studieninhalte
Du trägst zur inklusiven Gesellschaft bei
Jeder Mensch hat das Recht zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Für viele Menschen ist diese Teilhabe aber gefährdet. Aufgrund von Behinderung, chronischer Erkrankung oder gesellschaftlicher Benachteiligung können sie sich selbst nicht so gut einbringen. Das moderne gesellschaftliche Leben bleibt ihnen schlimmstenfalls verwehrt. Diese Benachteiligungen zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken, ist Kernkompetenz des Studiengangs Management von Inklusion und Teilhabe. Gemeinsam mit Akteuren im Sozial- und Gesundheitswesen erwirbst du die Kompetenzen, Integration und Teilhabe zu gestalten und auf ihren Erfolg hin zu evaluieren.
Das Besondere am Studiengang Management von Inklusion und Teilhabe an der THD ist ein hoher Anteil an sozial-, gesundheits- und medizinwissenschaftlichen sowie pädagogischen Expertisen und die exzellente Vernetzung mit Praxispartnern. Der Studiengang ist einzigartig, weil er als erster auf die Herausforderungen des Bundesteilhabegesetz (BTHG) eingeht. Absolventinnen bzw. Absolventen haben die Vision einer Gesellschaft, an der wirklich alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können.
Mit der Planung des neuen Studiengangs „Management von Inklusion und Teilhabe“ an der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften hat Prof. Dr. Christian Rester, Dekan der Fakultät, bereits fünf Jahre vor dem Start im Jahr 2022 begonnen. Denn als das Bundesteilhabegesetz (BTHG) ab 2017 in Etappen eingeführt wurde, seien die Einrichtungen der Behindertenhilfe zumeist vor dem Problem der Umsetzung dieses Gesetzes gestanden. Da Heilerziehungspfleger direkt mit Menschen mit Behinderungen arbeiten, kam auf einer Lehrertagung die Idee – angeregt durch Leiter von Fachschulen für Heilerziehungspflege – einen Studiengang ins Leben zu rufen, der sich auf Inklusion und Teilhabe konzentriert und damit eine Lücke im Versorgungssystem schließt.
Zielgruppe dieser Fachrichtung sind in erster Linie Heilerziehungspflegerinnen bzw. -pfleger, die eine Hochschulzulassung haben und an einer Fachschule für Heilerziehungspflege ihre Ausbildung absolvieren oder bereits fertig ausgebildete Heilerziehungspflegerinnen bzw. -pfleger und Erzieherinnen bzw. Erzieher. Zudem können sich Physio-/Ergotherapeutinnen bzw. -therapeuten, und Logopädinnen bzw. Logopäden, die mindestens über drei Jahre Berufserfahrung verfügen, für dieses Studium einschreiben.
„Die Benachteiligungen von Menschen mit Behinderung zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken, ist Kernkompetenz des neuen Studiengangs. Es sollen sowohl Managementkompetenzen, die zur Betriebsführung befähigen, vermittelt werden, als auch fachwissenschaftliche Grundlagen, beispielsweise im Bereich der Pädagogik, Psychologie, Pflege oder Hilfeplanung“, verdeutlicht Dekan Prof. Dr. Rester. „Was wir hier leisten? Mit der Einführung des neuen Studiengangs kann Menschen mit Behinderung eine Stimme gegeben werden! Diese Menschen brauchen jemanden, der sich für ihre Rechte einsetzt, weil sie es eben selbst nicht können“, sagt der Dekan ergänzend.
Der Studiengang ist einzigartig, weil er als erster auf die Herausforderungen des Bundesteilhabegesetzes eingeht. Studentin Stefanie Sporer begründet ihre Entscheidung für den Studiengang: „Ich bin der Meinung, dass das Bundesteilhabegesetz in der Gesellschaft noch präsenter gemacht werden muss.“ Für alle befragten Studentinnen und Studenten des Bachelorstudiengangs „Management von Inklusion und Teilhabe“ ist es das große Ziel, nach dem Abschluss neueste Erkenntnisse in ihren Einrichtungen in die Tat umzusetzen, um ihrem Berufsstand einen neuen, wissenschaftlich fundierten Anschub in eine zukunftsweisende Richtung zu geben. Die Studierenden haben nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit, in ihren Bereichen in die nächste Leistungsstufe aufzusteigen, in den Fachdienst zu wechseln oder etwa in anderen kommunalen und sozialen Einrichtungen, beispielsweise Beratungsstellen, zu arbeiten. Zudem stehen für eine weiterführende akademische Laufbahn mit anschließendem Masterstudiengang alle Türen offen. Sie alle haben die Vision einer Gesellschaft, an der wirklich alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können. Zum Teil hatten sie sich schon vor Jahren für den Beruf des Heilerziehungspflegers entschieden, da ihnen die Arbeit mit Menschen mit Behinderung am Herzen liegt.
details & Downloads
Studieninhalte
Kooperierende Fachschulen für Heilerziehungspflege
- Fachschule für Heilerziehungspflege, Johannes - Grande - Schule der Barmherzigen Brüder gemeinnützige Behindertenhilfe GmbH
Äußere Passauer Straße 60, 94315 Straubing
- KWA Bildungszentrum
Gartlbergstraße 4, 84347 Pfarrkirchen
- Fachschule für Heilerziehungspflege - Altenhohenau
Altenhohenau 14, 83556 Griesstätt bei Wasserburg
- Fachschule für Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe
Liselotte-von-Lepel-Gnitz-Schule - Diakonie Herzogsägmühle, Dorfplatz 5, 86971 Peiting - Herzogsägmühle
- Fachschule für Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe
Passau bfz gGmbH, Bahnhofstraße 27, 94032 Passau
- Bildungszentrum für soziale Berufe, Stiftung Sankt Johannes
Bahnhofstraße 107b, Neuburg an der Donau
- Akademie Schönbrunn – Fachschulen für Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe
Gut Häusern 1, 85229 Markt Indersdorf / Mitterfeldstraße 20, 80689 München
Sollte deine Wunschfachschule für Heilerziehungspflege in dieser Liste nicht geführt sein, nimm gerne zu uns via E-Mail unter praxisreferat-agw@th-deg.de Kontakt auf. Wir prüfen für dich gerne gemeinsam mit der von dir gewünschten Fachschule die Möglichkeiten einer Kooperation.
BERUFSBILD
Als Managerin bzw. Manager von Inklusion und Teilhabe erschaffst du die Rahmenbedingungen, um benachteiligten Menschen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Du unterstützt sie in allen Lebensbereichen und bei allem, was sie allein nicht schaffen. Durch Menschen wie dich bekommen Betroffene Hilfe, ihr Leben eigenständig zu organisieren - damit ein Zusammenleben mit anderen gelingt oder die Integration in den Arbeitsmarkt funktioniert.
Eine inklusive Gesellschafft kannst du in unterschiedlichen Funktionen fördern:
- in leitender Funktion von Einrichtungen, Heimen oder einzelnen Teams,
- als beratende Person von Betroffenen und Familien,
- durch Management- und Organisationstätigkeiten.
Einrichtungen, in denen du diese Aufgaben übernehmen kannst, sind:
- Wohneinrichtungen für Menschen aller Altersgruppen
- Einrichtungen der Tagesbetreuung für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren
- Einrichtungen der Teilhabe am Arbeitsleben, z.B. Werkstätten, Berufsbildungswerke
- Kommunale und sozialräumliche Einrichtungen, z.B. Beratungsstellen, Gemeindezentren
All diese Aufgaben erfüllst du mit hoher sozialer und kommunikativer Kompetenz. Persönliche Eigenschaften, die dir helfen werden: Du bist empathisch, kannst gut organisieren, im Team arbeiten und netzwerken. Wenn du auch noch Kreativität, Offenheit und betriebswirtschaftliches Denken mitbringst, bist du bestens für alle Aufgaben gerüstet.