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Presseartikel

Sommersemester-Start am ECRI

Elfte Kohorte startet mit 95 Studierenden aus 27 Ländern

17.3.2026 | THD-Pressestelle

Jahr für Jahr beginnen die meisten Studierenden ihre Ausbildung im Oktober. Für das jetzige Sommersemester umfasst das Angebot drei der zehn englischsprachigen Studiengänge am European Campus Rottal-Inn (ECRI) der Technischen Hochschule Deggendorf (THD). Dafür meldeten sich 95 neue Gesichter aus 27 Ländern an. Das sind 15 „Erstis“ mehr als im Vorjahr.

Wie üblich gestaltete sich der Erstsemestertag Mitte März vergleichsweise ruhig. Neuzugänge gab es nur bei diesen Studiengängen zu vermelden: 32 Master Healthy and Sustainable Buildings (nachhaltiges Bauen) sowie 26 Master International Tourism Development. Speziell die 37 Anfänger für den Bachelor Business Administration and Service Management werden in den ersten beiden Semestern online unterrichtet. Die erfolgreichen Prüflinge arbeiten dann parallel zum folgenden regulären Präsenz-Studium in Unternehmen der hiesigen Hotellerie.

Neuer Teil der Hochschulfamilie

Dekan Prof. Dr. Christian Steckenbauer hieß „die elfte, fast 100 Köpfe starke Kohorte“ willkommen. Die Fakultät beschrieb er als „außergewöhnlichen, internationalen und zugleich ländlichen Campus“. Ab sofort seien die Neuankömmlinge Repräsentanten der Hochschule. „Wir unterstützen sie gerne, aber sie übernehmen die Verantwortung für ihr Studium“, hob der Dekan hervor. In diesem Zusammenhang riet Studiendekanin Prof. Dr. Sabine Dittrich dazu, „sich bei Bedarf rechtzeitig Rat zu holen“.

Schritt für Schritt erfuhren die Neuankömmlinge von wichtigen Anlaufstationen – vom International Office und Kursen für die interkulturelle Kompetenz über die Counselling-Beratung bis zum Start-up-Campus, Green Office und ECRI Art Club. Im Anschluss daran nahmen die Studiengangsleiter ihre „Erstis“ unter die Fittiche.

Volkswirtschaftliche Aspekte

Übrigens: Studien belegen den volkswirtschaftlichen Nutzen ausländischer Studierender. Eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW, Köln) geht davon aus, dass sich die Nettoerträge für die öffentlichen Hand bei 1.000 Studienanfängern zwischen 93,3 Millionen und 329,8 Millionen Euro bewegen. Runtergerechnet entspricht das pro Kopf einem Überschuss von fast 196.000 Euro bei einer mittleren Bleibequote (hohe Bleibequote: knapp 330.000 Euro; niedrige Bleibequote: gut 93.000 Euro). Laut IW liegt der langfristige fiskalische Nettogesamteffekt selbst unter pessimistischen Annahmen bei mehr als dem Doppelten der Ausgaben für die Studienplätze.

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft (Essen) stellt auf Basis seiner Befragung fest: Dass die MINT-Disziplinen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) unter ausländischen Studierenden besonders beliebt sind, verringert den Fachkräftemangel („MINT-Lücke“) in Deutschland. Eine Studie von Prof. Dr. Knut Petzold (Görlitz) weist darauf hin: „Die starke Nachfrage nach hochqualifizierten Fachkräften im deutschen Arbeitsmarkt wird sich im Zuge des demographischen Wandels spätestens mit dem Ausscheiden der geburtenstarken Jahrgänge noch deutlich verstärken.“

Bild (THD/ECRI): Beim Erstsemestertag auf dem European Campus Rottal-Inn hießen die anwesenden Neuzugänge willkommen: (stehend von rechts) Dekan Prof. Dr. Christian Steckenbauer sowie Studiendekanin Prof. Dr. Sabine Dittrich.