Bundesagentur für Arbeit informiert sich über gemeinsames Pilotprojekt
4.5.2026 | THD-Pressestelle
Internationale Studierende in den regionalen Arbeitsmarkt zu integrieren, ist das erklärte Ziel des Projekts „ReStart EDU2WORK“, das die Technische Hochschule Deggendorf (THD) gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Deggendorf und dem Landratsamt Deggendorf auf die Beine gestellt hat. Und das hat sich bis nach Nürnberg herumgesprochen. Am Donnerstag, den 23. April, wurde Vanessa Ahuja, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, von Vizepräsidentin Prof. Dr. Martina Heigl-Murauer an der THD empfangen.
Die hohe Internationalisierungsrate der Deggendorfer Hochschule, das innovative Projekt sowie das Projektbüro, das sich direkt am Campus befindet, machten Ahuja neugierig. „Für die Zusammenarbeit war es mir wichtig, die Institution sowie die beteiligten Mitarbeitenden der Hochschule persönlich kennenzulernen”, erklärte Ahuja. Mit Verantwortlichen aus ihren Geschäftsbereichen sowie Dr. Markus Schmitz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern, besuchte sie deshalb die Deggendorfer Hochschule. Seitens der Agentur für Arbeit Deggendorf nahmen Peter Weindl, Vorsitzender der Geschäftsführung, Isabell Wachtveitl, Teamleiterin Berufsberatung, Linda Doppelhammer, Berufsberaterin, und Lisa Hof, Pressesprecherin, an dem Treffen teil. Begleitet von Vizepräsident Prof. Dr. Marcus Herntrei, Ivian Kuscheff, Leiter Zentrum für Studium und Studierendenangelegenheiten, sowie Claudia Probst, Leiterin Servicezentrum Studium, erfolgten eine Campusführung, persönliche Gespräche mit internationalen Studierenden und ein intensiver Austausch zum aktuellen Projektstand. Ein besonderer Schwerpunkt der Diskussion lag dabei auf den Herausforderungen im Lehralltag. Als zentrales Thema kristallisierte sich die Bedeutung der Sprache heraus. Vanessa Ahuja, Prof. Heigl-Murauer und Ivian Kuscheff waren sich einig, dass Sprachkompetenz ein entscheidender Schlüssel für Studienerfolg, Integration und nachhaltige Beschäftigung darstellt. In diesem Zusammenhang wurden mögliche Ansätze diskutiert, um Sprachförderung im Rahmen des Studiums noch gezielter und praxisnäher zu gestalten.
Das Zentrum für Studium und Studierendenangelegenheiten bot den Gästen der Bundesagentur zudem Einblicke in bereits bestehende Unterstützungsangebote für internationale Studierende sowie bewährte Maßnahmen wie Tutorenprogramme, Workshops und Online-Kurse. Ahuja, Vorständin für Leistungen und Internationales der Bundesagentur, zeigte sich beeindruckt von den zahlreichen Angeboten der THD. Auf dieser Grundlage sollen im Rahmen des Projekts „ReStart EDU2WORK“ weitere Konzepte entwickelt werden, die den internationalen Studierenden den Eintritt in den regionalen Arbeitsmarkt erleichtern. Der Besuch von Vanessa Ahuja unterstrich die Bedeutung des Projekts und stärkte die regionalen Partner. „Wir sind uns alle absolut einig, dass eine enge Zusammenarbeit in diesem Projekt unabdingbar ist”, bestätigte Heigl-Murauer die Notwendigkeit des persönlichen Treffens.
Das Projekt „Restart EDU2WORK“ adressiert internationale Studierende, die Probleme im Hochschulalltag haben oder sogar in Erwägung ziehen, ihr Studium nicht zu beenden, aber dem deutschen Arbeitsmarkt trotzdem gerne zur Verfügung stehen würden. In diesem Fall bietet ihnen das gemeinsame Beratungsbüro von THD, Agentur für Arbeit Deggendorf und Ausländerbehörde eine umfassende und ganzheitliche Beratung zu alternativen Chancen in der Region. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig: Neben einem Einstieg als Fachkraft oder dem Wechsel des Studiengangs bieten sich mit einem dualen Studium oder einer Berufsausbildung hervorragende Möglichkeiten, direkt in den regionalen Arbeitsmarkt einzusteigen. Ziel des Projekts ist es, die Integration der internationalen Studierenden in den Arbeitsmarkt zu erhöhen und diesen dadurch langfristig zu stärken.
Bild (THD): Dr. Markus Schmitz, Vorständin Vanessa Ahuja, Prof. Dr. Marcus Herntrei und Prof. Dr. Martina Heigl-Murauer (mittig von links) blicken auf ein gewinnbringendes Treffen zurück.