Internationale Perspektiven für Wissenschaft und Lehre
Bereits seit 2024 als Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) tätig, tritt Matthias Koeppen zum September die Nachwuchsprofessur „Internationales Marketing, Internationales Personalmanagement und Interkulturelles Management“ an. Mit seiner umfangreichen Managementexpertise aus Europa und Asien unterstützt er künftig auch weiterhin die Fakultät Angewandte Wirtschaftswissenschaften.
Für Koeppen bedeutet die Berufung eine Rückkehr zu seinen akademischen Wurzeln. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaft in Deggendorf, das durch ein DAAD-Stipendium mit einem Auslandsaufenthalt an der Hong Kong University ergänzt wurde, absolvierte er einen MBA der Kellogg School of Management (Northwestern University, USA) und der Guanghua School (Peking University, China). Seine berufliche Laufbahn führte ihn anschließend über den Großkonzern General Electric bis in die Geschäftsführung von Rolex in China. „Die TH Deggendorf hat den Grundstein für meinen beruflichen Weg gelegt“, so der gebürtige Bogener. „Viele Menschen haben mich gefördert, weshalb es mich besonders freut, meine Professur in Deggendorf anzutreten. Ich möchte etwas zurückgeben und die nächste Generation von Fach- und Führungskräften begleiten.“
Ein besonderes Anliegen ist dem 49-Jährigen dabei die Förderung der Internationalität. Aus eigener Erfahrung weiß er, welchen Einfluss ein Auslandsstudium auf die persönliche und berufliche Entwicklung haben kann. Studierende möchte er daher ermutigen, internationale Angebote der THD – wie Auslandssemester und -praktika oder Programme wie HEROES – zu nutzen und frühzeitig globale Perspektiven mit lokaler Relevanz zu entwickeln. Mit seinen Themenschwerpunkten im internationalen Marketing, der globalen Führung, dem Personalmanagement und der interkulturellen Zusammenarbeit bringt er ihnen zudem näher, wie Globalisierung, Digitalisierung und Wirtschaft sich gegenseitig beeinflussen und warum es wichtig ist, diese wechselseitigen Beziehungen nicht zu vernachlässigen.
„Wer seinen Horizont erweitern möchte, sollte gelegentlich den eigenen Standort verlassen“, betont Koeppen. Das habe er in mehr als zwei Jahrzehnten internationaler Tätigkeit gelernt. Nun bringt er dieses Wissen zurück in seine Heimatregion, um es dort in Lehre und Forschung einzubringen.