"This site requires JavaScript to work correctly"
Presseartikel
Bild (THD): Bei ihrem Aufenthalt an der THD im Rahmen der Summer School lernten die Studierenden aus Chile und von europäischen Partnerhochschulen Deggendorf und Umgebung kennen.

Game Changers Summer School

Internationale Studierende entwickelten Ideen für eine nachhaltige Energiezukunft
21.10.2026 | THD-Pressestelle

Bei der „Game Changers Summer School“, die Ende September an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) stattfand, haben sich internationale Studierende und Lehrende mit aktuellen Herausforderungen und innovativen Lösungsansätzen in den Bereichen Energie, Nachhaltigkeit und Digitalisierung befasst. Das „Blended Intensive Programme“ lief im Rahmen des geförderten Programms „HEROES“. Teilgenommen haben Studierende aus Chile, von der THD und von verschiedenen europäischen Partnerhochschulen.

Im Mittelpunkt stand der praxisnahe Austausch mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Am THD-Campus Pfarrkirchen erhielten die Teilnehmenden Einblicke in zahlreiche Forschungsfelder, darunter gesundes und nachhaltiges Bauen, Elektro- und Energietechnik, digitale Gesundheit, Smart Tourism und Ökologie. Weitere Stationen waren die Stoiber Group, der Energiespeicherhersteller FENECON und eine Paulownia-Plantage. Zudem ging es um die Rolle moderner Technologien beim Schutz des Nationalparks Bayerischer Wald. Die Exkursionen dienten nicht nur dem Wissenstransfer: Die beteiligten Unternehmen stellten den Studierenden konkrete Aufgaben aus ihrem Arbeitsalltag, für die diese in internationalen Teams Lösungen mit echtem Mehrwert erarbeiteten.

Zum Abschluss präsentierten die Teams ihre Projekte einer Fachjury, die die besten Beiträge auszeichnete. Gewonnen hat ein Team, das für die Stoiber Group GmbH ein intelligentes Energiemanagementsystem für mobile und stationäre Batteriespeicher entwickelte. Der Algorithmus entscheidet, wann Speicher geladen oder entladen und ob sie im Fahrzeug oder stationär genutzt werden. Berücksichtigt wurden Photovoltaikanlagen, ein Wasserkraftwerk, eine Biogasanlage, Batteriespeicher sowie der Energiebedarf des Unternehmens und der Maschinen zur Hackschnitzelproduktion. Gerechnet wurde in Zehn-Minuten-Intervallen auf Basis realistischer Verbrauchs- und Erzeugungsdaten. Ziel sind eine möglichst hohe Eigenversorgung ohne Strombezug aus dem öffentlichen Netz, die vorrangige Nutzung von Solarstrom und die Einspeisung überschüssiger Energie von bis zu 1,2 Megawatt, um die Wirtschaftlichkeit zu steigern. Die Steuerungslogik wurde als Algorithmus und in Flussdiagrammen umgesetzt und anhand einer repräsentativen Sommerwoche erfolgreich getestet.

Auch die Professoren tauschten sich aus: Pedro Arriagada und Roxana Lopez Guajardo von der Universidad de Concepción in Chile lernten die THD-Labore im Bereich grüne Gase kennen und sprachen mit dem wissenschaftlichen Personal. Die Zusammenarbeit zwischen der THD und Chile soll auch in der Wissenschaft weiter ausgebaut werden. Von Seiten der THD beteiligten sich die Professoren Javier Valdes, Roland Zink und Raimund Brotsack.