbeitsmarkt“. Ihr Vortrag sei von den Teilnehmern als inspirierend und informativ wahrgenommen und habe zur Diskussion über Lösungsansätze für den Fachkräftemangel beigetragen.

Ebenfalls im Fokus des Interesses stand THD-Professor Li, der eine Keynote zum Thema Software und Quantum Computing hielt. Li präsentierte seine aktuellen Forschungsergebnisse im Bereich »Computational Fluid Dynamics« (CFD). Diese versprechen bahnbrechende Anwendungen, wie zum Beispiel die Simulation und Optimierung von Luftströmungen in energieintensiven Rechenzentren oder auch bei Windrädern. Li berichtete, dass diese Technologie dazu beitragen könne, den enormen Energieverbrauch von Rechenzentren zu reduzieren oder die Effizienz von Windkraftanlagen zu steigern. Letzteres würde also beispielsweise die Lebensqualität der Menschen in Regionen mit vielen Windrädern erhöhen bzw. die Nutzung solch nachhaltiger Energiequellen verbessern.

Der Bitkom Summit 2023 bot somit eine herausragende Plattform für den Austausch von Ideen, Innovationen und Expertise in der IT-Industrie. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie hochkarätige Wissenschaft und praxisnahe Anwendungen die Branche vorantreiben und für eine vielversprechende Zukunft sorgen.

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Erstmals verlieh Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume am Freitag, 29. September das Promotionsrecht für elf themenspezifische Promotionszentren an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und Hochschul-Kooperationen. Darunter die Technische Hochschule Deggendorf (THD). Zusammen mit der TH Augsburg und der HAW Landshut hatte sich die Deggendorfer Hochschule um ein Promotionszentrum zum Schwerpunkt „Digitale Technologien und ihre Anwendung (DigiTech)“ beworben.

„Unsere Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen haben sich als herausragende Forschungseinrichtungen etabliert. Es ist logische Folge, dass sie nun auch das Promotionsrecht erhalten“, begründet Staatsminister Markus Blume die Erweiterung des Promotionsrechts. Bisher konnten Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler nur an Universitäten die Doktorwürde erlangen. An der Deggendorfer Hochschule freuen sich THD-Präsident Prof. Dr Peter Sperber, Vizepräsident Prof. Waldemar Berg und alle an dem Projekt Beteiligten über das bewilligte Promotionszentrum: Es sei eine große Auszeichnung, ein Beweis der wissenschaftlichen Exzellenz, ein Aushängeschild für die THD. „Das eigene Promotionsrecht ist eine große Chance für uns alle“, bekräftigen Dr. Kristin Seffer und Prof. Dr. Roland Zink, Leitungsteam des Promotionszentrums an der THD. Die THD sei für den wissenschaftlichen Nachwuchs sehr interessant, auch international, wissen die beiden. Die Hochschule könne mit einem hohen Anwendungsbezug punkten. An den Technologie Campi bieten sich erstklassige Forschungsmöglichkeiten mit direktem Praxisbezug. Der Transfer in Wirtschaft und Industrie ist Standard. Das eigene Promotionsrecht erhöhe die Attraktivität der THD, sind sich Seffer und Zink sicher. Für das bewilligte Promotionszentrum müssen die beteiligten Professorinnen und Professoren über eine herausragende Forschungsaktivität verfügen und diese nachweisen. „Wir sind ungemein stolz, dass wir allein von der THD zwölf Professorinnen und Professoren zu diesem Themengebiet für das Promotionszentrum stellen können. Das zeigt unsere Forschungsstärke“, freuen sich Seffer und Zink. Die beiden haben gemeinsam mit dem THD-Vizepräsidenten für Forschung, Prof. Dr. Andreas Grzemba und in enger Abstimmung mit den Kolleginnen und Kollegen der kooperierenden Hochschulen Konzept und Antrag für das Promotionszentrum „Digitale Technologien und ihre Anwendung (DigiTech)“ ausgearbeitet – mit Erfolg. 

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Für Kinder ist es manchmal schwer, ihre Anliegen den Eltern gegenüber deutlich zu machen oder sich so auszudrücken, dass sie verstanden werden. Die Kinderuni des European Campus Rottal-Inn (ECRI) geht am Freitag, 13. Oktober ab 17 Uhr genau auf dieses Thema ein. Dann dreht sich alles um die Frage „Wie argumentiere ich effektiv mit meinen Eltern?“

Ob bei der Diskussion um Schulbelange, Bettgehen, oder einfach beim Nichtstun – Kinder erfahren in der Vorlesung von Prof. Dr. Michelle Cummings-Koether und Prof. Dr. Mouzhi Ge,

wie sie ihre Belange oder Bedürfnisse logisch und sinnvoll ausdrücken können. Dazu gehört beispielsweise, wie sie Argumente besser formulieren können, wie sie Sachen sagen können, so dass ihre Eltern sie besser verstehen oder wie sie sich besser ausdrücken können, wenn sie missverstanden wurden. Die beiden Professoren zeigen in der Kinderuni verschiedene Wege auf, wie Argumente aufgebaut und effektiv genutzt werden können.

Die Vorlesung richtet sich an alle Nachwuchsforschenden ab acht Jahren. Sie dauert circa eine Stunde und kann ohne Voranmeldung besucht werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen beim Besuch der Vorlesung einen Kinderuni-Ausweis und dürfen sich nach fünf besuchten Vorlesungen über eine Medaille freuen. Eltern oder Begleitpersonen sind ebenfalls herzlich willkommen. Weitere Infos zur Kinderuni gibt es im Internet unter www.th-deg.de/kinderuni.

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Die Technische Hochschule Deggendorf (THD), die OTH Regensburg, die Universität Regensburg, die OTH Amberg-Weiden, die Hochschule Landshut und die Universität Passau gehen gemeinsame Wege bei der Qualifizierung unternehmerischer Talente an den Hochschulen und Universitäten. Die sechs staatlichen Universitäten und Hochschulen aus Niederbayern und der Oberpfalz haben sich Ende September zu einem neuen Gründungs-Hub Ostbayern zusammengetan.

Im Gründungs-Hub Ostbayern werden an den einzelnen Universitäten und Hochschulen bereits vorhandene Angebote für Gründerinnen und Gründer aller Hochschulen im Verbund zugänglich gemacht und durch neue Maßnahmen ergänzt. „Unsere neuen Maßnahmen orientieren sich am unternehmerischen Prozess, also von der Idee zur Marktreife und Finanzierung“, so Prof. Dr. Sean Patrick Saßmannshausen, Professor für Entrepreneurship an der OTH Regensburg und Koordinator des Verbundes. „Wichtig ist, dass jede Hochschule sich mit ihren jeweils spezifischen Stärken einbringt und dass wir mit dem Gründungs-Hub Ostbayern eine Plattform schaffen, auf der sich gründungsinteressierte Hochschulangehörige aus ganz Ostbayern begegnen können.“ Durch die Transfer- und Digitalisierungsprojekte TRIO und INDIGO seien die ostbayerischen Universitäten und Hochschulen in der Zusammenarbeit sehr erfahren. Jetzt geht es um gemeinsame Wege bei der Qualifizierung unternehmerischer Talente.

Mehr Nachhaltigkeit und Stabilität

Der Gründungs-Hub Ostbayern trage zur Interdisziplinarität bei und schaffe zusätzliche Gründungschancen an den Schnittstellen von innovativen Technologien und sozialen Trends. Die Förderung bringe außerdem mehr Nachhaltigkeit und damit Stabilität für bereits vorhandene Angebote. Darüber hinaus erlaube sie es, vor allem neue und hochschulübergreifende Impulse in ganz Ostbayern zu setzen. Mit einer nachhaltigen Gründungsqualifizierung sinken die wahrgenommenen Herausforderungen im Gründungsprozess. Zugleich wachse das Zutrauen, den eigenen Erfolg beeinflussen zu können. Dieser Effekt führe, da sei man sich sicher, nicht nur zu erfolgreicheren, sondern auch zu mehr Neugründungen. Genau darauf setze das Qualifizierungsprogramm.

Förderung in Höhe von ca. 1,84 Millionen Euro

Noch im Herbst dieses Jahres soll mit der Umsetzung des Vorhabens begonnen werden. Vom Freistaat Bayern wird der Gründungs-Hub Ostbayern zunächst für fünf Jahre mit Fördermitteln in Höhe von 1,84 Millionen Euro ausgestattet. Nach diesen fünf Jahren ist für den Fall einer positiven Evaluierung eine Verstetigung des Gründungs-Hubs angekündigt.

Die Förderung erfolgt durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen der Offensive „Hightech Transfer Bayern”. Nähere Informationen zur Förderung durch das Bayerische Staatsministerium finden sich hier:

https://www.stmwk.bayern.de/pressemitteilung/12718/nr-101-vom-25-09-2023.html

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Am 21. September wurde laut Staatsminister Markus Blume „der denkbar größte Pakt mit den Hochschulen“ geschlossen. Blume und die Leitungen der 33 staatlichen bayerischen Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen sowie Kunsthochschulen haben am Donnerstagnachmittag in München die individuellen Hochschulverträge für den Zeitraum bis Ende 2027 unterzeichnet. So auch die THD, vertreten durch der Vize-Präsidenten Lehre und designierten THD-Präsidenten Waldemar Berg. Nach dem Inkrafttreten des Bayerischen Hochschulinnovationsgesetzes (BayHIG), nach Meinung der bayerischen Staatsregierung das modernste in Deutschland, der Verstetigung der Hightech Agenda Bayern sowie der Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung Hochschulen 2023 bis 2027 ist dies ein weiterer Meilenstein für die zukunftsfeste Weiterentwicklung der bayerischen Hochschullandschaft.

Dazu Wissenschafts- und Kunstminister Blume: „Schlusspunkt der größten Hochschul-Offensive aller Zeiten: Unsere Hochschulen setzen sich bei größtmöglicher Planungssicherheit ambitionierte Ziele – so entfaltet sich in den 33 individuellen Hochschulverträgen die ganze Vielfalt und Exzellenz der bayerischen Wissenschaftslandschaft! Als Freistaat begleiten und unterstützen wir die Hochschulen insbesondere mit der Verstetigung unserer 5,5 Milliarden Euro starken Hightech Agenda und einem weiteren Aufstocken der Strategiefonds. So bleibt Bayern das Wissenschaftsland Nr. 1!“

In den Verträgen zwischen dem Freistaat und seinen Hochschulen setzen die einzelnen Einrichtungen neben klaren eigenen Schwerpunkten in den Kernbereichen Studium und Lehre, Forschung und Transfer viele innovative Akzente bei Mega-Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Damit konkretisieren sie für die einzelnen Einrichtungen die Vorgaben der Rahmenvereinbarung Hochschulen 2023 bis 2027 - Agilität, Exzellenz und Innovation für Bayerns Hochschullandschaft, mit der im Juni eine neue Ära der strategischen Hochschulsteuerung eingeläutet wurde. Als Instrument der Hochschulsteuerung lösen die Hochschulverträge die 2006 eingeführten Zielvereinbarungen ab. Ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung des neuen BayHIG. Dabei wird das in der Rahmenvereinbarung verankerte Prinzip einer modernen outcome-orientierten Steuerung in den Hochschulverträgen in individuellen, verbindlichen und profilbildenden Zielsetzungen fortgeführt.

Das Erreichen der ehrgeizigen Ziele unterstützt der Freistaat mit erheblichen finanziellen Leistungen: Die Strategiefondsmittel wurden um 10 Millionen Euro auf fast 55 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt. Damit stehen bis Ende 2027 vorbehaltlich der jeweiligen Beschlussfassungen des Haushaltsgesetzgebers insgesamt rund 275 Millionen Euro in Strategiefonds für profilbildende Maßnahmen an den Hochschulen zur Verfügung.

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Am 26. September fand an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) zum insgesamt fünften Mal die ostbayerische Transferkonferenz TRIOKON statt. Im Mittelpunkt der früher von TRIO und nun vom Netzwerk INDIGO organisierten Tagung: »New Work« - ein Begriff, unter dem sich wohl jeder etwas anderes vorstellt, dem man sich aber gemeinsam nähern wollte. Namentlich die sechs ostbayerischen Hochschulen und Universitäten aus Amberg/Weiden, Deggendorf, Landshut, Passau und Regensburg sowie rund 130 Teilnehmende aus Wissenschaft und Wirtschaft. Und immer mit im Boot, die gute, alte Digitalisierung mit ihren aktuellen Hype-Thema, der Künstlichen Intelligenz.

Prof. Dr. Hubertus Tuczek von der Hochschule Landshut, der in seinem Impulsvortrag über Leadership in Zeiten der digitalen Transformation sprach, verwies auf eine andere prominente Veranstaltung: die Gründermesse »bits&pretzels«, die ebenfalls diese Woche in München stattgefunden hatte. „Wenn ganz Deutschland diesen Spirit, diese Kreativität und diese Aufbruchstimmung zeigen würde, wie die junge Gründerszene bei der »bits&pretzels«, dann müssten wir uns um die Zukunft in Deutschland keine Sorgen machen“, stellte Tuczek fest. Tatsächlich, so der Professor, sei New Work nämlich keinesfalls gleichbedeutend mit Work-Life-Balance im Sinne einer 4-Tage-Woche, sondern bedeute eine Work-Life-Integration, für die es ein passendes Digitales Mindset brauche. Denn die Digitalisierung ermögliche neue, effizientere Arbeitsformen, die es erlauben, zeit- und ortsunabhängig zu arbeiten. Exemplarisch wurde auf Apples ersten räumlichen Computer, Vision Pro, verwiesen, der 2024 auf den Markt kommen soll.

Der zweite Impulsgeber, Prof. Dr. Wolfgang Nagl versicherte, dass uns die Arbeit nie ausgehen werde. Was da auch kommen mag, von Robotik bis zur Künstlichen Intelligenz (KI). Bei all der Technik stelle sich eher die provokante Frage: „Warum gibt es überhaupt noch Jobs?“ Eine Antwort sei einfach, so Nagl: „Weil wir einfach nicht genug bekommen. Weil wir Konsum wollen und immer mehr Wohlstand.“ Aber natürlich: „Alte Jobs werden wegbrechen bzw. sich verändern, aber neue werden kommen“. Deshalb sei lebenslanges Lernen und große Flexibilität unumgänglich. Die Digitalisierung könnte vor allem Berufe in der Mitte zerstören oder stark verändern, prognostizierte Nagl. Zum Beispiel gibt es den klassischen Einzelhandelsverkäufer wegen des Online-Handels schon weniger. Eine Bankangestellte trifft seltener Finanzierungsentscheidungen, die durch Algorithmen beschrieben sind und konzentriert sich dafür mehr auf Beratung und Verkauf. Staatsminister Christian Bernreiter merkte dazu optimistisch an, dass die Welt nicht nur aus schwarz und weiß bestehe. Ersetze man beispielsweise eine Verwaltung mit einer künstlichen Intelligenz, dann gebe es als Antwort wohl nur noch ja oder nein. Das wolle niemand, schließlich gehe es immer um Lösungen.

In fünf Workshops unter anderem zu den Themen digitales Lernen, nationale und internationale Fachkräftesicherung oder Storytelling bei der Pflege der Arbeitgebermarke konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viele Anregungen aus der Praxis, aber auch aus der begleitenden Forschung mitnehmen. Die anschließende Podiumsdiskussion drehte sich dann abermals um die Frage, ob und wie KI und Robotik die Arbeitswelt verändert. Einigkeit herrschte über die Meinung von Werner Hampel, CEO der ROBTEC GmbH: „Roboter werden zukünftig eintönige und langweilige Routinearbeiten übernehmen“. Ja, übernehmen müssen, man denke nur an den Arbeitskräftemangel. Prof. Dr. Karsten Weber von der OTH Regensburg ergänzte, dass es wohl netto keine Verluste bei der Zahl der Arbeitsplätze geben werde. Für individuell Betroffene, deren Job wegfalle, sei das aber natürlich kein Trost und immer ein gravierender Lebenseinschnitt. Die gesellschaftliche Dimension des Themas dürfe also nicht unterschätzt werden. Resilienz durch Bildung und fortwährende Weiterbildung sei der Schlüssel. Auch hier ein Konsens: „Bei der Bildung ist vieles im Argen und eine Menge zu tun!“ Wie die Digitalisierung in eben diese Bildung derzeit eingreife, das verdeutlichte Prof. Dr. Annette Hautli-Janisz von der Universität Passau. Sie berichtet von einer Studie, in welcher Aufsätze von Schülern mit denen von Chat GPT3 sowie Chat GPT4 verglichen wurden. Die Schülerinnen und Schüler landeten abgeschlagen auf dem dritten Rang. Was dieses Ergebnis und vor allem solche, sich rasant weiterentwickelnden und einfach von jedermann nutzbaren Innovationen für die Schule und die Hochschullehre nun bedeute, das sei Gegenstand weiterer Forschungen.

Bernard Zeidler von der BayWa AG beschloss die Konferenz mit einem erfrischenden Vortrag, ob New Work nun Pflicht, Kür oder Utopie sei. Grob zusammengefasst könnte man sagen: Pflicht für Management und Bürokräfte, (noch) eine Utopie für alle, die in der Region anpacken müssen. Dieser Polarität sei man sich beim Konzern mit einer Zentrale in München und mit über 500 im Land verstreuten Liegenschaften wohl bewusst. Die vier großen Megatrends: Digitalisierung, Demografie, Dekarbonisierung und Deglobalisierung verändern unsere Arbeitswelt massiv und nachhaltig. Ob man dabei jemals an den bekanntesten der drei, von Frithjof Bergmann definierten Bereiche von New Work, nämlich "Arbeit, die man wirklich, wirklich will" gelangt, das bleibe – nicht nur bei der BayWa – eine große Herausforderung. Mit dem neuen Arbeitgeber-Claim „Tun, was wirklich wichtig ist“ wolle man jedenfalls zeigen, dass die BayWa auf dem richtigen Weg ist - schließlich kümmere man sich bereits seit 100 Jahren um nachhaltige Lösungen für die gesellschaftlichen Grundbedürfnisse Ernährung, Energie, Wärme und Mobilität, sowie Bauen und Wohnen.

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In der heutigen, immer vielfältiger werdenden und globalisierten Welt ist Erfolg nur garantiert, wenn man die Hürden interkultureller Begegnungen erkennt und gekonnt meistert. Das Hochschulzertifikat „Interkulturelle Kompetenz“ der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) beleuchtet interkulturelle Kompetenz aus verschiedenen Perspektiven und hilft dabei, interkulturelle Fähigkeiten in der Praxis zu reflektieren und anzuwenden. Anmeldungen zum Zertifikatskurs sind noch bis zum 26. Oktober möglich.

Interkulturelle Kompetenz bildet heutzutage eine zukunftsweisende Schlüsselqualifikation und liefert Strategien zum sicheren Navigieren in einer globalisierten Welt. Das Hochschulzertifikat ermöglicht es, diese Qualifikationen zu erlernen und sie auf verschiedene Kontexte anzuwenden, die in einer globalisierten Welt auftreten können. Gleichzeitig zeigt es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wie deren persönliche Werte und Verhaltensweisen interkulturelle Interaktionen beeinflussen. So lernen sie, sich gekonnt im internationalen Arbeitsumfeld zurechtzufinden und schärfen so ihr berufliches Profil.

Der Zertifikatskurs dauert drei Semester, startet zum 1. Oktober und schließt mit einem Hochschulzertifikat ab. Teilnehmen können alle, die über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügen und sich für interkulturelle Themen interessieren. Der Kurs wird zunächst nur auf Englisch angeboten, soll in Zukunft aber auch auf Deutsch gelehrt werden. Er findet am European Campus Rottal-Inn in Pfarrkirchen statt. Für bereits immatrikulierte Studierende der THD ist die Teilnahme am Zertifikatskurs kostenlos, für alle anderen belaufen sich die Kosten auf 72 Euro Studentenwerksbeitrag pro Semester. Weitere Informationen zum Kurs und der Anmeldung finden Interessierte unter: https://www.th-deg.de/ic-z oder per E-Mail an intercultural@th-deg.de

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Wissenschaftler der Westböhmischen Universität Pilsen waren am 27. September 2023 zu Gast am Technologie Campus Teisnach Sensorik. Im Rahmen eines von der Bayerisch-Tschechischen Hochschulagentur (BTHA) geförderten Projekts fand ein Workshop zu aktuellen Themen der optischen Sensorik im Bereich von Hochspannungsanwendungen statt. Zwei Wissenschaftler der Westböhmischen Universität besuchten den Technologie Campus Teisnach Sensorik. Die Gäste aus Tschechien wurden von den wissenschaftlichen Leitern des Campus, Prof. Raimund Förg und Prof. Dr. Jens Ebbecke, herzlich empfangen und mit der hervorragenden Ausstattung des Campus vertraut gemacht.

Höhepunkte des Besuchs waren neben der Besichtigung der Labore auch der wissenschaftliche Austausch von Ideen für zukünftige gemeinsame Forschungsanträge. Dr. Josef Pihera und Dr. Frantisek Steiner sind Spezialisten auf dem Gebiet der elektrischen Teilentladungen bei Hochspannungsanwendungen und dieses Thema ergänzt sich hervorragend mit den Aktivitäten im Bereich der optischen Glasfasersensorik am Technologie Campus Teisnach Sensorik. Nach einem gemeinsamen internationalen Forschungsantrag im April 2023 soll nun im November 2023 ein weiterer gemeinsamer Forschungsantrag eingereicht werden. Auf Basis dieser geplanten gemeinsamen Forschungsaktivitäten wird die bayerisch-tschechische Zusammenarbeit beider Hochschulen gestärkt und alle Teilnehmer dieses Workshops freuen sich auf die weitere Forschungsaktivitäten.

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Am 2. Oktober beginnt das neue Semester an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD). Erstmalig werden die Quietschies, d.h. Erstsemester, mit einem mehrtägigen Programm in Deggendorf begrüßt. Die neuen Studierenden bekommen Gelegenheit, sich zu vernetzen und mit der Hochschule vertraut zu machen.

Die allerersten Tage im Studium sind aufregend. Neue Leute, neue Umgebung und eine neue Herausforderung. Den Start in diesen Lebensabschnitt will die Hochschule den Quietschies erleichtern. Drei Tage Programm sind dafür geplant. Viel dreht sich ums Kennenlernen: die Hochschule, die studentischen Vereine, das Team des Hochschulsports, vor allem aber die Kommilitonen. Die Veranstaltung wird von THD-Mitarbeiterin Vanessa Keilhofer in Zusammenarbeit mit dem Studentischen Konvent und den Studentischen Vereinen organisiert: „Die Quietschietage sind genau der richtige Start in die spannende Reise des Studentenlebens.“ Am Donnerstag, 28. September geht es mit einer Brotzeit auf dem Campus los. Abends können sich die neuen Studierenden beim Hochschulkino, Veilchengassenfest und bei der offiziellen Erstsemesterparty treffen. Unbedingt sollten die Quietschies an den Informationsveranstaltungen teilnehmen. Mit der Campusführung, EDV- und Bibliothekseinführung sind dann schon ein Teil der Pflichttermine zum Semesterstart erledigt. Abgerundet wird das Programm durch individuelle Einführungsangebote der Fakultäten, bevor es dann in den Vorlesungsalltag geht.

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„Game Changer“ nennt sich die kommende „Deutsch-chilenische Summer School“, die vom 25. bis 29. September an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) stattfindet. Aber nicht nur da, denn Teile des Programms können auch gestreamt und somit online mitverfolgt werden. Auftakt ist am Montag, 25. September um 9 Uhr, wenn Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Andreas Grzemba im Glashaus die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Summer School begrüßen wird.

„In dieser Woche“, so Kathrin Auer, zusammen mit Prof. Dr. Javier Valdes und Prof. Dr. Wolfgang Dorner eine der Organisatorinnen der Veranstaltung, „reicht der Arm der THD von Niederbayern bis nach Südamerika. Darauf sind wir sehr stolz“. Bei der Eröffnung am Montag werden auch Annika Schüttler und Rodrigo Fortune Navarrete von der Deutsch-Chilenischen Industrie- und Handelskammer sowie Pamela Valdivia, die Leiterin der Repräsentanz des Freistaats Bayern in Südamerika, dabei sein. Außerdem Prof. Dr. Eduardo Pereira, Dekan der Chemie-Fakultät der Universidad de Concepciòn.

Mit Spannung werden im Laufe der Woche die BAYLAT–Stipendien für Personen, die in Südamerika studieren oder arbeiten möchten, erwartet. Gegebenenfalls sogar in Form von Firmenprojekten. Als gemeinsamer Abschluss der Projektwoche stehen am 29. September die Präsentationen zu den verschiedenen Workshop-Challenges an. Diese werden zu Beginn von den teilnehmenden Unternehmen an die Studierenden ausgegeben.

Das Programm ist über folgenden Link einsehbar, auch der Zoom-Link zu einzelnen Streamingformaten ist dort zu finden: https://th-deg.de/digitalisierungskolleg#game-changers

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Am vergangenen Donnerstag begrüßte das Zentrum für Akademische Weiterbildung der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) die neuen berufsbegleitenden Studierenden für das Wintersemester. 91 Studentinnen und Studenten beginnen ein Studium neben ihrer Berufstätigkeit. Darunter die Masterstudiengänge Public Management, Digital Business Engineering, Risiko- und Compliancemanagement sowie New Management. Aus dem Bereich der Bachelorstudiengänge starteten die Studiengänge Pflegepädagogik sowie Wirtschaftsinformatik.

Corina Welsch, Operative Leitung des Zentrums für Akademische Weiterbildung, begrüßte die Studierenden zum Studienauftakt. Sie betonte, dass es bei einem berufsbegleitenden Studium die Erfahrungen, eigenständiges Lernen sowie Verstehen im Vordergrund stehen. Neben dem hohen Praxisbezug profitieren die Studierenden vor allem vom Austausch untereinander als auch durch ausgezeichnete Vernetzung in die Wirtschaft. „Und lassen Sie mich Ihnen noch etwas versprechen“, so Corina Welsch. „Das wird eine Zeit, die sicherlich phasenweise anstrengend wird, in der Sie vielleicht auch an Ihre Grenzen kommen. Aber es wird auch eine Zeit mit ganz viel Spaß, in der Sie ein Netzwerk bilden, Freundschaften entwickeln und in der das Studium ein Lebensabschnitt wird, die Sie sich hoffentlich noch lange in guter Erinnerung behalten.“

Die Studierenden werden zwischen drei und acht Semester lang berufsbegleitend studieren. Dabei kommen diese meist an ein bis zwei Wochenenden pro Monat an das Zentrum für Akademische Weiterbildung.

Insgesamt absolvieren derzeit rund 600 Berufstätige eine akademische Weiterbildung. Momentan bietet das Zentrum für Akademische Weiterbildung neun Bachelor- und zehn MBA- bzw. Masterstudiengänge sowie verschiedene Hochschulzertifikatskurse und Seminare an. Informationen können unter www.th-deg.de/de/weiterbildung eingeholt werden.

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Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) bekommt zum kommenden Wintersemester mit Professor Dr. Erik Lindner einen Experten für Tourismusforschung mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit. Er wird künftig am European Campus Rottal-Inn (ECRI) im Bereich Health Tourism Management lehren.

„Reisen ist die Sehnsucht nach dem Leben“ lautet das Motto von Erik Lindner, der sich in seinem Forschungsgebiet auf den Tourismus fokusiert. Tourismus ist sowohl regional, national als auch international einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren und somit wichtiger Forschungsgegenstand im beliebten Bäderdreieck, wo der ECRI angesiedelt ist. Lindner ist Experte für Tourismusforschung, Nachhaltigkeit, Sustainability-Management und Destinationsentwicklung und legt in seiner Forschung einen besonderen Fokus auf die Behandlung von Themen der nachhaltigen Unternehmensführung.

An die THD hat Lindner gewechselt, weil sie eine internationale und innovative Hochschule ist, die dynamisch wächst und gleichzeitig fest in der Region verwurzelt ist. Davor begleitete Lindner vier Jahre lang die Gründung und Entwicklung des Bayerischen Zentrums für Tourismus. Dieser berufliche Meilenstein gepaart mit seiner Leidenschaft, seinem Engagement und seiner Motivation, immer nach neuen Wegen zu suchen, um den Tourismussektor nachhaltiger und erfolgreicher zu gestalten, zeichnen ihn aus. Am ECRI will er diese Eigenschaften nutzen, um sich dafür einzusetzen, dass sich das Lehrgebiet Health Tourism Management zu einem anerkannten Zentrum für Tourismusforschung und- management entwickelt. Dafür möchte er eng mit anderen Hochschullehrenden und Praktikerinnen und Praktikern in der Tourismusbranche zusammenarbeiten, um innovatice Lösungen und Best Practices zu entwickeln.

Die Studierenden dürfen sich auf einen Professor freuen, der praxisnahme Lehrmethoden und aktuelle Forschungseinblicke bietet. Da Menschen die berufliche Laufbahn entscheidend prägen, liegt es Prof. Dr. Erik Lindner am Herzen, die Studierenden persönlich zu unterstützen, damit diese ihre beruflichen Ziele im Bereich Gesundheitstourismus und darüber hinaus erreichen. Er engagiert sich außerdem bei der Deutschen Gesellschaft für Tourismusforschung (DGT) und bei VERSO – Lösungen für das Nachhaltigkeitsmanagment im Unternehmen.

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Am European Campus Rottal-Inn (ECRI) beginnen im Oktober wieder zahlreiche junge Menschen ihr Studium. Viele davon kommen aus einem anderen Land und Kulturkreis. Damit die internationaln Studierenden Pfarrkirchen auch als lebenswerten Wohnort im Rottal kennenlernen, bietet der ECRI wieder das Host Family Programme an. Dafür werden Gastfamilien aus Pfarrkirchen und Umgebung gesucht.

Ein Besuch im Biergarten, ein Spieleabend, gemeinsames Kochen oder Ausflüge nach Passau oder Burghausen – im Rahmen des Host Family Programmes des ECRI zeigen Pfarrkirchener Familien den internationalen Studierenden ihre Heimat, Bräuche und kulinarischen Besonderheiten. Dabei spielt es keine Rolle wie oft und in welchen Abständen sich die Gastfamilien und Studierenden treffen. Wichtig dabei ist, dass es Spaß macht. „Für unsere internationalen Gäste ist es eine wunderbare Möglichkeit, Land und Leute kennen zu lernen. Und für die Gastgeber eine ebenso schöne Gelegenheit, ihre Heimat zu präsentieren“, weiß Andrea Ebertseder, Organisatorin des Programms am ECRI.

Vor eventuellen Sprachbarrieren brauchen die Gastfamilien keine Angst haben. Die meisten Studierenden können sehr gut Deutsch und freuen sich, ihre Sprachkenntnisse im Gespräch mit Einheimischen anzuwenden. Auch für Einheimische bietet das Host Family Programme die perfekte Gelegenheit, zwanglos Englisch zu sprechen und so den Sprachschatz zu vertiefen. Außerdem lernen sie das jeweilige Land der Studierenden, seine Bewohner und deren Kultur kennen. Nicht zuletzt werden auch Freundschaften geschlossen und das Miteinander bereichert.

Weitere Informationen und das Antragsformular für das Host Family Programme finden sich auf der Website unter www.th-deg.de/hostfamily. Für Fragen steht Andrea Ebertseder per Mail an andrea.ebertseder@th-deg.de oder telefonisch unter 0991/3615 – 8863 zur Verfügung.

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An der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) beginnen im Oktober wieder zahlreiche junge Menschen ihr Studium. Viele davon kommen aus einem anderen Land und Kulturkreis. Damit die internationalen Studierenden Deggendorf auch als lebenswerten Wohnort zwischen Donau und Bayerischem Wald kennenlernen, bietet die THD wieder das Host Family Programme an. Dafür werden Gastfamilien aus Deggendorf und Umgebung gesucht.

Ein Besuch im Biergarten, ein Spieleabend, gemeinsames Kochen oder Ausflüge in den Bayerischen Wald – im Rahmen des Host Family Programmes der THD zeigen Deggendorfer Familien den internationalen Studierenden ihre Heimat, Bräuche und kulinarischen Besonderheiten. Dabei spielt es keine Rolle wie oft und in welchen Abständen sich die Gastfamilien und Studierenden treffen. Wichtig dabei ist, dass es Spaß macht. „Für unsere internationalen Gäste ist es eine wunderbare Möglichkeit, Land und Leute kennen zu lernen. Und für die Gastgeber eine ebenso schöne Gelegenheit, ihre Heimat zu präsentieren“, weiß Marion Löffelmann, Organisatorin des Programms.

Vor eventuellen Sprachbarrieren brauchen die Gastfamilien keine Angst haben. Die meisten Studierenden können sehr gut Deutsch und freuen sich, ihre Sprachkenntnisse im Gespräch mit Einheimischen anzuwenden. Auch für Einheimische bietet das Host Family Programme die perfekte Gelegenheit, zwanglos Englisch zu sprechen und so den Sprachschatz zu vertiefen. Außerdem lernen sie das jeweilige Land der Studierenden, seine Bewohner und deren Kultur kennen. Nicht zuletzt werden auch Freundschaften geschlossen und das Miteinander bereichert.

Weitere Informationen und das Antragsformular für das Host Family Programme finden sich auf der Website unter www.th-deg.de/hostfamily. Für Fragen steht Marion Löfflmann per Mail an marion.loefflmann@th-deg.de zur Verfügung.

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Zum ersten Mal wurde am 19. September der „MöglichMacher²³ - Bayerischer Hochschulpreis Entrepreneurship“ für herausragende hochschulische Leistungen im Bereich der Gründungsförderung vergeben. Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw) zeichnete dabei gemeinsam mit dem Bayerischen Zentrum für Innovative Lehre (BayZiel) unter anderen auch das „360° Gründer Ökosystem Niederbayern“ aus. Dieses, bestehend aus dem Startup Campus der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), dem Innovations Technologie Campus 1 (dem ITC1 in Deggendorf) sowie dem Bayerischen Innovations und Transformationszentrum Oberschneiding (BITZ), belegte einen ausgezeichneten dritten Platz.

„Sie machen’s möglich! Die Preisträgerinnen und Preisträger unseres Bayerischen Hochschulpreises für Entrepreneurship ‚MöglichMacher’ beraten und begeistern. Sie sind Vordenker und leben Gründergeist“, so Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume in seiner Laudatio. „In tollen Best-Practice-Beispielen zeigen Sie, wie erfolgreiche Gründungen aus und mit unseren Hochschulen gelingen.“ Für die Bewerber aus Niederbayern sprach besonders das hervorragende Zusammenspiel von zwei Institutionen der THD sowie der Stadt und dem Landkreis im 360 Grad Gründer Ökosystem Deggendorf. Dieses, so befand die Jury, zeige in beispielhafter Weise, wie das Gründergeschehen in einer Region nachhaltig und erfolgreich für alle Stakeholder gefördert werden kann. Belohnt wurde dies am Ende mit Platz 3 auf dem Siegertreppchen.

Und was sagen die drei prämierten Möglichmacher aus Niederbayern dazu? Thomas Keller, Geschäftsführer der ITC GmbH in Deggendorf, begründet den Erfolg so: „Unsere Zusammenarbeit zwischen THD und dem ITC1 ist einzigartig. Es gibt kein Silodenken, das gemeinsame Ziel wird immer vorangestellt.“ Man arbeite ständig daran, sich weiterzuentwickeln und „sich gemeinsam an die Bedarfe der vielen einzelnen Startups anzupassen und so ein ideales Umfeld aus Infrastruktur und Netzwerk zu schaffen, damit aus Ideen erfolgreiche Unternehmen entstehen können“, wie Prof. Dr. Thomas Geiß, Leiter des Zentrums für Gründungsförderung/THD Startup Campus ergänzt. Und Prof. Peter Schmieder, Leiter des BITZ bzw. des Silicon Valley Program der THD und Dritter im Bunde beim 360 Grad Gründer Ökosystem Deggendorf bekräftigt: „Diese wunderbare Auszeichnung mit dem MöglichMacher²³ Award, die motiviert uns natürlich noch zusätzlich. Wir freuen uns deshalb auf eine großartige gemeinsame Zukunft.“

Eine fünfköpfige Jury unter der Leitung von Hochschule Bayern e.V. bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und der Startup Szene, hatte Personen und Projekte ausgewählt, die in besonderem Maße Entrepreneurship und Gründungskultur an ihren Hochschulen fördern. Die Jury bewertete die eingereichten Projekte anhand verschiedener Kriterien wie strategischer Fit, Erfolg im Gründergeschehen, Nachhaltigkeit des Projekts und Grad des Praxis-Transfers. Das Preisgeld betrug insgesamt 30.000 Euro.

Auf Platz 1 war Prof. Dr. Klaus Sailer, Geschäftsführer des Strascheg Center for Entrepreneurship der Hochschule München gelandet. Er wurde als herausragende Entrepreneurship-Persönlichkeit geehrt, die maßgeblich an der Transformation der Hochschule München zu einer unternehmerischen Hochschule mitgewirkt hat. Das Team der Gründungsberatung der Hochschule Ansbach, Professor Dr. Carolin Durst und Johannes Hähnlein, beindruckte die Jury mit ihren innovativen Ansätzen und ihren in nur zwei Jahren erzielten Erfolgen und belegte in Endklassement den 2. Platz.

Damit der Wirtschaftsstandort Bayern weiter erfolgreich bleibt, braucht er Innovationskraft und Gründergeist. Insbesondere Hochschulen spielen in Bezug auf die Förderung und Vermittlung unternehmerischer Kompetenzen und beim Gründungsgeschehen eine zentrale Rolle. Das Bayerische Hochschulinnovationsgesetz hebt die Bedeutung der Unternehmensgründung an Hochschulen hervor und fördert Entrepreneurship durch verschiedene Maßnahmen wie Gründungszentren und Gründungsfreisemester für Professorinnen und Professoren. Mit dem erstmalig ausgelobtem Hochschulpreis MöglichMacher werden besondere Leistungen von Lehrenden und wissenschaftlich Tätigen ausgezeichnet, die sich mit hohem Engagement für die Stärkung des unternehmerischen Denkens bei Studierenden und die Förderung des aktiven Gründungsgeschehen an den Hochschulen einsetzen.

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Am 5. und 6. September fand in Porto, Portugal, zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren das WHO-Symposium statt. In diesem Jahr luden die Organisatoren der WHO Professor Dr. Georgi Chaltikyan, Leiter des Bereichs Digital Health am European Campus Rottal-Inn (ECRI), ein, auf einem der Panels zu sprechen.

Das Symposium konzentrierte sich auf die Zukunft der Gesundheitssysteme im digitalen Zeitalter in Europa und behandelte brennende Fragen, mit denen die Branche konfrontiert ist. Das Panel, zu dem Prof. Dr. Georgi Chaltikyan als Redner eingeladen wurde, trug den Titel "High-Tech vs. High-Touch: Can digital technologies lessen the health workforce shortage?" und sollte untersuchen, wie digitale Technologien dazu beitragen können, den Arbeitskräftemangel im Gesundheitswesen zu lindern. Gemeinsam mit seinen Kollegen beleuchtete Prof. Chaltikyan die wichtigsten Herausforderungen des digitalen Wandels aus Sicht der Arbeitskräfte im Gesundheitswesen und mögliche Lösungen, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

Seine Anwesenheit und die seines Kollegen Dmitry Etin vom Digital Health Team des ECRI unterstrich die wachsende Bedeutung der Technischen Hochschule Deggendorf als eine der wichtigsten Säulen für Ausbildung, Forschung und Entwicklung im Bereich Digital Health in Europa und weltweit. Darüber hinaus wurde Airam Regalado Ceballos, Studentin im zweiten Jahr des Master of Digital Health (MDH), dem Vorzeigeprogramm des ECRI, eingeladen, einen Beitrag zu einer weiteren Diskussionsrunde von Studierenden und jungen Fachkräften mit dem Titel "Voices of tomorrow: harnessing the power of youth innovation in (digital) health" zu leisten.

Dieser wichtige Beitrag des ECRI zum Erfolg des Symposiums steht im Einklang mit den Bestrebungen der Einrichtung, ein WHO-Kollaborationszentrum für digitale Gesundheit zu werden - eine wichtige Entwicklung, die Anfang 2024 abgeschlossen sein soll.

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Eigenständigkeit und Sicherheit für hilfs- und pflegebedürftige Menschen im eigenen Zuhause und somit mehr Lebensqualität dank moderner Technik. Dieses Ziel hat sich das Projekt „DeinHaus 4.0“ Niederbayern der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) gesteckt. Am Donnerstag, den 26. und Freitag, den 27. Oktober möchte das Projektteam über Studienergebnisse sowie über die vielfältigen Möglichkeiten, die sich durch Technik und Digitalisierung ergeben, auf dem Fachtag „Länger Leben Zuhause“ informieren.

Die Veranstaltung richtet sich an Fachpublikum ebenso wie an die interessierte Öffentlichkeit. Die Gäste haben nicht nur die Gelegenheit, die Ergebnisse einer neunmonatigen niederbayernweiten Studie kennenzulernen. Denn sie können außerdem von den Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern aus erster Hand erfahren, wie technisch-digitale Hilfsmittel deren Alltag unterstützt haben. Während am ersten Tag Fachvorträge, Workshops, eine interaktive Ausstellung und die Vorstellung der gesamten DeinHaus 4.0-Projektreihe im Vordergrund stehen, haben die Besucher am zweiten Tag die Chance, einen Blick in die Mustereinrichtungen zu werfen. Dort sind verschiedene technisch-digital gestützte Lösungen ausgestellt und können direkt vor Ort getestet werden. Zusätzlich lädt das Erlebniszentrum Digitale Gesundheit zum Mitmachen ein, um mehr über die eigene Gesundheit zu erfahren und weitere digitale Unterstützungsmöglichkeiten kennenzulernen. Gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege erforscht das Projekt DeinHaus 4.0 der THD seit 2018, wie sich digitale Hilfsmittel und Sensoren besonders auf den Gesundheitszustand auswirken können.

Bei Interesse an einem oder an beiden Tagen der Fachtagung kostenlos teilzunehmen, bittet die THD um Anmeldung unter www.deinhaus4-0.de/fachtag. Auf dieser Webseite kann außerdem das detaillierte Programm eigesehen werden. Die Fachtagung beginnt und endet auf dem Hauptcampus der THD (Dieter-Görlitz-Platz 1). Für das leibliche Wohl und Zeit zum Austausch ist gesorgt. Bei Rückfragen erreichen Sie das Team von DeinHaus 4.0 telefonisch (0991 3615-5544) oder per E-Mail (deinhaus4.0@th-deg.de).

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Zum Semesterstart Anfang Oktober herrscht nicht nur am European Campus der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) großer Andrang. Viele neue Studierende suchen in Pfarrkirchen und der nahen Umgebung nach einer geeigneten Bleibe. Zur Unterstützung sowohl der Wohnungssuchenden als auch der Vermieter bietet die THD seit 2016 eine Wohnungsbörse an.

„Der Bedarf an Wohnungen ist ab September immer besonders hoch“, weiß Daniela Schwertlinger, Mitarbeiterin im International Office der THD und Verantwortliche für die Wohnraumvermittlung in Pfarrkirchen. „Damit möglichst viele Studierende zum Semesterbeginn eine Wohnadresse haben, sind wir auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen.“ Schwertlinger bittet Vermieter in Pfarrkirchen und Umgebung, ihre Angebote in der Wohnungsbörse der THD zu veröffentlichen. Auch freie Zimmer in bestehenden Wohngemeinschaften können hier angeboten werden.

Die hochschulinterne Wohnungsbörse ging zum Wintersemester 2016/17 online. Die Erstellung eines Angebots in der Wohnungsbörse ist einfach und dauert laut Schwertlinger keine 10 Minuten. Die ausgewählte Ausstattung wird sogar automatisch auf Englisch übersetzt. Um das Angebot optisch ansprechend zu gestalten, können Fotos integriert werden. Das International Office der THD unterstützt Vermieter gern, beispielsweise wenn sie einen englischsprachigen Mietvertrag erstellen möchten.

Die Wohnungsbörse ist unter www.th-deg.de/wb einsehbar. Bei Fragen rund um das Thema Wohnen für internationale Studierende steht Daniela Schwertlinger als Ansprechpartnerin zur Verfügung (daniela.schwertlinger@th-deg.de oder telefonisch 0991/3615-8843).

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Nach sieben Jahren in der Managementberatung, wechselt Dr. Sebastian Grundstein als neuer Professor an die Technische Hochschule Deggendorf (THD). Er übernimmt das Lehrgebiet „Cyperphysical Production Systems“. Studierende lernen hier, wie Fabriken der Zukunft aussehen. Im Sommersemester 2024 geht es für den promovierten Maschinenbauer am Studienort Cham los.

Mit über 40 Projekten in mehr als 20 Ländern bringt Sebastian Grundstein einen beeindruckenden Erfahrungsschatz in Produktionsstrategie, Digitalisierung, Industrie 4.0 und Operational Excellence an die Hochschule. Als Manager und zuletzt Vice President bei der Unternehmensberatung ROI-EFESO in München betreute der 35-jährige Kunden der produzierenden Industrie - von Heizungskomponenten über Fahrzeuge, von Schokolade bis VR-Brillen. Welche Technologien in Fabriken zum Einsatz kommen, wie die Menschen dort künftig zusammenarbeiten und was sich wirklich rechnet, sind Grundsteins Fragestellungen. Vor allem für die Mittelständer der Region betrachtet er diese Themen als wirtschaftlich interessant. Um Fabriken in den nächsten Jahren zu gestalten, schätzt er Künstliche Intelligenz als sehr relevant ein. Aber auch IT-Systeme und Automatisierung in der Fabrik werden ihn weiterhin beschäftigen, ist er sich sicher. Auf die Lehre und die Forschung freue sich der gebürtige Burglengenfelder, da er endlich wieder Zeit habe, tief in „seine“ Themen einzutauchen: „Ich bin ja am Standort in Cham, der sehr schnell wächst und das Team dort versprüht mehr Start-Up-Atmosphäre als Hochschulbürokratie. Tatsächlich freue ich mich sehr, den Aufbau dort mitzugestalten und bei vielen Lehrveranstaltungen mit einem weißen Blatt Papier anfangen zu können.“

Sebastian Grundstein hat Maschinenbau an der TU München studiert. Im Anschluss promovierte er in „Simulationsbasierter Optimierung“ an der Universität Bremen. Sein Tipp an angehende Ingenieure: „Versuchen Sie möglichst viele Hard Skills aus dem Studium mitzunehmen. Nutzen Sie die Labore der Hochschule und nehmen Sie sich Zeit, selbst zu programmieren“.

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Code Week, das heißt tüfteln, hacken, programmieren – europaweit. Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) beteiligt sich wieder mit zahlreichen Workshops für alle Altersstufen an den Aktionswochen im Oktober. Mitmachen kann jeder. Im Vordergrund steht der Spaß junger Menschen am Programmieren und an digitalen Anwendungen. Die Anmeldeportale für die Angebote der THD sowie alle weiteren regionalen und überregionalen Veranstaltungen sind ab sofort geöffnet.

Die Deggendorfer Hochschule bietet für die Jüngsten ab acht Jahren spielerisches Programmieren mit dem Calliope mini, einer kleinen Platine, der man vieles beibringen kann. Mit Lego WeDo können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bauen und programmieren. Fortgeschrittene dürfen sich in Workshops mit Lego spike prime beim Tüfteln ausprobieren oder Erfahrungen im 3D-Scannen und 3D-Drucken sammeln. Für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe stehen Themen wie DNA-Extraktion und medizinische Datenanalyse im Labor, das Training einer Künstlichen Intelligenz oder ein Cyber Security-Tag am Technologie Campus Vilshofen auf dem Programm.

Das MINT-Team und Dozenten der THD haben die Kurse entwickelt und das Programm für die Code Week zusammengestellt. Alle Infos zum Programm unter www.th-deg.de/codeweek. Bayernweite Veranstaltungen finden Interessierte unter bayern.codeweek.de. Die Angebote der Deggendorfer Hochschule sind auch außerhalb der Code Week buchbar. Weitere Informationen zu den Workshops der THD unter www.th-deg.de/hands-on.

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Vor Start des neuen Wintersemesters besuchte der Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, den European Campus Rottal-Inn (ECRI) in Pfarrkirchen. Einblicke erhielt er in die sechs Forschungslabore, die neuesten Projekte und in die Gründe, warum Studierende aus unterschiedlichsten Ländern sich für diesen Standort entscheiden. Für das Wintersemester 2023/24 zählt der ECRI prognostiziert rund 1500(*) Studierende aus ca. 100 Ländern in Europa, Asien, Afrika und Amerika. Die abermals gestiegenen Immatrikulationszahlen dokumentieren den nachhaltigen Erfolg des European Campus und des Standorts.

Wissenschaftsminister Blume betonte: „Die Welt studiert in Pfarrkirchen. Der European Campus Rottal-Inn der TH Deggendorf ist eine echte Erfolgsgeschichte. Internationale Studierende aus über hundert Ländern, hervorragende Studienbedingungen und die große Unterstützung der kommunalen Familie machen den besonderen Zauber aus. Und der Schwerpunkt liegt auf den Themen der Region: Gesundheit, Digitalisierung und Tourismus. Die TH Deggendorf ist eine unserer dynamischsten Hochschulen. Das zeigt sich auch und gerade hier in Pfarrkirchen!“

Begrüßt von Hochschul-Präsident Prof. Dr. rer. nat. Peter Sperber, teilten Vizepräsident Prof. Dr. Horst Kunhardt und der Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Christian Steckenbauer, aktuelle Initiativen. „Wir wünschen uns weiterhin die Unterstützung des Ministeriums, um unsere Aktivitäten in Forschung und Entwicklung auch zukünftig wegweisend ausbauen zu können.“, so Kunhardt. Studierende aus Griechenland, Russland, Nigeria und dem Iran zeigten ihre Tourismus-Projekte im Bereich Extended Reality: virtuelle Spaziergänge mit der VR-Brille durch Pfarrkirchen. Im „DigiHealth & Smart Tourism Lab“ wurde auch das neueste regionale Gesundheitsprojekt „med4PAN“ vorgestellt: die Unterstützung medizinischer Versorgung im ländlichen Raum mit technischer Hilfe, z.B. der Bereitstellung eines Defibrillators durch Drohnen bei akutem Herzversagen. Im „EEE Lab for Electrical and Energy Engineering“ wurden am Simulator das Prinzip der Windenergie-Erzeugung demonstriert sowie das Funktionsprinzip einer elektrochemischen Energiespeicherung im Tagesverlauf veranschaulicht.              

Seit Oktober 2015 ist der ECRI internationaler Studienstandort der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) und wurde auf Basis der „wissenschaftsgestützten Regional- und Strukturpolitik" der Staatsregierung aufgebaut. Die Campus-Kernthemen in Forschung und Lehre sind Nachhaltigkeit und Lebensqualität im ländlichen Raum und werden unter anderem in den Studiengängen Digitale Gesundheit, Tourismus, Energie und Energietechnik sowie gesundes nachhaltiges Bauen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

 

(*) Prognose per 30.8.2023, Abweichungen möglich          

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Die Diagnose und Behandlung des Pankreaskarzinoms, der vierthäufigsten Todesursache unter allen Krebsarten, ist aufgrund der Aggressivität und Verschiedenartigkeit des Tumors ein aktuelles und wichtiges medizinisches Problem. Seit Kurzem wird das Forschungsprojekt „Personalisierte Drug-Screening-Plattform für das Pankreaskarzinom – Innovative Methode zur individualisierten Tumortherapie basierend auf histologischer, ultrastruktureller Gewebeanalyse und effizienter virtueller Vernetzung“ im Rahmen des Förderprogramms „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert. Prof. Dr. med. Thiha Aung, Inhaber einer Forschungsprofessur an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), hat in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Silke Härteis von der Universität Regensburg ein neuartiges Screening-Tool zur Behandlung von betroffenen Patienten entwickelt.

Mithilfe der entwickelten Drug-Screening-Plattform ist es möglich, die Wirkung von Therapeutika auf das Pankreaskarzinom zu jedem Behandlungszeitpunkt zu ermitteln, um anschließend die bestmögliche Therapie durchführen zu können. Darüber hinaus gelang es erstmals, zirkulierende Tumorzellen aus Blutproben von Patienten in Form von Sphären im 3D-Modell wachsen zu lassen.

Aung verfügt über langjährige Erfahrung in der Anwendung des sogenannten „3D-in-vivo-Tumormodells“ zur Untersuchung, Überwachung und Behandlung von Primärmaterial von Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs. Damit konnte der Einsatz von Mausmodellen in internationalen hochrangigen Fachzeitschriften wie „Clinical Cancer Research“ und „Blood“ reduziert und Aussagen über die notwendigen Konzentrationen verschiedener Chemotherapeutika zur Hemmung des Tumorwachstums beim Menschen getroffen werden.

Das Pankreaskarzinom ist zu circa 90 Prozent tödlich, nach kurzer Therapiedauer fast immer resistent gegenüber herkömmlichen Behandlungen und weist eine Fünfjahresüberlebensrate von nur acht bis zehn Prozent auf. Die Sterblichkeit wird hauptsächlich durch Metastasen verursacht. Trotz der unterschiedlichen Therapiemethoden gab es innerhalb der letzten 30 Jahre keinen signifikanten Durchbruch bei der Therapie. Auch Prof. Dr. Christina Hackl (Chirurgie) vom Universitätsklinikum Regensburg, Prof. Dr. Christoph Brochhausen-Delius (Pathologie) von der Universität Mannheim, der Industriepartner PreciPoint GmbH sowie die simfo GmbH aus Bayreuth beschäftigen sich zusammen mit Aung und Härteis mit dieser Thematik.

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Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) bekommt zum 1. September mit Dr. Christoph Schober einen neuen Professor für die Fakultät Angewandte Informatik. Sein Lehrgebiet umfasst unter anderem High Performance Computing (HPC) und Quantum Computing.

Prof. Schober ist Experte für Numerische Lineare Algebra, Quantenchemie, HPC-Programmierung, automatisierte computergestützte Screening-Studien sowie Software-Architektur und Design. Was vielleicht kompliziert klingt, fasst Schober prägnant zusammen: „Ich forsche an der Schnittstelle zwischen Informatik, Physik und Chemie, um mit Hilfe modernster Höchstleistungsrechner Fortschritte im Bereich der Materialwissenschaften, wie zum Beispiel bei Halbleitern oder Solarzellen zu erzielen.“ Dafür findet der gebürtige Deggendorfer an der THD perfekte Bedingungen vor. Für ihn zeichnet sich die Hochschule als sehr experimentierfreudig aus. Dass neben der Lehre auch die Forschung stark gefördert wird, ist aus seiner Sicht gerade in den sehr dynamischen Bereichen HPC und Quantum Computing eine wichtige Voraussetzung, um exzellente Lehre bieten zu können. Gerade weil es eine so rasante Entwicklung gibt, ergeben sich spannende Fragestellungen für Hochschulen zur praktischen Anwendung der Ergebnisse sowohl aus der Grundlagen- als auch industriellen Forschung, sagt Schober. Dass er als Professor an der THD die Freiheit hat, sich in der Forschung mit den Themen zu beschäftigen, die ihn am meisten interessieren und er dieses Wissen mit wissbegierigen jungen Menschen teilen kann, motivierte ihn, von der Wirtschaft in die Lehre und Forschung zu wechseln. Den eigenen Interessen zu folgen und das zu machen, wofür man brennt statt einem aktuellen Mainstream hinterherzulaufen, rät Dr. Schober auch den Studierenden. „Nicht zu fokussiert auf das Ziel sein, auch mal über den Tellerrand blicken. Innovationen entstehen oft durch die Kombination von Wissen aus mehreren Gebieten.“, sagt er. Diese Einstellung zieht sich auch durch Prof. Schobers Lebenslauf. Nach dem Abitur in Deggendorf studierte er Chemie in Marburg, absolvierte ein Erasmus-Semester in Edinburgh und legte an der TU München seine Promotion in Theoretischer Chemie mit Auszeichnung ab. Auf seine Doktorarbeit zu einer Computergestützten Hochdurchsatz-Screening-Studie zur Identifizierung neuer Halbleiter auf dem SuperMUC-Höchstleistungsrechner ist Schober besonders stolz. Anschließend folgten Stationen im Data Science Consulting bei der One Data GmbH in Passau und München sowie eine Position als Staff Engineer Softwareentwicklung bei der One Data GmbH in Passau.

Nun freut Christoph Schober sich darauf, beruflich zurück in seiner Heimatstadt zu sein und als Professor das Profil der THD weiter zu schärfen sowie ein Forschungs- und Lehrgebiet mit großem Zukunftspotenzial und gesellschaftlichen Auswirkungen zu vertreten. Durch das rasante Wachstum der Hochschule sieht er viel Potenzial, seine Erfahrungen einzubringen und den Hochschulstandort Deggendorf noch attraktiver zu machen. Dafür liegt ihm besonders die Zusammenarbeit mit den neuen Kolleginnen und Kollegen an der THD sowie seinen Studierenden am Herzen. Diesen möchte er gut vorbereitete Lehrveranstalungen sowohl zu Grundlagen, als auch aktuellen Themen aus Forschung und Anwendung bieten. „Ich hoffe durch meinen naturwissenschaftlichen Hintergrund und berufliche Erfahrung im Consulting und der Softwareentwicklung eine weitere, spannende Perspektive für die Angewandte Informatik und den Lehrbereich HPC / Quanten Computing zu ermöglichen.“ sagt Professor Schober. Dafür plant er bereits, seine nationalen und internationalen Forschungskontakte zu reaktivieren.

Privat ist er mit zwei Kindern, Haus und Garten momentan voll ausgelastet. Wenn es die Zeit zulässt, geht er gerne wandern oder segelt mit Freunden über Nordsee, Ostsee oder Mittelmeer.

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Schneesturm, Gewitter, Temperaturen bis zu -16 Grad und überwältigende Ausblicke - sieben Studierende des Studiengangs Angewandte Sportwissenschaft der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) erlebten Ende Juli eine Herausforderung der anderen Art. Zusammen mit Studiengangsleiter Prof. Dr. Jens Martin und Bergführer Markus Prechtl verbrachten sie eine Woche im Monte-Rosa-Massiv an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Ihr Ziel: die höchste Schutzhütte Europas, die Capanna Margherita auf 4554 Metern Höhe. Organisiert hatte diese besondere Exkursion Felix Huber. Für seine Bachelorarbeit sammelte er Daten über die Auswirkungen großer Höhen auf den Körper.

Nach einem speziellen Akklimatisierungsprotokoll stiegen die Teilnehmenden zur Capanna Margherita auf. Dabei führte Huber mehrmals täglich Messungen zur Funktion des Herz-Kreislauf-Systems, der Atmung und des Wohlbefindens durch. Insbesondere ging es um die individuelle Beurteilung der Höhenverträglichkeit, das Auftreten von Symptomen der akuten Höhenkrankheit und die unterschiedlichen körperlichen Anpassungsreaktionen. Bereits im sportwissenschaftlichen Labor der THD hatten die Studierenden vorab Belastungstests zur Beurteilung des Herz-Kreislaufsystems, der Atmung und der Muskelfunktion durchgeführt. Auf der Capanna Margherita wurden diese Tests wiederholt. Eine große physische und mentale Herausforderung unter den besonderen Bedingungen der Höhe. Das notwendige Test-Equipment musste von den Studierenden zusätzlich zur persönlichen Ausrüstung auf die Hütten getragen werden. Begleitet wurde die Exkursion von dem erfahrenen Bergführer Markus Prechtl, der für die Sicherheit in dem für die meisten Teilnehmenden ungewohnten Terrain über 4000m sorgte. Von hochalpinen Grundtechniken im Eis bis hin zur Bergung nach einem Spaltensturz konnte er den Studierenden viel bergsteigerisches Know-how vermitteln. „Nebenbei“ ermöglichte er den „Sporties“ der THD die Besteigung mehrerer Viertausender.