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Presseartikel
Bild (THD): Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin Dr. Julia Rehn ergänzt als Professorin das Team der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften der THD.

Neuzugang im Fachbereich Soziale Arbeit

Dr. Julia Rehn lehrt und forscht künftig an der TH Deggendorf
4.9.2026 | THD-Pressestelle

Der junge Studiengang Soziale Arbeit an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) bekommt mit Dr. Julia Rehn erfahrene Unterstützung. Sie ergänzt fortan das Team der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften und bringt den Studierenden als Professorin für Methoden und Konzepte der Sozialen Arbeit ihr Wissen und ihre Erfahrungen nahe. Neben ihrer Expertise in bio-psycho-sozialer Gesundheit und Klinischer Sozialarbeit kann die 49-Jährige bereits auf zehn Jahre Erfahrung in der Hochschullehre für Soziale Arbeit zurückblicken.

In ihrer Praxis als Sozialarbeiterin hat sie sich auf die Wiedereingliederung von Menschen mit psychisch bedingten Erkrankungen in den Lebens- und Arbeitsalltag spezialisiert. Weiter stehen die Verbindung von psychosozialer Versorgungsforschung und technologischer Innovation, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Virtual Reality in der Hochschullehre für Soziale Arbeit sowie die Bedeutung von Spiritualität für Recovery-Prozesse bei psychisch-seelischen Erkrankungen im Mittelpunkt ihrer Forschung.

Die gebürtige Weimarerin absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Modeschneiderin, bevor sie 2003 nach Berlin zog, um dort Sozialarbeit und Sozialpädagogik zu studieren.  Nach Stationen im Sozialdienst der Charité Universitätsmedizin Berlin promovierte sie im Jahr 2020 und wurde für ihre Dissertation für den Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Sozialpsychiatrie nominiert. Bevor sie dem Ruf an die THD folgte, war sie bereits Gastprofessorin für Sozialpsychiatrie und Klinische Sozialarbeit an der Alice Salomon Hochschule in Berlin.

Die stetige Ausnahmesituation in der Krankenhausversorgung während der Corona-Jahre 2020-2023 prägte Julia Rehns Arbeit maßgeblich. Ziel ihrer Forschung ist es, eine resiliente Pandemic Preparedness für die Zukunft aufzubauen. Dieses Vorhaben möchte sie auch an der THD weiterhin verfolgen.

 

Visionen für Soziale Arbeit an der THD

Die partizipative Gründung des im Oktober 2024 erstmals gestarteten THD-Studiengangs Soziale Arbeit hat Julia Rehn beeindruckt – die Kooperation zwischen den sozialen Partnereinrichtungen und den einzelnen Akteurinnen und Akteuren der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften. Als erfahrene Lehrperson freut sie sich nun auf die spannende Herausforderung, das Studienprogramm weiterzuentwickeln und mitzugestalten. Hierbei sieht sie auch die Chance, die eher technikferne Soziale Arbeit durch Kooperationen mit anderen Fachbereichen der THD schneller und näher an technische Innovationen zu führen, um als Profession zukunftsfähig zu sein. So freue sie sich auch auf innovative Impulse neugieriger Studierender.

 

„The future cannot be predicted, but futures can be invented.“

Frei nach diesem Zitat des Physikers und Nobelpreisträgers Dennis Gabor aus dem Jahr 1963, das besagt, dass sich die Zukunft zwar nicht vorhersagen, Zukunftsvisionen aber erschaffen ließen, kann sich Julia Rehn durchaus gut vorstellen, an der THD einen neuen Masterstudiengang für Soziale Arbeit zu entwickeln.