Projekt für Hilfe für regionale Unternehmen bei Energiewende mit Fördergeldern ausgestattet
7.4.2026 | THD-Pressestelle
Seit Beginn des Jahres läuft das dreijährige Projekt namens „EnergieKreis“. Das vom Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) der Europäischen Union mit einer Fördersumme von gut einer Million Euro ausgestattete Vorhaben beschäftigt sich mit der Frage, wie Unternehmen in der Region ihre Energie- und Ressourceneffizienz steigern. Die erste Veranstaltung stieg im Technologiezentrum Energie (TZE) in Ruhstorf, welches zum European Campus Rottal-Inn (ECRI) der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) gehört.
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch den Transfer innovativer Technologien bei der Energiewende unterstützen – darauf zielt das vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst bewilligte EU-Projekt ab. Beim ersten Treffen des neuen Netzwerks tauschten sich 24 Personen aus 19 Unternehmen unter Führung von wissenschaftlichem Leiter Prof. Dr. Raimund Brotsack sowie Projektleiterin Agnes Frank über Potenziale, Hürden und Lösungswege aus. Erstes Ergebnis: Mithilfe von regelmäßigen Veranstaltungen und Workshops sollen Wettbewerbsvorteile entwickelt und die Betriebe auf künftige Marktanforderungen vorbereitet werden.
Herausforderungen und Möglichkeiten
In interaktiven Workshops erarbeiteten die Unternehmensvertreter den Status quo in ihren Betrieben. Deutlich wurde, dass der Wille zur Transformation groß ist, die Umsetzung jedoch durch externe Faktoren gebremst wird. Als größte Barrieren wurden Engpässe bei Ressourcen, Investitionsrisiken, komplexe Genehmigungsverfahren und regulatorische Hürden genannt. Technische Einschränkungen beim Datenmanagement oder der Speicherung erschweren zudem das Umsetzen der Energiewende. Erhebliche Potenziale werden in der Prozessoptimierung, der Abwärmenutzung sowie dem Einsatz neuer Technologien wie Wasserstoff, KI oder Mikrowellentechnik gesehen. Auch dezentrale Konzepte sowie der Ausbau von PV- und Wärmenetzen stehen hoch im Kurs.
Wunsch nach Kooperationen
Alle Beteiligten sehen den größten Mehrwert im branchenübergreifenden Wissenstransfer. Gefragt seien in diesem Rahmen intelligente Energiemanagement-Systeme oder kooperative Modelle wie Energie-Gemeinschaften. „Die Unternehmen erkennen die Potenziale, stoßen aber auf strukturelle und wirtschaftliche Grenzen“, resümierte das Projektteam. Und: „Es besteht ein klarer Bedarf an konkreter Unterstützung und mehr Transparenz bei Förderungen und rechtlichen Rahmenbedingungen.“ Genau hier setze der „EnergieKreis“ an mit dem Ziel, den Unternehmen den Zugang zu Innovationen zu erleichtern und die regionale Vernetzung nachhaltig zu stärken.
Bild (THD/ECRI): In Gruppen-Workshops erarbeiteten die am „EnergieKreis“ beteiligten Firmenvertreter den Status quo in den einzelnen Unternehmen. Mit dabei war wissenschaftlicher Leiter Prof. Dr. Raimund Brotsack (hinten 3.v.l.).